PolitikMehrere Minister treten nach Protesten in Sri Lanka zurück
SDA
10.7.2022 - 13:12
Einen Tag nach dem Sturm auf das Büro des Präsidenten gehen Demonstranten umher und halten sich auf dem Gelände auf. Nach den angekündigten Rücktritten des Präsidenten und des Premiers haben im krisengeschüttelten Sri Lanka mehrere Minister ihre Ämter aufgegeben. Foto: Eranga Jayawardena/AP/dpa
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Nach den angekündigten Rücktritten des Präsidenten und des Premiers haben im krisengeschüttelten Sri Lanka mehrere Minister ihre Ämter aufgegeben. Mindestens vier Ressortchefs hätten ihren Rücktritt eingereicht, weitere würden folgen, sagte ein Regierungssprecher am Sonntag.
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10.07.2022, 13:12
SDA
Inmitten von Massenprotesten wegen der schweren Wirtschaftskrise in dem südasiatischen Inselstaat hatte Präsident Gotabaya Rajapaksa am Samstag seinen Rücktritt zum 13. Juli angekündigt. Auch Premierminister Ranil Wickremesinghe erklärte sich bereit, seinen Posten zu räumen.
Aufgebrachte Demonstranten hatten den Präsidentenpalast und das Präsidialamt gestürmt und die Privatresidenz des Premiers in Brand gesteckt. Beide Politiker waren zuvor in Sicherheit gebracht worden.
Hunderte Demonstranten hielten am Sonntag weiterhin die Präsidentengebäude besetzt. Zu weiteren Zwischenfällen sei es nicht gekommen, teilte die Polizei mit. Drei Verdächtige seien wegen des Brandes im Haus des Premiers festgenommen worden. Bei den Protesten am Samstag hatten Zehntausende Menschen in der Hauptstadt Colombo den Rücktritt der politischen Führung gefordert. Es habe mindestens 95 Verletzte gegeben, sagte eine Krankenhaussprecherin.
Der Inselstaat südlich von Indien mit seinen etwa 22 Millionen Einwohnern erlebt seine schlimmste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Die Wut der Demonstranten richtet sich unter anderem gegen einen seit Monaten bestehenden Mangel an Treibstoff, Gas zum Kochen, aber auch an Medikamenten und Lebensmitteln sowie gegen die hohe Inflation und stundenlange Stromausfälle. Ein Grund dafür ist, dass Einnahmen aus dem für Sri Lanka wichtigen Tourismus im Zuge der Corona-Pandemie eingebrochen sind. Dem stark verschuldeten Land fehlt das Geld, um wichtige Güter zu importieren.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt