Zeichen der «Machtdemonstration»? Melania Trump erscheint erstmals Solo – ihr Outfit überrascht

Lea Oetiker

5.3.2025

Melania Trump im Capitol Hill.
Melania Trump im Capitol Hill.
KEYSTONE

Am Montag hatte Melania Trump ihren ersten Solo-Auftritt seit der Amtseinführung ihres Mannes. Dabei sprach sie über Deepfake-Pornografie. Besonders auffällig war ihr Outfit: ein beigefarbener Anzug.

Lea Oetiker

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Melania Trump trat erstmals seit der Rückkehr ihres Mannes ins Weisse Haus solo öffentlich auf.
  • Dies, um den «Take It Down Act» zu unterstützen. Ein Gesetz gegen nicht-einvernehmliche intime Bilder.
  • Besonders auffällig war dabei ihr beigefarbener Anzug, den sie trug. Gilt dieser als «Machtdemonstration»?

Es war der erste Solo-Auftritt der First Lady Melania Trump in der Öffentlichkeit, seitdem ihr Mann am 20. Januar ins Weisse Haus zurückkehrte. Am Montag nahm die First Lady an einem Rundtischgespräch im Capitol Hill in Washington teil, um den «Take It Down Act» zu unterstützen.

Das Gesetz soll nicht-einvernehmliche intime Bilder, echt oder KI-generiert, zur Straftat machen. Online-Plattformen sollen gezwungen werden, solche Bilder binnen 48 Stunden zu entfernen. 

Und so wie am Montag hat man die 54-Jährige noch nie gesehen. In einem beigefarbenen Anzug, an der Seite von Elliston Berry, ein Opfer von Deepfakes. 

Kritik an Demokraten

Melania Trump forderte den Kongress auf, junge Menschen zu unterstützen. «Es ist herzzerreissend zu sehen, wie junge Teenager, vor allem Mädchen, mit der unglaublichen Herausforderung durch bösartige Online-Inhalte zu kämpfen haben», sagte sie. 

«In der heutigen, von Künstlicher Intelligenz gesteuerten Welt ist die Bedrohung einer Verletzung der Privatsphäre alarmierend und hoch», sagt Melania Trump weiter.

Trotz vereinzelter Unterstützung durch Demokraten warf Melania Trump der Opposition vor, das Thema nicht genügend zu unterstützen. «Ich hatte erwartet, dass heute mehr führende Vertreter der Demokraten hier sein würden, um dieses ernste Thema anzusprechen», sagte sie. «Als Erwachsene können wir doch sicher den amerikanischen Kindern Vorrang vor der Parteipolitik einräumen.»

Immer mehr Anzüge

Wie bei der Amtseinführung von Donald Trump oder bei ihrem ersten offiziellen Porträtfoto gab ihr Outfit auch dieses Mal zu Reden. Wieder trug die First Lady einen maskulin inspirierten Look. Melania Trump erschien in einem eleganten dreiteiligen Anzug in Beige, komplett mit Weste. Darunter trug sie ein weisses Hemd, das sie mit einer schwarzen Krawatte kombinierte. An den Füssen trug sie passend zum Look beige Pumps.

Die Lookveränderung der First Lady beschreibt der «Business Insider» als «bezeichnend». Während der ersten Amtszeit ihres Ehemannes – zwischen 2016 und 2020 – trug das ehemalige Model vor allem Midikleider, Rock- und Blusen oder Abendkleider. Nun greift sie immer öfter zum Anzug. Bereits beim National Governors Association Dinner im Februar hatte sie einen schwarzen Anzug mit Hemd getragen.

Eine offizielle Erklärung für den Stilwechsel gibt es nicht, es könnte jedoch eine bewusste «Machtdemonstration» sein.

Melania Trump führt ihr eigenes Leben

Eine Machtdemonstration auch gegenüber ihrem Ehemann? Melania Trump scheint in der neuen Amtszeit ihres Ehemanns Donald Trump eigene Wege zu gehen. Laut Medienberichten von Ende Februar führt sie ein eigenständiges Leben. Unter anderem sei sie mit der Produktion eines Dokumentarfilms für Amazon Prime Video beschäftigt. Der Film, der sie selbst porträtiert, soll voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2025 erscheinen.

Sie habe ihre eigene Vorstellung davon, was sie tun möchte, und «wird nie eine traditionelle First-Lady sein», zitierte «People» einen politischen Insider.

Melania Trump habe im vergangenen Monat sowohl in Mar-a-Lago in Palm Beach als auch im Weissen Haus übernachtet, jedoch keine nennenswerte Zeit in offizieller Funktion verbracht. Sie führe weitgehend «ihr eigenes Leben», sei aber an der Seite ihres Mannes, «wenn es angebracht ist». In ihrem Anwesen in Palm Beach bleibe sie normalerweise «für sich» und begleite Donald Trump nur «gelegentlich» zum Abendessen.