ItalienMeloni-Ministerin tritt nach Referendum zurück
SDA
25.3.2026 - 19:38
ARCHIV - Italiens bisherige Tourismusministerin Daniela Santanchè. Foto: Antonio Balasco/LPS via ZUMA Press Wire/dpa/Archivbild
Keystone
Italiens Tourismusministerin Daniela Santanchè hat nach dem Scheitern einer von der Regierung geplanten Justizreform in einer Volksabstimmung ihren Rücktritt erklärt. Die Politikerin der Rechtspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) kam damit einer Aufforderung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nach, die sie offen zum Amtsverzicht gedrängt hatte. Am Montag hatte die in Rom regierende Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien mit dem klaren Nein im Referendum eine schwere Schlappe hinnehmen müssen.
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25.03.2026, 19:38
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Gegen Santanchè laufen wegen Affären aus ihrer früheren Zeit als Geschäftsfrau verschiedene Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Sie galt schon seit längerer Zeit als Belastung für das rechte Lager. Die linke Opposition hatte im Parlament einen Misstrauensantrag eingebracht, um sie zu Fall zu bringen. Wegen der grossen Bedeutung des Tourismus für die nationale Wirtschaft hat Italiens Regierung ein eigenes Tourismus-Ressort.
Meloni lehnt Rücktritt nach Niederlage ab
Zuvor hatten bereits die Büroleiterin von Justizminister Carlo Nordio und ein Justiz-Staatssekretär ihre Ämter niedergelegt. Der Justizminister selbst lehnte ebenso wie Meloni alle Forderungen nach einem Rücktritt ab. Ihr Vorhaben für einen grundlegenden Umbau des Justizapparats war mit 53,7 Prozent Nein-Stimmen klar gescheitert.
Die Fratelli-Vorsitzende regiert in Rom bereits seit dreieinhalb Jahren – länger als fast alle italienischen Regierungschefs zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Nein in der Volksabstimmung ist Melonis erste grosse Niederlage seit Amtsantritt. Die nächste reguläre Parlamentswahl wird voraussichtlich im Herbst 2027 stattfinden. In den Umfragen liegen Melonis Fratelli bislang klar vor allen anderen Parteien.
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
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Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
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