Er sparte rund 6000 Franken Millionär fuhr über 740 mal schwarz – Staatsanwalt nennt sein Vorgehen «raffiniert»

Petar Marjanović

19.2.2026

Ein Banker fuhr rund 740 mal mit der Southeastern Railway. (Symbolbild)
Ein Banker fuhr rund 740 mal mit der Southeastern Railway. (Symbolbild)
Nicholas Hair

Ein ehemaliger Spitzenbanker der HSBC sparte Tausende Franken – mit einem simplen Billet-Trick. Nun verurteilte ihn ein Londoner Gericht wegen Betrugs an der Southeastern Railway.

Redaktion blue News

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  • Ein ehemaliger Abteilungsleiter einer Bank erschlich sich in London mit dem sogenannten «Donut-Trick» rund 6000 Franken an Zugkosten.
  • Zwischen Oktober 2023 und September 2024 soll er mindestens 740-mal nur Teilstrecken-Billets gekauft und so die Southeastern Railway geschädigt haben.
  • Das Gericht verurteilte ihn zu zehn Monaten Haft auf Bewährung, 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit, einer Entschädigungszahlung und einem einjährigen Bahnverbot.

In London stand ein ehemaliger Banker der HSBC vor Gericht. Joseph M. (53) arbeitete als Abteilungsleiter im Bereich «Passive Equity» bei HSBC Global Asset Management. Er wohnte in einem rund zwei Millionen Pfund teuren Haus im Süden Londons.

Dennoch zahlte er für seinen Arbeitsweg monatelang nicht den vollen Preis. Laut britischen Medien sparte er so umgerechnet rund 6000 Franken.

Wie die «Daily Mail» und die «The Times» berichten, nutzte M. den sogenannten «Donut-Trick». Dabei kaufte er nur Billets für den Start- und den Zielbahnhof, liess aber die dazwischenliegenden Stationen aus.

Zwischen Oktober 2023 und September 2024 soll er dies mindestens 740-mal getan haben. Die Strecke führte von Orpington über London Bridge in die Innenstadt. Vor dem Inner London Crown Court gestand M. den Betrug. Laut «The Times» sagte sein Anwalt Will Hanson, sein Mandant könne nicht erklären, warum er so gehandelt habe. Der Staatsanwalt Jack Furness bezeichnete das Vorgehen als «raffiniert».

Richter Alexander Stein verurteilte den Ex-Banker zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Zudem muss er der Bahngesellschaft Southeastern Railway umgerechnet rund 5200 Franken Entschädigung zahlen.

Ein Jahr lang darf er keine Züge dieser Linie benutzen. Der Richter sagte laut «The Times», M. habe die Taten aus eigenem Antrieb beendet, bevor ihn die Polizei festnahm. Nach dem Prozess soll sich der Banker umgezogen haben, um wartenden Fotografen zu entkommen.