PolitikMutmassliches Epstein-Opfer klagt Norwegens Kronprinzessin an
SDA
18.2.2026 - 15:05
ARCHIV - Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit kommt zu einer Feier zum 25. Jubiläum der nordischen Botschaft. Foto: Jens Kalaene/dpa
Keystone
Ein mutmassliches Opfer von Jeffrey Epstein hat der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit wegen ihrer Freundschaft zu dem Sexualstraftäter schwere Vorwürfe gemacht.
Keystone-SDA
18.02.2026, 15:05
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«Was wäre, wenn das hier ihren Kindern passiert wäre? Wie würde sie sich dann fühlen?» fragte Marina Lacerda in der Sendung «Debatten» im norwegischen Fernsehen. Dass die Kronprinzessin und andere Umgang mit Epstein hatten, finde sie «abscheulich».
Mette-Marit sei nicht nur Mutter und Prinzessin, sondern auch eine Frau, die Macht habe, mit ihrer Stimme die Welt zu verändern. Als solche müsse sie ehrlich sein und Verantwortung für ihren Kontakt zu Epstein übernehmen, forderte Lacerda: «Das ist der erste Schritt: Verantwortung dafür zu übernehmen, dass sie Gespräche mit ihm hatte, mit ihm geflirtet hat, auch nachdem sie ihn gegoogelt und herausgefunden hat, dass die Dinge nicht gut für ihn aussahen.»
Kronprinzessin reagiert auf Vorwürfe
Die norwegische Kronprinzessin soll über Jahre privaten Kontakt zu dem Sexualstraftäter gehabt haben, nachdem er bereits zum ersten Mal verurteilt worden war und eine Haftstrafe abgesessen hatte. Für ihre Freundschaft zu Epstein hat sich die 52-Jährige bislang nur schriftlich entschuldigt.
In einer Stellungnahme reagierte sie nun auf die Lacerda-Aussagen. Dem Sender NRK zufolge schrieb sie: «Ich bin zutiefst erschüttert über die Geschichten der vielen Epstein-Opfer, und sie haben meine volle Unterstützung. Es ist wichtig, dass ihre Stimmen gehört werden.» Epstein sei selbst für seine Taten verantwortlich. «Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich Epsteins Hintergrund nicht besser überprüft habe und nicht schnell genug erkannt habe, was für ein Mensch er war.» Das Statement ähnelt einer vorherigen Entschuldigung der Kronprinzessin.
Lacerda war laut NRK 14 Jahre alt, als sie Epstein vorgestellt wurde. Sie wurde demnach über mehrere Jahre hinweg von ihm missbraucht.
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Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
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