FrankreichNach 887 Tagen Haft: Iran lässt Franzosen frei
SDA
20.3.2025 - 10:45
ARCHIV - Die Flagge der Islamischen Republik Iran weht im Wind vor der Botschaft des Staates an der Podbielskiallee. Foto: Monika Skolimowska/dpa
Keystone
Nach mehr als zwei Jahren ist ein im Iran festgehaltener Franzose freigekommen. «Olivier Grondeau ist frei, in Frankreich, unter den Seinen», teilte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron auf X mit. Man teile das immense Glück und die Erleichterung der Familie.
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20.03.2025, 10:45
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Nach Angaben des französischen Aussenministers Jean-Noël Barrot war der Mann 887 Tage im Iran in Haft gewesen. Der 34-Jährige aus dem südfranzösischen Montpellier sei im Iran wegen Spionage zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, schrieb die Zeitung «Le Parisien».
Dem Sender «France Info» zufolge unternahm der Mann eine Weltreise, als er im Herbst 2022 im Südwesten des Irans festgenommen wurde. Frankreichs Behörden sprachen von Geiselhaft.
Auch ein französisches Lehrerpaar wurde 2022 im Iran festgenommen. Die beiden sitzen noch immer in Haft. Macron forderte, sie müssten «aus den iranischen Kerkern befreit werden».
Frankreich hatte den Ton gegenüber Teheran zuletzt verschärft, um wegen der festgehaltenen Franzosen Druck zu machen. Im Januar war Irans Botschafter in Paris einbestellt worden.
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
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