DeutschlandNach Trumps Zoll-Eklat: Europäer warnen vor Eskalation
SDA
18.1.2026 - 14:46
ARCHIV - Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns stehen im Hafen von Emden zur Verschiffung bereit. Foto: Jörg Sarbach/dpa
Keystone
Deutschland und die übrigen betroffenen europäischen Länder wenden sich gemeinsam gegen die Drohung von US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen im Grönland-Konflikt. «Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation», heisst es in einer gemeinsamen Erklärung Deutschlands mit Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Grossbritannien. Man werde koordiniert reagieren. «Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.»
Keystone-SDA
18.01.2026, 14:46
SDA
Hintergrund ist der Konflikt mit den USA um die Ansprüche von Präsident Trump auf das zu Dänemark gehörende Grönland. Trump hatte in einem beispiellosen Schritt am Samstag unter Verweis auf den Konflikt zusätzliche Zölle ab Februar gegen Deutschland und die anderen sieben Staaten angekündigt – alle von ihnen Nato-Länder. Anstoss nahm Trump an deren gemeinsamer militärischer Erkundungsmission auf Grönland. Die 15 beteiligten Bundeswehr-Soldaten wurden nach offiziellen Angaben inzwischen wieder zurückbeordert.
«Für niemanden eine Bedrohung»
In der gemeinsamen Erklärung der acht Staaten hiess es: «Als Alliierte der Nato sind wir der Stärkung der Sicherheit in der Arktis verpflichtet. Dies ist ein gemeinsames transatlantisches Interesse.» Die von Dänemark koordinierte Übung «Arctic Endurance» sei eine Antwort auf die Notwendigkeit grösserer Sicherheit in der Arktis. «Die Übung stellt für niemanden eine Bedrohung dar», erklärten die acht Länder.
Und weiter: «Wir stehen in voller Solidarität an der Seite des Königreichs Dänemark und der Bevölkerung Grönlands. Aufbauend auf dem letzte Woche begonnenen Prozess sind wir bereit, in einen Dialog einzutreten, auf Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität. Wir stehen fest zu diesen Prinzipien.»
Der US-Präsident will die zum Königreich Dänemark gehörende Insel den USA einverleiben – was die europäischen Nato-Partner vehement ablehnen. Die angekündigten US-Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, schrieb Trump auf Truth Social. Ab dem 1. Februar sollen demnach 10 Prozent für in die USA gesendete Waren fällig werden, ab dem 1. Juni 25 Prozent.
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
06.02.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump
Tödliche Schüsse bei einem Einsatz von ICE-Beamten in Minneapolis lassen die Wut auf Präsident Donald Trump und das Vorgehen seiner Regierung gegen ihre eigenen Landsleute hochkochen.
25.01.2026
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump