IsraelNetanjahu plant Ausweitung der Militärkontrolle im Gazastreifen
SDA
28.5.2026 - 18:29
Israelische Soldaten besetzen eine Militärposition mit Blick auf die sogenannte Gelbe Linie im zentralen Gazastreifen. Foto: Ariel Schalit/AP/dpa
Keystone
Israel will seine militärische Kontrolle über den Gazastreifen ausweiten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte laut einer von dem Sender Channel 12 mitgeschnittenen Rede, derzeit kontrolliere die Armee 60 Prozent und seine Anweisung laute, auf 70 Prozent zu kommen.
Keystone-SDA
28.05.2026, 18:29
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Auf den Zwischenruf eines Zuhörers, Israel solle 100 Prozent einnehmen, antwortete Netanjahu laut der Zeitung «Times of Israel», man gehe «Schritt für Schritt» vor – zuerst 70 Prozent, damit fange man an.
Bei Inkrafttreten der von den USA vermittelten Waffenruhe im Oktober 2025 lag der israelische Kontrollbereich noch bei 53 Prozent der Fläche.
Das Palästinensergebiet umfasst eine Fläche von rund 365 Quadratkilometern und ist damit in etwa so gross wie München oder Bremen.
Israel und die islamistische Hamas werfen sich gegenseitig vor, die Waffenruhe zu verletzen. Die Hamas fordert einen vollständigen Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen. Sie weigert sich, einer überprüfbaren Entwaffnung zuzustimmen und einen zivilen Übergang in Gaza zu ermöglichen.
Nikolaj Mladenow, Hoher Vertreter des von US-Präsident Donald Trump eingesetzten Friedensrats für Gaza, warnte am vergangenen Donnerstag vor dem UN-Sicherheitsrat in New York, ohne eine Entwaffnung der Hamas und angesichts der anhaltenden Verletzungen der Waffenruhe drohe der «sich verschlechternde Zustand» im Gazastreifen dauerhaft zu werden. Eine Finanzierung für den Wiederaufbau werde nicht kommen, solange die Waffen nicht niedergelegt seien.
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Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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