Fehler gefunden?
Jetzt meldenNach einem Messerangriff kommt es in Nordirland zu schweren rassistisch motivierten Ausschreitungen. Nun gehen wieder Menschen auf die Strasse. Es gibt Zusammenstösse mit der Polizei.
Nach schweren rassistisch motivierten Ausschreitungen in Nordirland hat die Polizei im Grossraum der Hauptstadt Belfast nach eigenen Angaben Wasserwerfer gegen gewalttätige Demonstranten eingesetzt. Die Polizei rief Verkehrsteilnehmer und Passanten in der Vorstadt Newtownabbey auf, den Bereich zu meiden, da Gegenstände wie Ziegelsteine, Flaschen und Steine auf die Polizei geworfen worden seien. Zudem seien Mülleimer in Brand gesetzt worden, hiess es in einer Mitteilung.
Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen.
Nach Angaben der BBC versammelten sich in Newtownabbey rund 200 Menschen. Ein Reporter des Senders berichtete, eine Gruppe habe sich einer Unterkunft für Migranten nähern wollen. Der Polizei sei es aber gelungen, sie daran zu hindern.
Menschenansammlungen gab es nach britischen Medienberichten wie am Tag zuvor auch ausserhalb der Hauptstadtregion. Der Abend verlief den Berichten zufolge insgesamt aber zunächst ruhiger als am Dienstag.
In Belfast kam es am Dienstagabend (9.6.2026) zu rassistischen Ausschreitungen.
Bild: Keystone
Belfast war am Dienstagabend von rassistischen Krawallen erschüttert worden. Hintergrund war ein Messerangriff, für den ein Flüchtling aus dem Sudan wegen versuchten Mordes angeklagt wurde. Randalierer zogen nach der Tat teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand, darunter einen Bus. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, Bewohner mussten gerettet werden.
Mehrere Hundert Menschen hatten sich zuvor versammelt, um gegen Migranten und Einwanderung zu demonstrieren.