Verheerende Schäden an der Tierwelt

Israel schliesst wegen Ölpest alle Strände

AP/toko

21.2.2021 - 15:19

Zahlreiche Menschen reiningen einen Strand im Gador-Naturschutzgebiet. Nach der Verschmutzung von Stränden in Israel mit Teer hat Umweltschutzministerin Gila Gamliel rasche Aufklärung angekündigt.
Zahlreiche Menschen reiningen einen Strand im Gador-Naturschutzgebiet. Nach der Verschmutzung von Stränden in Israel mit Teer hat Umweltschutzministerin Gila Gamliel rasche Aufklärung angekündigt.
KEYSTONE/AP Photo/Ariel Schalit

Israel hat wegen einer Ölpest alle Strände entlang seiner Mittelmeerküste bis auf weiteres geschlossen — die Umweltbehörde nimmt Ermittlungen auf. Unterdessen beteiligen sich Freiwillige an Säuberungsaktionen.

Wegen einer Ölpest hat Israel am Sonntag alle Strände entlang seiner Mittelmeerküste bis auf weiteres geschlossen. In den vergangenen Tagen wurden dort Dutzende Tonnen Teermasse angespült. Die Verschmutzung hatte bereits verheerende Auswirkungen auf Fische, Schildkröten und andere Meeresbewohner. Die israelische Behörde für Natur und Parks sprach von einer der schwersten Umweltkatastrophen in der Geschichte des Landes.

Die schwarzen Teerklumpen wurden von einem Sturm an die Küste gespült. Ein junger Finnwal, der am Freitag tot an einem Strand im Süden des Landes angespült wurde, starb nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern des Landwirtschaftsministeriums an der Aufnahme der zähflüssigen schwarzen Masse, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunksender Kan berichtete.



Die Ursache für die Ölpest war zunächst nicht bekannt, die Umweltbehörde nahm Ermittlungen auf.

Freiwillige beteiligten sich am Samstag an Stränden an Säuberungsaktionen. Mehrere von ihnen wurden nach dem Einatmen toxischer Dämpfe in Krankenhäuser gebracht. Die Ministerien für Umweltschutz, Gesundheit und Inneres warnten die Bevölkerung am Sonntag gemeinsam vor dem Betreten des gesamten 195 Kilometer langen Küstenabschnitts, es bestehe eine Gesundheitsgefahr. Umweltministerin Gila Gamliel sagte israelischen Medien, ihr Ressort schätze die Kosten für die Reinigungsarbeiten auf Dutzende Millionen Schekel.

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