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Jetzt meldenDer Kremlchef wird von einem Drohnenangriff brüskiert, während er internationale Gäste empfängt – nicht zum ersten Mal. Der ukrainische Präsident will Putin so an den Verhandlungstisch zwingen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Grossangriff auf Moskau als Druckmittel für Verhandlungen über ein Kriegsende dargestellt.
Der umfassende Drohnen-Einsatz gegen die russische Hauptstadt sei Teil der Bemühungen, Kremlchef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu zwingen, erklärte er heute. Die Zeit für ein Ende des Krieges sei gekommen. Russland müsse die notwendigen diplomatischen Schritte ergreifen.
«Dies ist eine vollkommen gerechtfertigte Reaktion auf russische Angriffe auf unsere Städte und Gemeinden», erklärte Selenskyj auf der Plattform X, «und ein weiteres wichtiges Resultat der Arbeit unserer Krieger gegen Einrichtungen, die Russlands Kriegsmaschinerie am Laufen halten.»
Last night, our long-range sanctions once again reached the Moscow region – for the second time this week, the Moscow oil refinery was hit. Targets were also struck in the Rostov region and in temporarily occupied territories of Ukraine. This is a fully justified response to… pic.twitter.com/NhFl4FlT9L
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) June 18, 2026
In einer Sprachnachricht an einen Gruppenchat mit Journalisten ergänzte er: «Wenn Putin diesen Krieg nicht beenden und ihn fortsetzen will, werden wir nicht still dasitzen – wir werden reagieren.»
Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha schrieb ebenfalls auf X, eine der häufigsten Fragen, die sich die Einwohner Moskaus am heutigen Morgen stellten, sei: «Was ist da los?»
One of the most popular questions asked by Muscovites this morning is “What is going on?”
— Andrii Sybiha 🇺🇦 (@andrii_sybiha) June 18, 2026
I can answer. Your country started a war of aggression against ours. For years, it has been killing our people.
Now that you know what’s going on, ask Putin when he is planning to end it.
Das könne er beantworten: «Ihr Land hat einen Aggressionskrieg gegen unseres begonnen. Seit Jahren tötet es unsere Leute. Nun, da Sie wissen, was vor sich geht, fragen Sie Putin, wann er es zu beenden gedenkt.»
Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte zuvor einen Angriff auf eine der grössten Ölraffinerien des Landes am Stadtrand von Moskau bekanntgegeben.
Aufnahmen, die in russischen Medien veröffentlicht wurden, zeigten gewaltige Brände in der Anlage, die nur etwa 15 Kilometer vom Kreml entfernt liegt. Über der Stadt stiegen schwarze Rauchschwaden auf.
Die Raffinerie am Moskauer Stadtrand war bereits vor zwei Tagen zum Ziel eines ukrainischen Angriffs geworden, nach dem die russischen Behörden jedoch erklärten, ein dabei entstandenes Feuer sei schnell gelöscht gewesen.
Das russische Verkehrsministerium teilte mit, Flüge von vier Moskauer Flughäfen seien ausgesetzt worden. Das Verteidigungsministerium sprach von 555 ukrainischen Drohnen, die über verschiedenen Regionen des Landes abgeschossen worden seien.
The Armed Forces of Ukraine Attacked Moscow and the Moscow Region: An Oil Refinery, a Shopping Center, and Residential Buildings Were Damaged
— 🇷🇺 ULIANA STRIZH - WARGONZO🇷🇺 (@UlyanaStrizh) June 18, 2026
Tonight, the Armed Forces of Ukraine launched a massive attack on Moscow and the Moscow region. The number of drones shot down as they… pic.twitter.com/dX4J0i10B2
Fast 200 seien allein beim Anflug auf Moskau abgefangen worden. In der Stadt Schukowsky im Moskauer Umland schlug nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow eine Drohne in ein Wohnhaus ein, das daraufhin evakuiert wurde.
⚡️ A multi-apartment building in Zhukovsky was damaged as a result of today's UAV attack.
— John Spectator (@johnspectator) June 18, 2026
Tg/moscowach/40830 pic.twitter.com/VlT7wH8hmT
Andernorts seien Drohnentrümmer auf Privathäuser, ein Auto, ein Fitnessstudio, eine nicht näher genannte Industrieanlage sowie ein grosses Einkaufszentrum gestürzt, dessen Dach in Brand geraten sei, sagte Worobjow. Es habe 16 Verletzte gegeben, darunter zwei Kinder.
Putin befand sich heute etwa 700 Kilometer östlich von Moskau in Kasan, wo er Vertreter des südostasiatischen Staatenbunds Asean empfing. Sein Berater Juri Uschakow sagte, der zweitägige Gipfel, der gestern begann, sei dafür gedacht, eine Ausweitung der «strategischen Partnerschaft» Russlands mit den Asean-Nationen auszuloten.
Putin made a rare public appearance among ordinary citizens during a visit to Kazan for the Russia-ASEAN summit, his first such encounter in nearly a year. Footage showed him accompanied by security personnel, including men in camouflage carrying special equipment.
— The Moscow Times (@themoscowtimes.com) 17. Juni 2026 um 19:20
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Anfang Juni hatte Kiew Putin bereits mit einem Angriff auf seine Heimatstadt St. Petersburg brüskiert, während er dort sein Internationales Wirtschaftsforum abhielt. Eine folgende Gesprächseinladung Selenskyjs in einem direkt an ihn adressierten Schreiben, das spöttische Anmerkungen mit Blick auf das Alter Putins enthielt, schlug der Kremlchef aus.
Frischen Rückenwind dürfte Selenskyj durch den G7-Gipfel verspüren. Am Mittwoch gab er bekannt, dass sein Land dort wichtige Zusagen für weitere Unterstützung im Abwehrkampf gegen Russland erhalten habe.
Der Gastgeber, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, sagte, der Gipfel sei für die Ukraine sehr wichtig gewesen. Auch die USA seien in Sachen Ukraine an Bord, das sei sehr wichtig.