Keine Kleber mehrÖsterreich führt Digitalzwang bei Autobahnvignette ein
dpa
20.11.2025 - 14:23
Wer in Österreich auf mautpflichtigen Strassen ohne Vignette unterwegs ist, riskiert saftige Strafzahlungen.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn
Das Ankleben der Vignette an der Windschutzscheibe ist zuletzt immer unbeliebter geworden. Viele Autofahrer sind bereits auf die digitale Variante umgestiegen. Ab Dezember 2026 müssen das alle tun.
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20.11.2025, 14:23
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Österreich ersetzt ab 1. Dezember 2026 die Klebe-Vignette vollständig durch ein digitales System.
Der Wechsel soll den Kauf vereinfachen und laut ÖVP-Verkehrssprecher Joachim Schnabel mehrere Millionen Euro einsparen.
Die digitale Vignette bleibt an Mautstellen, Tankstellen und online erhältlich, zu Preisen zwischen 9,60 und 106,80 Euro.
In Österreich wird die Klebe-Vignette für die Benutzung der Autobahnen im nächsten Jahr abgeschafft. Ab 1. Dezember 2026 wird es nach einem Beschluss des Nationalrats nur noch eine digitale Variante geben.
«Kein Kleben, keine Versandkosten, kein Fälschungsrisiko», aber drei bis fünf Millionen Euro an Kosten würden eingespart, begründete ÖVP-Verkehrssprecher Joachim Schnabel den Schritt.
Die Vignette könne nicht nur online, sondern auch an Kiosken, Tank- und Mautstellen erworben werden, hiess es. Die Mautgebühr kann für einen Tag, zehn Tage, zwei Monate oder ein ganzes Jahr entrichtet werden. Die Preise liegen für 2026 zwischen 9,60 Euro und 106,80 Euro.
2024 nahm der staatliche Autobahnbetreiber Asfinag nach eigenen Angaben rund 600 Millionen Euro an Vignetten-Gebühr ein, dazu kamen 230 Millionen Euro Streckenmaut und 1,6 Milliarden Euro an Lkw-Maut. 2024 flossen 1,5 Milliarden Euro in die Erneuerung und Modernisierung der österreichischen Autobahnen und Schnellstrassen.