Eine Frau trägt ihren Stimmzettel während einer vorgezogenen Stimmabgabe für die grönländischen Parlamentswahlen im Rathaus in Nuuk. Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa
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Überschattet von Besitzansprüchen des US-Präsidenten Donald Trump hat auf der Eisinsel Grönland eine mit Spannung erwartete Parlamentswahl begonnen.
Keystone-SDA
11.03.2025, 13:30
SDA
Noch bis 20.00 Uhr (23.00 Uhr MEZ) können die etwas mehr als 40.000 Wahlberechtigten unter den Grönländerinnen und Grönländern ihre Stimmen abgeben. Ein vorläufiges Wahlergebnis dürfte im Laufe der Nacht zum Mittwoch feststehen.
213 Kandidatinnen und Kandidaten von sechs Parteien hoffen auf einen der 31 Sitze im Parlament Inatsisartut. Stärkste Kraft ist dort seit der vergangenen Wahl 2021 die linke Partei Inuit Ataqatigiit (IA) von Regierungschef Múte B. Egede. Sie regierte erst zusammen mit der unabhängigkeitsorientierten Naleraq, seit 2022 dann mit der sozialdemokratischen Partei Siumut. IA und Siumut gelten generell als die stärksten politischen Kräfte auf der grössten Insel der Erde.
Trump-Aussagen befeuern Unabhängigkeitsdebatte
Gemeinhin lassen sich Wahlausgänge auf Grönland mit seiner kleinen Einwohnerzahl von nur knapp 57.000 Inselbürgern recht schwer vorhersagen. Wichtigste Frage ist, wie die nächste Regierung eine mögliche Unabhängigkeit vom Königreich Dänemark sieht, zu dem Grönland bei weitreichender Autonomie bis heute zählt. Die Unabhängigkeitsdebatte schwelt auf der Insel schon seit Jahrzehnten, doch durch Trumps Begehrlichkeiten befeuerten sie zuletzt stark.
Der Grossteil der Parteien ist sich im Grundsatz einig, dass Grönland eines Tages von seiner einstigen Kolonialmacht Dänemark unabhängig werden sollte, zu der es ein angespanntes Verhältnis pflegt. Uneins sind sie sich aber, wann der richtige Zeitpunkt dafür gekommen sein könnte. Hauptknackpunkt ist dabei die nach wie vor starke finanzielle Abhängigkeit von Kopenhagen.
Trump buhlt seit Monaten um Grönland. Zuletzt hatte er sich in die heisse Phase des Wahlkampfes eingemischt, indem er den Grönländern über seine Plattform Truth Social neue Arbeitsplätze und Reichtum versprach. Egede warf Trump Respektlosigkeit vor. «Wir verdienen es, mit Respekt behandelt zu werden. Und ich glaube nicht, dass der amerikanische Präsident dies seit seinem Amtsantritt getan hat», sagte er in einem am Montag veröffentlichten Interview des dänischen Rundfunksenders DR.
Wahlkampf unter dem Eindruck von Trump
Neben den Diskussionen um Trump und die Unabhängigkeit spielten die Probleme des Gesundheitssystems, aber auch hohe Lebenskosten sowie Sozial-, Bildungs- und Rentenfragen im Wahlkampf eine Rolle.
Grönland mit seinem riesigen Eisschild hat eine grosse Bedeutung für das Weltklima, die militärische Kontrolle der Arktis und ist zudem reich an Rohstoffen wie seltenen Erden. Zudem verlaufen in der Region wichtige Schifffahrtsrouten.
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Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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