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Jetzt meldenDonald Trump fliegt in seiner neuen Air Force One zum Nato-Gipfel, muss aber bei der Abreise das alte Exemplar nehmen. Der Präsident sagt, das habe er nur gemacht, um andere zu erfreuen, doch alle kennen den wahren Grund.
Der Clip, den Donald Trump am 7. Juli auf seiner Plattform Truth Social postet, ist fast schon lustig – siehe auch Video ganz oben.
Zu pompöser Musik steigt der 80-Jährige in einer riesigen Halle aus der neuen Air Force One und lässt sich von einer wartenden Menge bejubeln, an die er dann noch einige warme Worte richtet. Sie alle feiern das neue präsidiale Flugzeug, das ein Geschenk des Emirs von Katar ist.

Komisch, dass so viele Glatzköpfige im Publikum sind, und diese eine Frau vorne links scheint mit ihren Zwillingsschwestern da zu sein. Oder es war – ganz vielleicht – KI am Werk.
TruthSocial/@realDonaldTRump
Mit der neuen Air Force One reist Amerikas starker Mann am 7. Juli ins türkische Ankara zum Nato-Gipfel. Doch als er zwei Tage später wieder abfliegt, sitzt er plötzlich in der alten Air Force One. Die bringt ihn auf einen US-Stützpunkt in Grossbritannien.
Dort wechselt der Präsident wieder in sein neues Flugzeug, das einige Zeit darauf nach Washington fliegt: Es ist eine triumphale Rückkehr – dem Video nach zu schliessen, das Trumps Assistent Dan Scavino mit einer Musik postet, die einem «Star Wars»-Film entspringen könnte.
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Toll, toll, toll – aber was sollte denn jetzt das mit dem Flugzeugwechsel? Trump selbst erklärt das Ganze am 8. Juli so: «Um der alten Zeiten Willen» ist die neue Air Force One zuerst zur Mildenhall Air Force Base in England geflogen, um dortigen US-Militärs eine Besichtigung des neuen Flugzeugs zu ermöglichen. «Alle sind so aufgeregt», schreibt der Commander-in-chief.

TruthSocial/@realDonaldTrump
Das ist furchtbar nett vom wohl mächtigsten Mann der Welt! Und so startet also zunächst die neue Air Force One und fliegt nach England und etwas später folgt das alte Exemplar, das Trump «antiquiert» findet.
Dabei wird er von Journalistinnen und Journalisten, die sich wundern: Auf X berichten sie davon, dass sie den Sichtschutz der Kabinenfenster unten lassen sollen.
Weiter heisst es, dass die Medien keinen Zugang zum WLAN der »AF1» bekommen, und schliesslich sei der Kontakt zu «Politico»-Reporterin
Megan Messerl ganz abgebrochen.Das ist sonderbar – und schreit nach einer Nachfrage beim Präsidenten: Warum das mit den Fenstern?
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«Sie sind wohl auf einem gefährlichen Flug, wegen dieser Widerlinge, mit denen wir es zu tun haben», antwortet Trump. Hatte etwa der Iran irgendwas geplant? «Das sind kranke Leute. Ich kann mir also sowas vorstellen.» «Wissen Sie von irgendwelchen glaubwürdigen Drohungen des Iran?», hakt eine Reporterin nach.
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«Ich werde die ganze Zeit bedroht», zuckt Trump mit den Schultern. «Ich stehe ganz oben auf ihrer Liste. Noch vor Ihnen», sagt er der Journalistin. «Aber wenn ich gehe, gehen Sie mit. Sie wollen also vielleicht eines Tages den Beruf wechseln», feixt er, bevor die Fragerunde weitergeht.
Als Trump in Mildenhall landet, hält er trotz seiner Gespräche mit der Presse an seiner alten Geschichte fest: Man habe dem US-Personal «auf Nachfrage der gesamten Basis» die neue Air Force One zeigen können, schreibt er am 9. Juli auf Truth Social. «Sie waren sehr aufgeregt» – schon wieder.

TruthSocial/@realDonaldTrump
Zu diesem Zeitpunkt hat die «New York Times» jedoch schon veröffentlicht, was alle ahnen: Der Präsident hat auf Drängen des Secret Service eingewilligt, wegen iranischer Drohungen die alte Air Force One zu nehmen. Diese verfügt über das System AN/ALQ-204 Matador, das per Infrarot generische Raketen stören kann, sowie Täuschkörper und Düppel, die ebenfalls der Ablenkung von feindlichen Raketen dienen.
Warum sagt das Donald Trump nicht gleich? Was soll der Budenzauber mit den «aufgeregten» Leuten in Mildenhall? Es ist dem 80-Jährigen «peinlich», sagt MS-Now-Journalistin Carol Leonnig: Kein Wunder, denn der Secret Service habe Trump von Anfang an davor gewarnt, dass die neue Air Force One nicht sicher sei. «Deshalb hat er eine Story erfunden.»
«Es ist keine Überraschung, dass er mit dem [neuen] Flugzeug in die Türkei geflogen ist», sagt Journalistin und «Regime Change»-Co-Autorin Maggie Haberman dem Sender MS Now: «Denn er wollte dieses Flugzeug ausdrücklich haben. Andere Anführer auf der Welt haben schönere Flugzeuge, weshalb er sehr frustriert war.»
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Der Vorgänger sei tatsächlich sehr alt, räumt Haberman ein. Doch die Geschichte mit den Truppen in Mildenhall, die unbedingt die neuen «AF1» sehen sollten, sei «schwer zu glauben». Die neue Boeing VC-25B Bridge ist Trump im Mai 2025 von Katar übergeben und für hunderte Millionen überholt worden. Die genaue Summe ist geheim.
1/2During the funeral of Ali Khamenei, a LEGO figure of Donald Trump was burned.A video of the burning figure of the American president circulated on social media. Throughout the mourning ceremony, participants also chanted anti-
— Lewi Whalberg (@anno1540.bsky.social) 10. Juli 2026 um 09:06
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Im Iran haben tatsächlich verschiedene Personen im Rahmen der mehrtägigen Trauerfeiern für Ajatollah Ali Chamenei zum Mord an Donald Trump aufgerufen, der für die Tötung des geistlichen Oberhaupts am 28. Februar verantwortlich ist.
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Der US-Sender CNN berichtet nun, dass Israel das Weisse Haus vor einem konkreten Attentatsversuch gewarnt habe. Trump wiederum zeigt sich am 8. Juli genervt davon, dass Teheran sich eine Waffenruhe während der Beerdigung ausbedungen habe – und er darauf eingegangen ist.
Trump on Iran: "We could kill them ... they were worried we were gonna kill them during the funeral"
— Aaron Rupar (@atrupar.com) 8. Juli 2026 um 15:31
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«Sie wollten eine Auszeit», sagt Trump in Ankara. «Sie wollten auf die Beerdigung von [Chamenei] gehen, und ich sagte: ‹Gewährt sie ihnen.› Und dann schiessen sie Raketen. Es war die verrückteste Sache.» Die Waffenruhe zwischen den beiden Ländern ist seither Geschichte.