ChinaPeking, Teheran und Moskau fordern Ende der Iran-Sanktionen
SDA
14.3.2025 - 09:51
HANDOUT - Auf diesem Foto, das von der offiziellen Website des Büros des iranischen Obersten Führers veröffentlicht wurde, salutiert der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei bei einem Treffen mit einer Gruppe von Luftwaffenoffizieren. Foto: Uncredited/Office of the Iranian Supreme Leader/dpa
Keystone
China, Russland und der Iran fordern in der angespannten Lage um das iranische Atomprogramm ein Ende «aller einseitigen illegalen Sanktionen» gegen Teheran.
Keystone-SDA
14.03.2025, 09:51
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Ausserdem betonten die drei Länder, dass sich «relevante Parteien» bemühen sollten, die Ursachen für die derzeitige Situation zu beseitigen, wie das chinesische Staatsfernsehen nach einem Treffen der Vize-Aussenminister der drei Länder in Peking berichtete.
Peking und Moskau begrüssten dem Bericht zufolge, dass Teheran den friedlichen Charakter seines Atomprogramms beteuere und es ablehne, eine Entwicklung von Atomwaffen anzustreben.
China hofft auf Verhandlungen
Der Gastgeber China hatte vorab erklärt, dass in der gegenwärtigen Lage alle involvierten Seiten Ruhe bewahren und eine Eskalation vermeiden sollten. China hoffe, dass so bald wie möglich Verhandlungen stattfinden könnten, hatte Aussenamtssprecherin Mao Ning gesagt.
Zuletzt hatte sich der Streit um Irans Atomprogramm zugespitzt. Teheran beteuert seit langem, sein Atomprogramm diene nur friedlichen Zwecken – allerdings hat das Land laut der Internationalen Atomenergiebehörde in den vergangenen Monaten die Herstellung von beinahe atomwaffentauglichem Uran stark beschleunigt. Zuletzt gab es auch immer wieder Aussagen von Politikern im Iran vor allem rund um den Konflikt mit Erzfeind Israel, man solle vielleicht doch eine Atomwaffe bauen.
US-Präsident Donald Trump deutete vergangene Woche laut «New York Times» an, dass die nuklearen Fähigkeiten des Irans einen kritischen Punkt erreicht hätten. Er schrieb nach eigenen Angaben einen Brief an den obersten Führer im Iran, Ajatollah Ali Chamenei, in dem er die Wiederaufnahme der Verhandlungen über das rasch fortschreitende Atomprogramm des Landes anbot. Gleichzeitig warnte er, dass das Land sich entscheiden müsse, das Programm einzuschränken oder einen Militärangriff zu riskieren. Um den Druck zu erhöhen, verhängten die USA am Donnerstag weitere Sanktionen, darunter gegen den Ölminister Mohsen Paknedschad.
Gemischte Signale aus Teheran
Chamenei steht Verhandlungen mit den USA bislang ablehnend gegenüber, aus der Regierung des Landes allerdings kamen gemischte Signale. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi etwa sagte am Donnerstag der staatlichen Tageszeitung «Iran», dass sein Land es in Betracht ziehe, indirekte Atomverhandlungen mit der US-Regierung zu führen. Diese seien in einem neutralen Land wie dem Oman denkbar. Der Oman hat in der Vergangenheit bereits mehrfach zwischen den beiden verfeindeten Staaten vermittelt.
Aufgrund der Sanktionen steckt der Iran in einer schweren Finanzkrise. Laut Beobachtern ist eine Wiederaufnahme der Atomverhandlungen und die damit verbundene Hoffnung auf eine Aufhebung der Sanktionen der einzige Ausweg. Irans Regierung setzt demnach im Streit mit dem Westen auch zunehmend auf Russland und China, da die Beziehungen zu bisherigen Vermittlerstaaten in Europa zu angespannt sind.
Washington/Berlin, 14.01.2026: Die USA unter Präsident Donald Trump wollen Grönland. Vor einem Krisentreffen zwischen Vertretern Dänemarks und der USA hält der deutsche Aussenminister Johann Wadephul bei einem Besuch in Washington dagegen.
O-Ton Johann Wadephul, CDU, Aussenminister
«Aber es ist klar, diese Position habe ich vertreten, und ich glaube, die sollte auch, dass Rasmussen weiter vertreten wird er auch weiterhin vertreten, dass die Zukunft Grönlands durch die Grönländer innen und Grönländer entschieden wird. Die Fragen der Souveränität des Staatsgebietes des Königreiches Dänemark wird durch Dänemark entschieden und durch niemanden anders.»
Wadephul bekräftigt seine Einschätzung, dass es keine Hinweise für eine Militäraktion der USA zur Annexion Grönlands gebe. Gleichzeitig warnt er, dass solche Überlegungen dem transatlantischen Zusammenhalt und der Verlässlichkeit schaden.
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