Polen plant im Zuge der Aufstockung seiner Armee die Schaffung einer neuen Kategorie von Militärreservisten, die im Ernstfall in kürzester Zeit mobilisiert werden können. Die neue schnelle Eingreiftruppe der Reserve soll aus ausgebildeten und regelmässig an Übungen teilnehmenden Reservesoldaten bestehen, kündigte Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz einem Bericht der Agentur PAP zufolge in Warschau an.
Keystone-SDA
09.02.2026, 18:09
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Die Massnahme ist demnach Teil der Bemühungen der Regierung, die Grösse der Armee des EU- und Nato-Landes – einschliesslich Reservisten und Mitgliedern des freiwilligen Heimatschutzes – bis 2039 auf 500.000 Mann zu erhöhen. Die Streitkräfte des deutschen Nachbarlandes zählen derzeit etwa 200.000 Soldatinnen und Soldaten. Weil Polen sich durch Russland bedroht fühlt, rüstet es auf.
Kosiniak-Kamysz begründete den Schritt mit demografischen Veränderungen, die in den kommenden Jahren zu einem Rückgang der Rekrutenzahlen führen könnten. Die Mitgliedschaft in der Bereitschaftsreserve soll demnach freiwillig und mit Vergünstigungen wie etwa Übungszulagen verbunden sein. Sie stehe Frauen und Männer offen, die dauerhaft ihren jeweiligen Militäreinheiten zugeteilt würden und mindestens acht Tage pro Jahr trainieren müssten.
Und wieder Ballons aus Belarus
Wie in den Tagen zuvor berichteten die Streitkräfte erneut vom Eindringen ballonartiger Flugobjekt aus Belarus in den polnischen Luftraum. Solche Ballons dienen nach Einschätzung des polnischen Grenzschutzes zum Schmuggel von Zigaretten. Es wird aber angenommen, dass damit auch die Reaktionsfähigkeit der polnischen Sicherheitskräfte getestet werden soll, wie die Zeitung «Rzeczpospolita» berichtete. Demnach seien schon im Jahr 2025 rund 200 solcher Schmuggelversuche registriert worden.
Nach Einschätzung von Kosiniak-Kamysz dienten die Vorfälle mit ballonartigen Objekten vor allem zwei Zwecken: Schmuggel und Provokation. Sie seien Teil einer Operation, die «von belarussischen Sicherheitskräften oder von diesen beauftragten Schmugglern» durchgeführt werde, und des andauernden hybriden Krieges, den die verbündeten Staaten Belarus und Russland gegen Polen führten, sagte der Verteidigungsminister.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
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Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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