Politiker in London gedenken Terror-Opfern

SDA

22.3.2018 - 14:02

Im Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in London vor einem Jahr legt die britische Premierministerin Theresa May vor dem Parlamentsgebäude Blumen nieder.
Source: KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN

Ein Jahr nach Beginn der Serie von Terroranschlägen in Grossbritannien ist am Donnerstag an mehreren Orten der Opfer gedacht worden. So hielten die Parlamentarier in London eine Schweigeminute ab.

An den Anschlagsorten sollte zudem die Botschaft "#LondonUnited" (London vereint) projiziert werden. Premierministerin Theresa May legte vor dem Parlamentsgebäude Blumen nieder, der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan rief zum weiteren Zusammenhalt auf.

Ein Attentäter war am 22. März 2017 mit seinem Auto in Fussgänger auf der Londoner Westminster-Brücke gerast und stach danach einen Polizisten auf dem Gelände des Parlaments nieder. Fünf Menschen starben, 50 wurden verletzt. Sicherheitskräfte erschossen den vorbestraften Täter, der zum Islam konvertiert war.

Das Land wurde danach von vier weiteren Terroranschlägen getroffen, drei davon in London. Ein Attentat wurde in Manchester verübt. Insgesamt starben 36 Menschen und Hunderte Menschen wurden verletzt. Täglich wird in Grossbritannien mindestens eine Person wegen Terrorverdachts festgenommen; viele werden wieder freigelassen.

Der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Tobias Ellwood, sprach in einem BBC-Interview von einem "dunklen Kapitel", das Grossbritannien überstehen müsse. Er forderte mehr Prävention. Der Politiker hatte bei dem Anschlag in Westminster vergeblich versucht, den Polizisten mit Mund-zu-Mund-Beatmung zu retten.

Erst im vergangenen September explodierte in einer Londoner U-Bahn eine Bombe. 30 Menschen wurden verletzt. Ein Mann starb bei einem Angriff auf Moscheebesucher Ende Juni in der Hauptstadt. Acht Menschen kamen im Juni bei einem Angriff auf das Londoner Ausgehviertel Borough Market und die London Bridge ums Leben. Die meisten Opfer gab es beim Bomben-Attentat auf die Konzert-Besucher im Mai in Manchester: 22 Menschen starben, auch Kinder und Jugendliche.

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