MedizinPotenzielle Waffe gegen Antibiotikaresistenzen hat auch Schwächen
ceel, sda
5.3.2025 - 10:16
Antibiotikaresistenzen werden immer mehr zum Problem. (Archivbild)
Keystone
Ein Freiburger Forschungsteam dämpft die Erwartungen zu einem Medikament gegen Antibiotikaresistenzen. Das kürzlich entwickelte Molekül Xeruborbactam könnte bei bestimmten Bakterien gegen Antibiotikaresistenzen helfen, aber nicht bei allen, wie eine neue Studie zeigt.
Keystone-SDA, ceel, sda
05.03.2025, 10:16
SDA
Damit relativiere die Studie frühere, optimistischere Einschätzungen, teilte die Universität Freiburg (Unifr) am Mittwoch mit. Trotzdem wertete die Universität das Molekül als «Etappensieg im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen».
Einige Bakterien produzieren schützende Enzyme, sogenannte Metallo-β-Lactamasen, um sich gegen bestimmte Antibiotika zu schützen. Dadurch werden Antibiotika gegen diese Bakterien unwirksam. Um dieses Problem zu lösen, hat die pharmazeutische Industrie kürzlich das Molekül Xeruborbactam entwickelt, wie die Unifr erklärte. Dieses Molekül blockiert die Wirkung der Schutz-Enzyme und kann so die Wirkung von Antibiotika wiederherstellen.
«Noch nicht am Ziel»
Die Freiburger Forschenden haben nun die Wirksamkeit dieses Moleküls gegen zwei resistente Bakterien untersucht, die in der Schweiz zirkulieren. Escherichia coli, ein Hauptverursacher von Harnwegsinfektionen und Pseudomonas aeruginosa, die Lungenentzündungen hervorrufen können. Die Resultate wurden in der Fachzeitschrift «Antimicrobial Agents and Chemotherapy» veröffentlicht.
Bei den E. coli-Bakterien zeigte das Medikament demnach Wirkung. Gegen das Bakterium Pseudomonas aeruginosa war es den Forschenden zufolge aber deutlich weniger wirksam. «Diese Bakterien verfügen über einen effizienten Verteidigungsmechanismus: eine Art Pumpe, die nicht nur die Antibiotika, sondern auch den neuen Inhibitor aus der Zelle befördert, bevor sie ihre Ziele erreichen können», erklärt Studienleiter Laurent Poirel. Bestimmte Stämme dieses Bakteriums waren entgegen den Erwartungen der Forschenden sogar resistent gegen die Wirkung des neuen Medikaments.
«Wir sind noch nicht am Ziel und die kontinuierliche Suche nach noch wirksameren Molekülen bleibt entscheidend», schloss Poirel.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt