Edelweiss sorgt für UnmutAbzocke vermutet: Preis-Explosion auf Langstreckenflügen
Noemi Hüsser
25.3.2026
Die Airline Edelweiss steht wegen stark gestiegener Preise auf ausgewählten Langstrecken wie den Malediven in der Kritik.
Bild: sda
Ein Business-Class-Ticket von Zürich auf die Malediven für über 10’000 Franken sorgt für Unmut. Während Edelweiss von einer angespannten Marktlage spricht, werfen Branchenvertreter der Airline überhöhte Preise vor.
10’620 Franken für einen Business-Class-Flug von Zürich nach Malé auf den Malediven: Mit diesem Beispiel machte das Portal travelnews.ch kürzlich auf stark gestiegene Preise bei der Fluggesellschaft Edelweiss aufmerksam. Laut Bericht liegen die Tarife mittlerweile deutlich über dem Niveau vor dem Konflikt im Nahen Osten
Für viele in der Branche eine Entwicklung, die jede Verhältnismässigkeit sprengt. Martin Fiedler, Inhaber von Zentrum Reisen in Mels SG, wirft der Edelweiss in einem offenen Brief vor, mit den aktuellen Preisen einen Kipppunkt überschritten zu haben. Was als marktgetriebene Anpassung erscheinen möge, sei in Wahrheit «Abschöpfung» – und stehe in keinem Verhältnis mehr zu Produkt, Markt oder langjähriger Partnerschaft.
Preis laut Edelweiss Folge der Marktsituation
Edelweiss weist die Vorwürfe jedoch zurück. «Wir haben auf der Malediven-Strecke keine strukturellen Preisanpassungen vorgenommen», sagt Patrick Heymann, Chief Commercial Officer der Airline, gegenüber travelnews.ch. Die Preisentwicklung sei vielmehr eine Folge der aktuellen Marktsituation.
Viele Verbindungen über die Drehkreuze in der Golfregion seien weggefallen, wodurch sich das Angebot deutlich verknappt habe. Gleichzeitig sei die Nachfrage gestiegen. «Wenn die Nachfrage zunimmt und gleichzeitig weniger Flüge verfügbar sind, steigen die Preise innerhalb der bestehenden Tarifstruktur automatisch», so Heymann.
Von den Entwicklungen betroffen seien allerdings nur einzelne Strecken. Neben den Malediven zählen dazu auch Destinationen, die üblicherweise über die Golfregion angeflogen werden, etwa die Seychellen oder Mauritius. Andere Langstrecken hingegen seien weiterhin zu moderateren Preisen buchbar.
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