Protest in der Türkei: Wie ein Pokémon zum Politikum wurde
SDA
29.3.2025 - 22:36
dpatopbilder - Ein Mitglied der türkischen Gemeinde in Madrid hält ein Plakat hinter einer riesigen türkischen Flagge, während einer Demonstration an der Puerta del Sol gegen die Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters Imamoglu. Foto: Luis Soto/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa
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Ein gelbes Pokémon als Symbol des Widerstands? In der Türkei hat ein Demonstrant in einem aufblasbaren Kostüm eines Pikachu-Pokémon eine politische Debatte ausgelöst. Auf einem tausendfach im Netz geteilten Video ist zu sehen, wie eine Menschenmenge bei einem Protest gegen die Absetzung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoglu vor der Polizei flüchtet – unter ihnen das ikonische gelbe Fantasiewesen, das Mitte der 90er Jahre in Japan erfunden wurde. Berichten zufolge ist das Video im südtürkischen Antalya entstanden.
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29.03.2025, 22:36
29.03.2025, 22:37
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Regierungsnahe Medien versuchten, das Pikachu-Kostüm als Teil einer gezielten Kampagne der Opposition darzustellen. Im Sender CNN Türk wurde Protestierenden vorgeworfen, das süsse Wesen als Mittel «psychologischer Kriegsführung» einzusetzen. Die Opposition wolle den Protest so sympathischer erscheinen lassen und mehr Menschen auf die Strasse bringen. In einer ausführlichen Diskussion sendete der Kanal sogar eine Liste angeblicher «Eigenschaften» Pikachus – darunter die Fähigkeit, Feinde mit Elektrizität anzugreifen und über Blitze zu kommunizieren.
Viele Protestierende haben sich das Pokémon seither als Symbol angeeignet. Aber auch vonseiten der Demonstrierenden kam Kritik. Nutzer im Internet etwa beklagten, der Protest werde verharmlost und als Spassveranstaltung dargestellt, obwohl es Hunderte Festnahmen und Gewalt gebe.
Die Proteste in der Türkei halten unterdessen weiter an. Seit der Festnahme und Absetzung des Istanbuler Bürgermeisters gehen landesweit Zehntausende Menschen auf die Strasse. Allein in Istanbul waren es am Sonntag Hunderttausende Menschen. Laut Innenministerium wurden bislang fast 2000 Menschen festgenommen, mehrere Hundert kamen in Untersuchungshaft.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
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Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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