PolitikProtestaktion bei Messe mit Papst Franziskus in Kanada
SDA
28.7.2022 - 17:33
Die Kanada-Reise von Papst Franziskus sollte eigentlich eine Annäherung zwischen der Katholischen Kirche und den indigenen Völkern symbolisieren, deren Mitglieder durch Vertreter der Religionsgemeinschaft missbraucht worden sind. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa
Keystone
Zwei Menschen haben zum Beginn eines Gottesdienstes mit Papst Franziskus in Kanada gegen die Lehre der katholischen Kirche protestiert. Nach dem Einzug in die Kirche Sainte Anne de Beaupré nahe Québec am Donnerstagvormittag (Ortszeit) hielten sie ein Plakat vor dem Altar in die Höhe auf dem auf Englisch «Rescind the doctrine» (Schafft die Glaubenslehre ab) stand.
Keystone-SDA
28.07.2022, 17:33
SDA
Die Aktion war nicht geplant. Die Messe, zu der nach offiziellen Schätzungen etwa 2000 Menschen in die Kirche kamen, lief unterdessen weiter. Papst Franziskus sah in Richtung der Protestierenden, die anschliessend aus der Kriche geführt wurden, wie in der TV-Übertragung von «Vatican News» zu sehen war.
Papst Franziskus hält sich seit Sonntag in Kanada auf, um Ureinwohner zu treffen und um Vergebung zu bitten für Missbrauch und Gewalt von Bediensteten an indigenen Kindern in einst von der katholischen Kirche geführten Internaten. Unter den Anwesenden in der Kirche waren viele Ureinwohner. Auch Kanadas Premier Justin Trudeau kam.
Während seiner Predigt forderte Franziskus von den Gläubigen, sich Skandalen zu stellen. «Auch wir, die wir mit dem Skandal des Bösen und dem im Fleisch unserer indigenen Brüder und Schwestern verwundeten Leib Christi konfrontiert werden, haben tiefe Bitterkeit verspürt und die Last des Versagens», sagte das 85 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche. Die Menschen müssten sich dem Gefühl des Scheiterns stellen und sich fragen: Was ist passiert? Auf den Protest ging Franziskus während seiner Predigt nicht weiter ein. Am Nachmittag (Ortszeit) wollte Franziskus noch Kirchenvertreter treffen.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt