PolitikProteste im Iran werden zunehmend gewaltsamer
SDA
4.1.2026 - 13:32
ARCHIV - Demonstration am 29. Dezember 2025 in Teheran. Foto: -/Fars News Agency/AP/dpa/Archivbild
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Die landesweiten Proteste im Iran dauern an und werden nach acht Tagen zunehmend gewaltsamer. Laut Augenzeugen kam es in der Hauptstadt Teheran zu Zusammenstössen zwischen Demonstrierenden auf der einen sowie Polizei- und Sicherheitskräften auf der anderen Seite. Es waren Parolen wie «Tod dem Diktator» zu hören.
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04.01.2026, 13:32
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Die Demonstrierenden nahmen aber auch Bezug auf die jüngsten Ereignisse in Venezuela, wo US-Streitkräfte bei einem Angriff am Samstag den Staatschef Nicolás Maduro gefangen nahmen. «Ihr seid als Nächste dran», skandierten einige Demonstrierende. Mehrere Protestierende seien festgenommen und in Minibussen abtransportiert worden, so die Augenzeugen.
Vor dem ehemaligen Stadttheater im Zentrum Teherans kam es laut Augenzeugenberichten zu dramatischen Szenen. Demonstrierende ignorierten die Aufforderung der Polizei, den Ort unverzüglich zu verlassen. Daraufhin gingen die Beamten mit Schlagstöcken gegen die Menge vor, darunter viele junge Frauen. Einige Teilnehmer der Proteste wurden in Minibusse gezerrt und abtransportiert, andere suchten in nahegelegenen Geschäften Schutz vor Polizei- und Sicherheitskräften.
Menschenrechtsorganisation: Mindestens 17 Tote
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen wurden in den ersten sieben Tagen der Proteste mindestens 17 Menschen getötet. Zudem seien mehr als 500 Personen verhaftet worden. Die Angaben stützen sich auf Berichte in den sozialen Medien sowie auf Aussagen von Menschenrechtsaktivisten im Ausland. Sie können nicht unabhängig verifiziert werden. Die iranische Regierung veröffentlicht keine genauen Informationen.
Auch auf der Plattform X zogen zahlreiche Iraner Parallelen zu den Entwicklungen in Venezuela. Bilder des festgenommenen Maduro wurden dabei durch solche des obersten iranischen Führers Ali Chamenei ersetzt. Nutzer warnten das iranische System, dass ihm ein ähnliches Schicksal drohen könnte. Die iranische Regierung hatte den US-Angriff auf die venezolanische Hauptstadt Caracas scharf verurteilt.
Aus Protesten gegen Wirtschaftspolitik wurden Unruhen
Seit vergangenen Sonntag erschüttern politische Unruhen den Iran. Sie richten sich gegen die islamischen Machthaber des Landes. Zunächst protestierten die Menschen nur in Teheran gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung, doch schon bald entwickelten sich daraus landesweite politische Unruhen.
Neben der massiven Kritik an der gegenwärtigen Führung werden dabei auch Rufe nach einer Rückkehr der Monarchie laut, die durch die islamische Revolution 1979 gestürzt worden war.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften sie.
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Wadephul: Über Grönland entscheiden die Bewohner
Washington/Berlin, 14.01.2026: Die USA unter Präsident Donald Trump wollen Grönland. Vor einem Krisentreffen zwischen Vertretern Dänemarks und der USA hält der deutsche Aussenminister Johann Wadephul bei einem Besuch in Washington dagegen.
O-Ton Johann Wadephul, CDU, Aussenminister
«Aber es ist klar, diese Position habe ich vertreten, und ich glaube, die sollte auch, dass Rasmussen weiter vertreten wird er auch weiterhin vertreten, dass die Zukunft Grönlands durch die Grönländer innen und Grönländer entschieden wird. Die Fragen der Souveränität des Staatsgebietes des Königreiches Dänemark wird durch Dänemark entschieden und durch niemanden anders.»
Wadephul bekräftigt seine Einschätzung, dass es keine Hinweise für eine Militäraktion der USA zur Annexion Grönlands gebe. Gleichzeitig warnt er, dass solche Überlegungen dem transatlantischen Zusammenhalt und der Verlässlichkeit schaden.
15.01.2026
Trump: «Der Iran will verhandeln»
Der Iran will verhandeln: Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. Zwar stellt der US-Präsident auch ein Treffen mit Vertretern des Irans in Aussicht – angesichts dessen, was im Land passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnt Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führt er nicht aus.