Jetzt im LivestreamSo trist ist Putins Rumpf-Parade zum Tag des Sieges
SDA
9.5.2026 - 09:36
Keine Panzer, kaum prominente Gäste: Die diesjährige Siegesparade auf dem Roten Platz zeigt weniger Putins Macht als Russlands Verwundbarkeit im Krieg gegen die Ukraine. Aber sieh selbst im Livestream!
Keystone-SDA
09.05.2026, 09:36
09.05.2026, 14:25
SDA
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Putins Siegesparade in Moskau fiel deutlich kleiner aus als früher. Aus Angst vor ukrainischen Drohnen verzichtete Russland auf Panzer und Raketen, während Selenskyj den Kreml mit einer provokativen Botschaft verspottete.
Internationale Unterstützung blieb weitgehend aus. Neben Lukaschenko reisten nur wenige Staatschefs aus Ex-Sowjetstaaten an, aus der EU war einzig der slowakische Premier Robert Fico in Moskau.
Trump verkündete überraschend eine dreitägige Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine sowie einen geplanten Austausch von 1000 Kriegsgefangenen. Bis Samstagmorgen wurden zunächst keine Verstösse gegen die Feuerpause gemeldet.
An diese Siegesparade wird Putin in Zukunft nicht gerne zurückdenken. Weder traut er sich Panzer und Raketen auf dem Roten Platz auffahren zu lassen, noch kann er sich mit mächtigen Staatsführern an seiner Seite präsentieren.
Angst vor ukrainischen Drohnen – weder Panzer noch Drohnen an der Parade
In Moskau geht die Furcht vor ukrainischen Drohnenattacken um. Russland drohte für diesen Fall mit Gegenangriffen auf das Zentrum von Kiew.
Als provokante Spitze gegen den russischen Machtapparat unterschrieb Selenskyj eine – wie er es nannte – «Erlaubnis» für die Moskauer Parade. Er führte die genauen GPS-Koordinaten des Roten Platzes auf und wies seine Militärs an, dort nicht anzugreifen. Der Kreml verwahrte sich in der Folge gegen diese «dummen Witz».
Offenbar will Putin bei dieser Rumpf-Parade keine mächtigen Staatslenker an seiner Seite. Offiziell heisst es aus Moskau, man habe keine Einladungen verschickt. Vielleicht unterblieben diese, um nicht auch noch Absagen hinnehmen zu müssen.
Die Liste ausländischer Gäste ist kurz. Vertreter international nicht anerkannter Gebilde wie Südossetien und Abchasien wurden mitgezählt. Neben dem stets loyalen Dauergast Alexander Lukaschenko aus Belarus trafen kurz entschlossen noch die Präsidenten von Kasachstan und Usbekistan, Kassym-Schomart Tokajew und Schawkat Mirsijojew, in Moskau ein.
Einziger Gast aus der Europäischen Union ist der slowakische Ministerpräsident Robert Fico. Er wird nicht an der Militärparade teilnehmen, legte aber am Freitag einen Kranz am Grabmal des unbekannten Soldaten an der Kremlmauer nieder. Ficos Besuch in Moskau stösst im eigenen Land wie in der EU auf Kritik.
US-Präsident Donald Trump teilte am Freitag in Washington unerwartet mit, Putin und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hätten seiner Bitte um eine dreitägige Waffenruhe bis zum 11. Mai zugestimmt.
Beide Seiten wollten auch jeweils 1000 Kriegsgefangene austauschen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social – verbunden mit der Botschaft: «Hoffentlich ist dies der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart ausgetragenen Kriegs.» Die Gespräche über ein Ende des Kriegs – «des grössten seit dem Zweiten Weltkrieg» – gingen weiter.
Auf seiner eigenen Plattform hat Präsident Trump den Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine bekannt gemacht.
@realDonaldTrump Screenshot
Für die Feier in Russland, die an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert, galt bereits seit Freitag eine von Moskau einseitig ausgerufene Waffenruhe. Trotzdem griff die russische Armee nach ukrainischer Darstellung weiter so oft an, dass Selenskyj laut eigenen Worten zunächst keinen Anlass sah, die Waffen schweigen zu lassen. Beide Seiten überzogen einander mit Drohnenangriffen.
In recent days, there have been many appeals and signals regarding the setup for tomorrow in Moscow in connection with our Ukrainian long-range sanctions. The principle of symmetry in our actions is well known and has been clearly communicated to the Russian side. An additional…
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 8, 2026
Trumps Waffenruhe begann dann mit Tagesanbruch des Samstags um 0.00 Uhr Ortszeit in Moskau und Kiew (Freitag 23.00 Uhr MESZ). Bis zum Morgen berichtete zunächst keine der beiden Seiten über Verstösse gegen die Feuerpause.
Selenskyj ging nach eigenen Angaben vor allem wegen des Gefangenenaustauschs auf Trumps Bitte ein. «Ein weiteres Argument für die Ukraine bei der Festlegung unserer Position war stets die Lösung eines der wichtigsten humanitären Probleme dieses Kriegs – nämlich die Freilassung von Kriegsgefangenen», schrieb er auf dem Portal X.
Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow bestätigte laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass die Waffenruhe. Die Vereinbarung sei infolge der jüngsten russischen Telefonkontakte mit der US-Führung zustande gekommen, sagte er. «Die US-Vertreter hatten ihrerseits Kontakt nach Kiew.»
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Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
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Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
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