Der für Russlands Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zuständige Kremlgesandte Kirill Dmitrijew hat die hohen Zustimmungswerte der AfD in Mecklenburg-Vorpommern gefeiert.
Keystone-SDA
16.05.2026, 13:04
SDA
«Die AfD ist zur HOFFNUNG für die Deutschen geworden», kommentierte er auf der Plattform X ein von AfD-Chefin Alice Weidel verbreitetes Umfrageergebnis. Laut dieser Erhebung von Infratest dimap liegt die Partei mit 36 Prozent der Stimmen deutlich vor der Konkurrenz.
Dmitrijew ist ein enger Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin. Als dessen Chefunterhändler im Ukraine-Krieg trat er vor allem für eine Verbesserung der Beziehungen zur US-Regierung unter Präsident Donald Trump ein, während er wiederholt scharf gegen Europa und Kiew austeilte.
Für den Parlamentsgeschäftsführer der SPD im Bundestag, Dirk Wiese, zeigt die Verlautbarung aus dem Kreml «deutlich, welch unheilvolle Allianz da zusammen an der Abschaffung der Europäischen Union und unserer Demokratie arbeitet», wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.
«Man sieht: Wer AfD wählt, wacht irgendwann in Putins Russland auf. Dann hat nicht mehr der Bundeskanzler die Richtlinienkompetenz, sondern der Kriegsverbrecher Wladimir Putin. Die AfD ist Putins trojanisches Pferd auf dem Kontinent.»
Es ist nicht das erste Mal, dass Dmitrijew öffentlich für die AfD eintritt. Die Partei sei deutschlandweit die populärste, weil sie «gegen unkontrollierte Immigration, Lügen und Zensur» auftrete, schrieb er im vergangenen Oktober angesichts damaliger Umfrageergebnisse.
Im September wird in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und auch in Berlin gewählt. In den beiden ostdeutschen Flächenländern ist die AfD in Umfragen bei weitem stärkste Kraft, hätte aber nach jetzigem Stand keine Koalitionspartner.
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Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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