Nicht selbstverständlich

Tacheles von der Queen: Elizabeth II. will Charles als Commonwealth-Chef

sda/dpa

19.4.2018

Der britische Thronfolger Prinz Charles soll nach dem Willen seiner Mutter, Königin Elizabeth II., in Zukunft Oberhaupt des Commonwealth werden. Das sagte die Queen bei der Eröffnung des Treffens der Commonwealth-Regierungschefs im Buckingham-Palast in London.

Sie hoffe, der Staatenbund werde Charles eines Tages zu ihrem Nachfolger bestimmen, sagte die Monarchin am Donnerstag. Spekuliert worden war bereits, ob Elizabeth II., die am Samstag 92 Jahre alt wird, das Amt abgeben könne.

Dem erteilte die Queen jedoch eine Absage. «Es ist weiterhin eine grosse Freude und Ehre, Ihnen als Oberhaupt des Commonwealth zu dienen», sagte sie vor den versammelten Regierungschefs. Sie machte aber klar, wer ihr nachfolgen solle: der 69-jährige Thronfolger Charles.

Das ist allerdings keine Selbstverständlichkeit. Commonwealth-Oberhaupt wird man nicht durch Geburt. Die Funktion ist kein Erbtitel. Es war laut ARD sogar spekuliert worden, dass die Mitgliedsstaaten in Zukunft abwechselnd den Vorsitz übernehmen. Nach der konkreten Bitte der Queen gilt es als unwahrscheinlich, dass man ihr diesen Wunsch verwehrt.

Dem Commonwealth gehören 53 Länder an, darunter viele ehemalige britische Kolonien, zum Beispiel Kanada, Indien und Australien, aber auch kleine Inselstaaten wie Tuvalu. Insgesamt vereint das Bündnis 2,4 Milliarden Menschen.

Die Ziele der 1949 gegründeten Organisation sind gegenseitige Hilfe und Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Gebieten. Umweltschutz soll dabei eine wichtige Rolle spielen. Die britische Regierung hofft aber auch auf verstärkten Handel mit Commonwealth-Ländern nach dem EU-Austritt des Landes.

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