PolitikRechtsliberaler scheitert mit Regierungsbildung in Dänemark
SDA
22.5.2026 - 19:28
ARCHIV – Die Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten in Dänemark, Mette Frederiksen und Troels Lund Poulsen, nehmen an einer Fernsehdebatte teil. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/dpa/Archivbild
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Fast zwei Monate nach der Parlamentswahl in Dänemark ist erneut ein Versuch der Regierungsbildung gescheitert. Er wolle König Frederik X. noch am Abend mitteilen, dass er keine Regierung bilden könne, sagte der Rechtsliberale Troels Lund Poulsen bei einer Pressekonferenz.
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22.05.2026, 19:28
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Damit kommt es voraussichtlich zu einer neuen sogenannten Königsrunde. Dabei werden die Parlamentsparteien beim dänischen Monarchen vorstellig und geben bekannt, für wen sie sich als Leiter der Regierungsverhandlungen aussprechen. Wer die grösste Unterstützung hinter sich vereint, darf versuchen, eine Regierung zu bilden.
Auch Mette Frederiksen glückte die Regierungsbildung nicht
Zunächst hatte nach der Parlamentswahl Ende März die geschäftsführende Ministerpräsidentin Mette Frederiksen das Mandat für die Verhandlungen über die Bildung einer neuen Regierung bekommen. Nach wochenlangen Gesprächen hatte die Sozialdemokratin aber keinen Erfolg vermelden können.
Nun endete auch die Koalitionssuche ihres Konkurrenten ergebnislos. Deshalb könnte nach der Königsrunde erneut Frederiksen am Ruder sein. Ihre Sozialdemokraten waren aus der Wahl als stärkste Partei hervorgegangen. Keines der beiden klassischen politischen Lager in Dänemark – weder das links-grüne noch das bürgerlich-konservative – hatte die Wahl aber eindeutig für sich entschieden.
Eine Schlüsselrolle kommt deshalb dem früheren dänischen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen zu, der vor einigen Jahren eine neue Partei der politischen Mitte – Moderaterne – gegründet hatte. Um regieren zu können, reicht es in Dänemark, keine Mehrheit gegen sich zu haben.
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Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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