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Geert Wilders lässt Koalition platzen – Niederlande vor Neuwahlen
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Ausstieg verkündet

Geert Wilders lässt Koalition platzen – Niederlande vor Neuwahlen

Peter Dejong/AP/dpa

Die Niederlande brauchen eine neue Regierung. Rechtspopulist Geert Wilders ist ausgestiegen.

Keystone-SDA
Petar Marjanović

Keystone-SDA, Petar Marjanović

03.06.2025, 09:34•03.06.2025, 10:28

Die Regierungskoalition in den Niederlanden ist im Streit um die Migrationspolitik zerbrochen. Der Populist Geert Wilders erklärte den Rückzug seiner radikal-rechten Partei aus der Vier-Parteien-Koalition, an der diese als stärkste Kraft beteiligt war.

«Keine Unterschrift für unsere Asylpläne, keine Anpassung des Koalitionsvertrags. Die PVV verlässt die Koalition», schrieb Wilders nach gescheiterten Beratungen mit den drei anderen Parteien auf X. Wie es weitergeht, ist unklar. Wahrscheinlich gibt es Neuwahlen.

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Wie NOS.nl berichtet, sorgte der Schritt in Den Haag für einen politischen Schock. Dilan Yesilgöz, Chefin der konservativen VVD, warf Wilders vor, sein Ego über das Landesinteresse zu stellen: «Er entscheidet sich für sein eigenes Ego und seine eigenen Interessen. Ich bin fassungslos. Er wirft die Chance auf eine rechte Politik weg. Das ist unverantwortlich.»

Wilders will syrische Flüchtlinge zurückschicken

Erst am Sonntag hatte Wilders erneut gedroht, die Regierungskoalition platzen zu lassen, wenn seine Forderungen nach einem harten Kurs in der Asylpolitik nicht erfüllt werden. Millionen von Niederländern erwarteten die Umsetzung eines entsprechenden Zehn-Punkte-Plans seiner Partei - andernfalls werde die PVV aus der Koalition austreten. Die Drohung platzierte Wilders kurz vor Beratungen der Koalition am Montagabend.

Die PVV, seit der jüngsten Wahl stärkste Kraft im Parlament, fordert die Schliessung der Grenzen für alle Asylbewerber. Notfalls müsse die Armee eingesetzt werden, um die Grenzen zu kontrollieren, hatte Wilders bei der Vorstellung des Plans vor einer Woche erklärt.

Zehntausende syrische Flüchtlinge sollten zurück in ihre Heimat geschickt und Asylzentren sollten geschlossen werden. Zudem fordert Wilders ein Ende des Familiennachzugs für anerkannte Flüchtlinge und die Ausweisung von straffälligen Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit, wobei ihnen dann die niederländische aberkannt werden müsse.

Koalition von Beginn an instabil

Bei der Wahl im November 2023 war die radikal-rechte Partei für die Freiheit (PVV) des Islamgegners Wilders, überraschend stärkste Kraft geworden. Die PVV zog auch erstmals in die Regierung ein. Ebenfalls zur Koalition gehörte die rechtsliberale VVD, die Zentrumspartei NSC sowie die rechtspopulistische Bauernpartei BBB. Geleitet wurde die Regierung vom parteilosen Ministerpräsidenten Dick Schoof.

Die Vier-Parteien-Koalition war von Anfang an instabil. Die Zentrumspartei NSC hatte starke Zweifel, ob sich der Regierungspartner PVV an die Verfassung halten würde. Zuletzt hatten die Koalitionsparteien NSC und VVD Kritik an der PVV-Ministerin für Asyl, Marjolein Faber, geäussert, der sie Inkompetenz vorwarfen.

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