Elf Kinder an Muttenzer Schule mit Corona infiziert +++ Österreich lockert am 19. Mai  

Agenturen/red

23.4.2021

Agenturen/red

23.4.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Freitag 2113 Coronavirus-Ansteckungen bei 31'186 Tests innerhalb eines Tages gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von 6,8 Prozent. Sieben Personen sind an den Folgen von Covid-19 gestorben, 80 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden.

Vom 15. April bis 21. April sind in der Schweiz 317'953 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte. Damit wurde die 300'000-er Marke erstmals durchbrochen.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 45'422 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 18 Prozent. Insgesamt wurden bis Mittwoch 2'284'438 Impfungen durchgeführt.

Notbremse in Deutschland – Österreich beendet Lockdown

Ab Samstag gilt die Corona-Notbremse für ganz Deutschland: Das neue Infektionsschutzgesetz sieht Kontaktbeschränkungen, Geschäftsschliessungen und eine nächtliche Ausgangssperre vor. Zwischen 22.00 und 05.00 Uhr morgens darf die eigene Wohnung nur in Ausnahmefällen verlasen werden, etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen. Auch das Reisen ist nicht erlaubt - ausser zwischen Kreisen, die eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen auf 100’000 Einwohner in sieben Tagen aufweisen.

In unserem Nachbarland Österreich dürfen ab 19. Mai praktisch alle mit dem Corona-Lockdown geschlossenen Branchen einen Neustart wagen. Das kündigt Kanzler Sebastian Kurz an. Zentrale Säule des Schritts ist ein umfassendes Schutzkonzept, bei dem Zutrittstest für Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur im Mittelpunk stehen.

Indien bricht alle weltweiten Infektionsrekorde

Nirgendwo verbreitet sich Corona derzeit so schnell wie in Indien, das Land liegt mit dem täglichen Anstieg der Fälle global an der Spitze. Das bedeutet enorme Belastungen für das Gesundheitssystem: Es stürzt immer tiefer in eine tödliche Krise. Und dass Indien so gross ist, fast 1,4 Milliarden Einwohner hat, die zweithöchste Bevölkerungszahl eines Landes weltweit, macht den Kampf gegen Covid-19 zu einer wirklich ausserordentlichen Herausforderung – zum Beispiel jetzt beim Impfen. Es gibt etwa 2,7 Millionen Impfungen am Tag, aber immer noch haben weniger als zehn Prozent der Bevölkerung ihre erste Dosis erhalten.

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Ab Samstag gilt in Deutschland die Corona-Notbremse. Das neue Infektionsschutzgesetz sieht Kontaktbeschränkungen, Geschäftsschliessungen und eine nächtliche Ausgangssperre vor.
  • Das BAG meldet 2113 Neuinfektionen bei 31'186 Tests. Das entspricht einer Positivitätsrate von 6,8 Prozent. Sieben Personen sind an Covid-19 gestorben, 80 wurden hospitalisiert. 
  • Bislang sind in der Schweiz 2'284'438 Impfdosen verabreicht worden. 843'459 Personen, beziehungsweise 9,7 Prozent der Bevölkerung, sind vollständig geimpft. 
  • Indien hat mit 332'730 Corona-Fällen  innert 24 Stunden erneut einen weltweiten Höchstwert an Neuinfektionen erreicht. 
  • Japan hat wegen steigender Corona-Infektionen zum dritten Mal den Notstand für die Olympia-Stadt Tokio erklärt.
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  • 21.23 Uhr
    In Deutschland gilt ab Samstag die Corona-Notbremse

    Ab Samstag gilt die Corona-Notbremse für ganz Deutschland: Das neue Infektionsschutzgesetz sieht Kontaktbeschränkungen, Geschäftsschliessungen und eine nächtliche Ausgangssperre vor. Zwischen 22.00 und 05.00 Uhr morgens darf die eigene Wohnung nur in Ausnahmefällen verlasen werden, etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen. Auch das Reisen ist nicht erlaubt - ausser zwischen Kreisen, die eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen auf 100’000 Einwohner in sieben Tagen aufweisen.

    Dieser Inzidenzwert ist die Grenze für die meisten Massnahmen der Notbremse. Schulen müssen aber erst ab einer Inzidenz von 165 schliessen. Insbesondere die nächtliche Ausgangssperre ist umstritten, beim Bundesverfassungsgericht sind bereits Klagen gegen das Gesetz anhängig. Mit der Neuregelung hat der Bund erstmals in der Corona-Pandemie Zuständigkeiten an sich gezogen, die bislang bei den Ländern lagen.

  • 20.47 Uhr
    Griechische Polizei kontrolliert Osterreiseverbot

    Die griechische Polizei kontrolliert im Grossraum Athen rund um die Uhr das zum orthodoxen Osterfest am 2. Mai verhängte Reiseverbot. An den Ausfallstrassen und Autobahnen seien Kontrollstrellen errichtet worden, an denen Autoreisende einen nach den Corona-Pandemie-Regeln wichtigen Anlass für ihre Fahrt nachweisen müssen, sagte der Chef der Autobahnpolizei im Grossraum Athen, Giorgos Yiaseranis, bei einer Pressekonferenz auf einer Mautstation bei Athen. «Autos werden kontrolliert und Leute ohne ordentliche Dokumentation werden nach Athen zurückgeschickt.»

    Vor einem Jahr waren die Kirchen zum orthodoxen Osterfest wegen der Corona-Lage geschlossen, in diesem Jahr dürfen unter Auflagen Gottesdienste stattfinden. Zu Ostern kommen in Griechenland traditionell ganze Familien zusammen, was in normalen Jahren einen regen Reiseverkehr mit sich bringt.

  • 19.48 Uhr
    Putin schenkt den Russen kurzfristig vier zusätzliche Feiertage

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat wegen der Coronaseuche für Anfang Mai kurzfristig vier zusätzliche Feiertage angekündigt. «Gut, so machen wir es», sagte Putin am Freitag zu einem entsprechenden Vorschlag der obersten Amtsärztin Anna Popowa.

    Popowa hatte ihr Anliegen mit der Pandemiebekämpfung begründet: Da sich sowohl das erste als auch das zweite Maiwochenende wegen regulärer Feiertage über drei Tage strecken, würden viele Russen zum Entspannen auf ihre Datschen fahren. Müssten sie zwischen dem 4. und dem 7. Mai wegen der Arbeit erst ab- und dann wieder anreisen, würde das viele Ortswechsel bedeuten – in Coronazeiten ein Risiko.

    Zuletzt wurden in Russland mehr als 8800 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Anzahl der Toten stieg laut offizieller Corona-Statistik um fast 400 auf rund 107’500. Laut Statistikamt ist die Zahl der Corona-Toten allerdings deutlich höher. Popowa berichtete zudem, dass die Verbreitung von Virus-Mutanten auch in Russland mittlerweile «ziemlich gross» sei.

    Mehr Feiertage für Russland - das verkündete Präsident Wladimir Putin. Die Maßnahme ist Teil der russischen Strategie zur Eindämmung des Coronavirus.
    Bild: Keystone
  • 18.51 Uhr
    Elf Kinder an Muttenzer Schule mit Corona infiziert

    An einer Primarschule in Muttenz BL ist es zu einer Häufung von Ansteckungen mit dem Coronavirus gekommen. Aus diesem Grund werden am Wochenende umfangreiche Tests durchgeführt.

    Elf Schülerinnen und Schüler der Primarschule Donnerbaum seien positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Kanton Basel-Landschaft am Freitag mit. Diese befänden sich nun in Isolation. Sieben der positiv getesteten Schülerinnen und Schüler gehörten derselben Klasse an, die restlichen Kinder dieser Schule seien in Quarantäne und würden nun im Fernunterricht unterrichtet.

    Aufgrund dieser Häufung werden gemäss Mitteilung nun sämtliche Schülerinnen und Schüler, die im selben Haushalt lebenden Familienangehörigen sowie die Lehrpersonen zum Test aufgeboten. Dasselbe gelte für die Kindergärten Donnerbaum und Alemannenweg.

    In Muttenz BL ist es an einer Primarschule zu einer Häufung von Ansteckungen mit dem Coronavirus gekommen. Am Wochenende werden umfangreiche Tests durchgeführt. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 18.29 Uhr
    Slowakei erlaubt ab Montag wieder Gastronomie im Freien

    Angesichts rasch sinkender Corona-Neuinfektionen haben die slowakischen Gesundheitsbehörden weitere Lockerungsschritte angekündigt. Seit Montag durften schon die meisten Einzelhandelsgeschäfte nach vier Monaten Lockdown wieder öffnen, ab diesem Montag folgen zaghafte Erleichterungen für Fitnessstudios und Teile der Gastronomie, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

    Allerdings haben die Betriebe so strenge Bedingungen zu erfüllen, dass sich für viele von ihnen die Öffnung wohl noch nicht sofort lohnen wird. Gastronomiebetriebe müssen weiterhin ihre Innenräume geschlossen halten und dürfen nur Terrassen und Gastgärten im Freien öffnen. Zusätzlich sind strenge Hygienemassnahmen und Abstandsregeln einzuhalten. Bisher war ihnen nur der Verkauf von Speisen und Getränken zum Mitnehmen erlaubt.

  • 18.12 Uhr
    Britische Musik- und Event-Branche hofft auf Neustart mit Impf-Pässen

    Die britische Regierung hat für die Einführung von Corona-Impfzertifikaten Rückenwind aus der Konzert- und Event-Branche bekommen. Mehr als 50 große Häuser und Veranstalter sprachen sich für solche Nachweise aus, wie die Nachrichtenagentur PA am Freitag berichtete. Dazu gehören etwa die O2-Arena in London, die Royal Albert Hall sowie die British Athletics. Die Regierung will im Laufe der kommenden Monate digitale Impfpässe nach israelischem Vorbild einführen, mit denen man seine Corona-Impfung, einen negativen Test oder eine überstandene Infektion nachweisen können soll. Diese sollen Grossveranstaltungen wieder ermöglichen sowie internationales Reisen erleichtern.

    Die britische Events Industriy Alliance, in der sich die Organisationen zusammengeschlossen haben, begrüsste die Pläne als «pragmatische Lösung, die Veranstaltungen mit profitabler Auslastung ermöglichen würde und Gästen weiteres Vertrauen geben könnte, dass Veranstaltungen sicher sind». Allerdings betonte der Verbund, die Zertifikate müssten schnell eingeführt werden und zeitlich befristet angelegt sein. Nach dem aktuellen Fahrplan aus dem Lockdown sollen erste kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte ab Mitte Mai wieder stattfinden dürfen. Allerdings soll zunächst nur eine sehr begrenzte Zahl an Teilnehmern erlaubt sein.

  • 17 Uhr
    Nun beginnen auch Tessiner Firmen mit Massentests

    Als einer der letzten Kantone beginnt das Tessin ab nächster Wochen mit Massentests in den Betrieben. Die Kantonsregierung hat das ein Konzept verabschiedet, das je nach Ansteckungspotenzial in den Betrieben verschiedene Vergütungsklassen vorsieht.

    Wie Gesundheitsdirektor Paolo Bianchi vor den Medien erklärte, gibt es drei Kategorien von Betrieben: solche mit hohem Risiko, mit erhöhtem Risiko und mit geringem Risiko. Entsprechend unterschiedlich sind die Beträge, die der Kanton respektive der Bund den Firmen für die Tests vergütet. Der entsprechende Rahmen für Schnelltests liegt zwischen 8 und 34 Franken.

    Die Evaluation des Risikos und Wahl der Testform obliegt den Betrieben selber. Die entsprechenden Dokumente finden diese ab kommenden Montag auf der Webseite des Kantons.

  • 15.50 Uhr
    Österreich öffnet am 19. Mai

    In unserem Nachbarland Österreich dürfen ab 19. Mai praktisch alle mit dem Corona-Lockdown geschlossenen Branchen einen Neustart wagen. Das kündigt Kanzler Sebastian Kurz an. Zentrale Säule des Schritts ist ein umfassendes Schutzkonzept, bei dem Zutrittstest für Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur im Mittelpunk stehen.

    «Diese Öffnungsschritte erfolgen mit strengen Sicherheitskonzepten, aber sie erfolgen», sagt Kurz in Wien. Er hoffe darauf, dass weitere Erleichterungen zum Beispiel für die Nachtgastronomie, für Hochzeitsfeiern und für Vereinsfeste ab 1. Juli folgen könnten.

    Er sei angesichts dieser Pläne mit einer wieder steigenden Anzahl Corona-Infektionen zu rechnen, sagte Kurz. Es sei aber davon auszugehen, dass dank der Impfungen die Situation beherrschbar bleibe. «Da liegt schon eine gewisse Vorfreude in der Luft», sagte Vize-Kanzler Werner Kogler. Es sei der Regierung wichtig, eine positive Perspektive zu geben und für Planbarkeit zu sorgen.

    ABD0091_20210423 - WIEN - ÖSTERREICH: Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag, 23. April 2021, anl. einer Pressekonferenz nach Verhandlungen der Öffnungskommission über Öffnungen im Mai im Weltmuseum in Wien. - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER
    Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündet die Botschaft an einer Medienkonferenz: Am 19. Mai endet der Lockdown in dem Land
    Bild: Keystone/APA/Helmut Fohringer
  • 15.35 Uhr
    Piemont möchte Schweizer Astrazeneca-Impfdosen

    Das Bundesamt für Gesundheit steht mit dem Tessin in Kontakt wegen einer Anfrage aus dem Piemont, welches Interesse an allenfalls überflüssigen Dosen des Impfstoffes von Astrazeneca bekundet. Dieser ist in der Schweiz noch nicht zugelassen.

    Sollte das Zulassungsgesuch abgelehnt werden, würde das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Überlegungen anstellen, wie mit den reservierten Dosen dieses Impfstoffs verfahren werden soll. Dies teilt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

    Überzählige Dosen könnten jedoch nur vom Bund in Absprache mit dem Impfstoff-Hersteller weitergegeben werden. Ein Verkauf oder Weitergabe von Impfstoffdosen durch einen Kanton ins Ausland ist nicht zulässig. Dies sei vertraglich geregelt.

    Für die Zulassung des Impfstoffes fehlen gemäss Swissmedic noch notwendige Studien. Die Schweiz erwartet bis zu 5,3 Millionen Dosen davon. International für Schlagzeilen hatte der Impfstoff in den letzten Wochen gesorgt, als in seltenen Fällen Hirnvenen-Thrombosen bei Geimpften aufgetreten waren.

  • 15.20 Uhr
    55'000 Personen fordern Untersuchung der Massnahmen

    Über 55'000 Menschen in der Schweiz fordern eine unabhängige ausserparlamentarische Untersuchung über die Verhältnismässigkeit der Massnahmen des Bundes gegen das Coronavirus. Die entsprechende Petition der Bewegung «Frühling2020» wurde dem Parlament übergeben.

    Gemäss der von insgesamt 55'557 Personen unterzeichneten Petition soll die unabhängige externe Untersuchungskommission insbesondere prüfen, ob die Einschränkungen der Grundrechte verhältnismässig waren und mit der Bundesverfassung vereinbar sind. Insgesamt umfasst die am Donnerstag deponierte Petition zehn Forderungen zu medizinischen, rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen und ethischen Aspekten der Covid-19-Entscheide.

    Die Bewegung wolle keine politische Abrechnung, sondern mehr Transparenz und Gerechtigkeit, betonte Initiantin und Komitee-Mitglied Ursula Spring am Freitag an einer Online-Medienkonferenz. Das Ausmass der Entscheide des Bundesrates in finanzieller, sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Hinsicht habe eine «faire Untersuchung» verdient.

  • 14.58 Uhr
    Erste Impfdosis verringert Infektionsrisiko um 65 Prozent

    Schon die erste Impfdosis reduziert das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus um etwa zwei Drittel. Das geht aus einer grossangelegten Studie der Universität Oxford in Kooperation mit der britischen Statistikbehörde ONS und dem Gesundheitsministerium des Landes hervor. Unabhängig vom Impfstoff - Biontech/Pfizer oder Astrazeneca – sank das Risiko für eine Coronavirus-Infektion drei Wochen nach der Impfung demnach um 65 Prozent, wie die Universität am Freitag mitteilte.

    Die Zahl symptomatischer Infektionen, also Covid-19-Erkrankungen, ging demnach sogar um 72 Prozent zurück. Für die noch nicht in einem Fachblatt veröffentlichte Studie wurden die Testergebnisse von rund 370'000 Menschen aus der Zeit zwischen dem 1. Dezember und dem 3. April berücksichtigt. Beide Impfstoffe erwiesen sich dabei als genauso effektiv gegen die britische Variante B.1.1.7 wie gegen den ursprünglich kursierenden Typ. Auch abhängig von Alter oder Gesundheitszustand der Menschen veränderte sich die Wirksamkeit der Impfstoffe nicht.

    Dans la salle de preparation le staff medical prepare des doses de vaccins Moderna pour la vaccination des personnes contre le coronavirus COVID-19, lors du premier jour d'ouverture du Centre de vaccination de Palexpo, ce lundi 19 avril 2021 a Geneve. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
    Vorbereitung von Corona-Impfungen am 19. April im Impfzentrum im Palexpo in Genf. 
    Bild: Keystone
  • 13.43 Uhr
    Erstmals über 300'000 Impfungen in einer Woche

    Vom 15. April bis 21. April sind in der Schweiz 317'953 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte. Damit wurde die 300'000-er Marke erstmals durchbrochen.

    Pro Tag wurden damit durchschnittlich 45'422 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 18 Prozent. Insgesamt wurden bis Mittwoch 2'284'438 Impfungen durchgeführt.

    Bislang sind 843'459 Personen vollständig geimpft, das heisst 9,7 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 597'520 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt. Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 399'187 Impfdosen. Zudem sind noch 94'375 Impfdosen beim Bund gelagert.

  • 13.30 uhr
    BAG meldet 2113 neue Fälle und sieben Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Freitag 2113 Coronavirus-Ansteckungen bei 31'186 Tests innerhalb eines Tages gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von 6,8 Prozent. Sieben Personen sind an den Folgen von Covid-19 gestorben, 80 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden.

  • 12.56 Uhr
    Japan verhängt erneut Notstand über Tokio

    Japan hat wegen steigender Corona-Infektionen zum dritten Mal den Notstand für die Olympia-Stadt Tokio erklärt. Ministerpräsident Yoshihide Suga gab die Entscheidung wie erwartet am Freitag bekannt, drei Monate vor den geplanten Olympischen Spielen. Ausser Tokio ordnete Suga den von Sonntag bis zum 11. Mai geltenden Notstand auch für Osaka sowie Kyoto und die Präfektur Hyogo an. In diesen Zeitraum fällt die sogenannte «Goldene Woche», eine Aneinanderreihung nationaler Feiertage, in der normalerweise Millionen Japaner auf Reisen gehen. «Wir müssen gezielt Massnahmen ergreifen, während viele Menschen während der Goldenen Woche in der Pause sind, um das Virus unter Kontrolle zu bringen», sagte Suga.

    Dazu gehört die Aufforderung an Restaurants, bereits um 20.00 Uhr zu schliessen. Jene Einrichtungen wie Bars, die Alkohol ausschenken oder Karaoke-Unterhaltung anbieten, sollen vorübergehend ganz schliessen. Auch grössere Kaufhäuser und Shopping-Zentren sollen in der Zeit zu bleiben. Ein harter Lockdown ist der Notstand zwar nicht. Besucher von Grossveranstaltungen sollen jedoch ausgeschlossen werden. Bahn- und Busbetreiber sollen zudem gebeten werden, ihre Dienste am Abend früher einzustellen und den Betrieb und Wochenenden und Feiertagen einzuschränken. Von dem erneuten Notstand ist rund ein Viertel der 126 Millionen Einwohner und ein Drittel der Wirtschaft betroffen.

    People wearing protective masks to help curb the spread of the coronavirus walk along a pedestrian crossing Wednesday, April 21, 2021, in Tokyo. The Japanese capital confirmed more than 840 new coronavirus cases on Wednesday. (AP Photo/Eugene Hoshiko)
    Fussgänger am 21. April 2021 in Tokio: Japan verhängt erneut den Notstand über die Olympia-Stadt.   
    Bild: Keystone
  • 12.30 Uhr
    Uri verlängert Massnahmen wegen steigender Fallzahlen

    Im Kanton Uri sind die Coronafallzahlen im Vergleich zur Vorwoche erneut angestiegen, auf 298 aktive Fälle. Zehn Infizierte liegen im Spital. Der Regierungsrat hat daher beschlossen, die kantonalen Massnahmen bis Ende Mai zu verlängern, wie er am Freitag mitteilte.

    Es handelt sich dabei um die Maskenpflicht und die flächendeckenden Tests an der Oberstufe, die Begrenzung für Teilnehmerinnen und Teilnehmer an politischen Manifestationen auf 300 Personen und das Ausbruchsmanagement an der Primarschule. Wenn die Fallzahlen nicht sinken würden und damit eine Überlastung des Spitals drohe, müsse die Regierung weitere Massnahmen beschliessen.

    Von den zehn hospitalisierten Covid-Patienten lägen derzeit zwei intubiert auf der Intensivstation. Der Kanton Uri teste im Vergleich zu anderen Kantonen überdurchschnittlich intensiv, heisst es in der Mitteilung. So sei die Zahl der Urner Betriebe, deren Angestellten sich wöchentlich einem Selbsttest unterziehen, auf 85 angestiegen.

    Das Kantonsspital Uri in Altdorf anlaesslich des Impfstarts im Kanton Uri mit dem Corona Impfstoff von Pfizer Biontech, m Montag, 4. Januar 2021. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
    Das Kantonsspital Uri in Altdorf: Der Kanton Uri hat wegen steigender Fallzahlen die Massnahmen verlängert. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 11.47 Uhr
    Überfüllte Friedhöfe in Rom 

    In Italiens Hauptstadt Rom ist die Diskussion um überfüllte Friedhöfe wegen der Corona-Pandemie wieder aufgeflammt und hat die Bürgermeisterin in die Bredouille gebracht. Der Abgeordnete Andrea Romano von den Sozialdemokraten hatte sich öffentlich darüber beschwert, dass er seit zwei Monaten seinen toten Sohn nicht beerdigen könne. Das Unternehmen Ama, das in Rom für die Friedhöfe zuständig ist, habe auf seine erneute Anfrage hin gesagt, es könne keinen Bestattungstermin nennen, sagte Romano im Interview der Zeitung «Corriere della Sera» am Freitag. Ama rede sich mit der Corona-Krise raus, erklärte er weiter.

    Romano warf der Bürgermeisterin Virginia Raggi von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung vor, sich zu weigern, die Lage auf den Friedhöfen zu erklären. Einen Tag zuvor hatte er seinen Fall auf Twitter öffentlich gemacht und von einer «Schande» gesprochen. Raggi sagte am Donnerstagabend, das, was der Familie Romano und anderen Familien widerfahren sei, sei «unentschuldbar». Ama habe ihr zugesichert, an einer Lösung zu arbeiten, um den Bürgern in diesem Moment des Corona-Notfalls Antworten zu geben.

  • 10.58 Uhr
    Acht Blutgerinnsel pro Million geimpfter Briten

    Die Zahl der nach Astrazeneca-Impfungen aufgetretenen schweren Fälle von seltenen Blutgerinnseln liegt in Grossbritannien neuesten Daten zufolge bei rund acht (7,9) Fällen pro Million Geimpfter. Das teilte die britische Arzneimittelbehörde MHRA in dieser Woche mit. Damit nähern sich die Erfahrungen in Grossbritannien denen in anderen Ländern. Die Behörde sieht jedoch weiterhin keinen Beweis für einen Zusammenhang mit dem Impfstoff und den Blutgerinnseln erbracht. Ihre Empfehlung änderte sie nicht. Der Nutzen einer Impfung mit Astrazeneca übersteige für die meisten Menschen weiterhin die Risiken, hiess es.

    Demnach wurden im Vereinigten Königreich bis Mitte April 168 Fälle von schweren Blutgerinnseln mit dem gleichzeitigen Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) nach einer Astrazeneca-Impfung registriert. In der Folge kam es zu 32 Todesfällen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden nach Angaben der Behörde bereits 21,2 Millionen Menschen erstmalig mit dem Präparat geimpft. Daraus ergibt sich die Zahl von 7,9 Fällen pro Million Geimpfter.

    In 77 Fällen handelte es sich um sogenannte Sinusvenenthrombosen – Blutgerinnsel im Gehirn – das durchschnittliche Alter der Betroffenen war 47 Jahre. Bei 91 Fällen, die von anderen Blutgerinnseln betroffen waren, lag der Altersdurchschnitt bei 55 Jahren.

    FILE - In this Monday, March 22, 2021 file photo, a member of the the medical staff prepares a syringe with the AstraZeneca coronavirus vaccine, during preparations at the vaccine center in Ebersberg near Munich, Germany. German officials have decided to limit the use of AstraZenecaâÄ™s coronavirus vaccine in people under 60 after more unusual blood clots were reported in a small number of people who received the shots. Earlier this month, more than a dozen countries, including Germany, suspended their use of AstraZeneca over the blood clot issue. (AP Photo/Matthias Schrader, FIle)
    Vorbereitung einer Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 10.12 Uhr
    In indischen Spitälern wir der Sauerstoff knapp

    Die nach oben schnellende Zahl der Neuinfektionen treibt das indische Gesundheitssystem an die Belastungsgrenze. Viele Spitäler flehten die Regierung im Internet an, ihre Sauerstoffvorräte wieder aufzufüllen, sonst könnten sie keine neuen Patienten mehr aufnehmen. Das Max-Spital in Neu Delhi twitterte, es habe nur noch Vorräte für eine Stunde und warte auf Nachschub.

    Die Nachrichtenagentur PTI meldete, im Sir-Ganga-Ram-Spital in in der Hauptstadt seien binnen 24 Stunden 25 an Covid-19 Erkrankte gestorben. Ursache könne sehr wohl geringer Sauerstoffdruck gewesen sein, sagte ein Mitarbeiter demnach. Krankenhaussprecher Ajoy Sehgal wollte sich nicht dazu äussern, ob die Patienten gestorben sind, weil es an Sauerstoff fehlte. Ein Tankwagen mit Sauerstoff sei eingetroffen, was die Lage erst einmal entspanne, sagte er.

    Das Oberste Gericht hat die indische Bundesregierung aufgefordert, einen Nationalplan aufzustellen, wie Corona-Patienten mit Sauerstoff und lebenswichtigen Medikamenten versorgt werden sollen. Eisenbahnminister Piyush Goyal sagte, die Regierung habe Express-Züge mit Sauerstoff organisiert, die Spitäler versorgen sollten

    Health workers attend to a patient at the Jumbo COVID-19 hospital in Mumbai, India, Thursday, April 22, 2021. New infections are rising faster in India than any other place in the world, stunning authorities and capsizing its fragile health system. (AP Photo/Rafiq Maqbool)
    Pflegepersonal verabreicht in Mumbai einer Covid-Patientin am 22. April Sauerstoff. 
    Bild: Keystone
  • 10.01 Uhr
    100'000 Personen im Kanton Bern vollständig geimpft

    Im Kanton Bern haben bis am Freitag 99'994 Personen ihre beiden Corona-Impfdosen erhalten. Pro Tag werden aktuell zwischen 6000 und 10'000 Impfungen verabreicht. Die Anzahl der neuen Coronafälle hat ist in den vergangenen Tagen wieder angestiegen. Am Freitag vermeldete der Kanton Bern auf seiner Internetseite innerhalb von 24 Stunden 202 Ansteckungen und einen Todesfall.

    Im Kanton Bern sind aktuell knapp hunderttausend Personen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. (Symbolbild)
    Im Kanton Bern sind aktuell knapp hunderttausend Personen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 9.51 Uhr
    Chinesen sollen für Heimkehr Tests gefälscht haben

    Drei chinesische Staatsbürger haben in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Ergebnisse ihrer Corona-Tests gefälscht, um nach Hause zurückkehren zu können. Die chinesische Botschaft erklärte am Freitag, die drei Personen hätten in Dubai gearbeitet und die Nachweise örtlicher Krankenhäuser verändert. So habe es ausgesehen, als seien sie nicht mit dem Coronavirus infiziert.

    Die Botschaft meldete die drei Staatsbürger den Behörden in den Emiraten, weil sie für andere Fluggäste auf dem Weg nach China ein ernsthaftes Risiko dargestellt hätten. China meldet kaum noch Infektionen aus dem Inland. Allerdings treffen immer wieder Reisende aus dem Ausland ein, die positiv auf das Virus getestet werden. Da alle Einreisenden einen negativen Test vorlegen müssen, wurden Spekulationen laut, die Ergebnisse könnten gefälscht sein.

    Am Freitag meldete China 19 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Alle Betroffenen kamen aus dem Ausland; die meisten reisten über die Drehkreuze Shanghai und Guangdong ein.

  • 9.12 Uhr
    Mehr als fünf Millionen Zweitimpfungen in Israel erreicht

    Rund vier Monate nach ihrem Beginn hat die Impfkampagne in Israel die Marke von fünf Millionen Zweitimpfungen überschritten. Dies sei eine grosse Errungenschaft für die Bürger des Landes, schrieb Gesundheitsminister Juli Edelstein am Freitag bei Twitter.

    Die Kampagne hatte am 19. Dezember begonnen. In ihrem Verlauf wurden in dem Mittelmeerstaat immer weniger Neuinfektionen registriert. Auch die Zahl der schwer kranken Patienten ging stark zurück, zuletzt auf etwa 160. Ende Januar hatte es von ihnen noch etwa 1200 gegeben.

    Israel hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner. Die Erstimpfung erhielten bisher knapp 5,4 Millionen Menschen. Hunderttausende hatten sich im Pandemie-Verlauf mit dem Virus infiziert. Rund 30 Prozent der Menschen in Israel sind unter 16 Jahre alt. Diese Gruppe kann bisher nur in absoluten Ausnahmefällen geimpft werden.

  • 7.59 Uhr
    Tonhalle-Orchester spielt für 50 Zuschauer

    Als am Donnerstagabend das Zürcher Tonhalle-Orchester nach fast einem halben Jahr wieder aufspielte, waren mehr Musikerinnen und Musiker im Saal als Besucherinnen und Besucher. Gerechnet hat sich das nicht – aber eine Sehnsucht wurde erfüllt.

    Unter der Leitung des ehemaligen Chefdirigenten Lionel Bringuier erklang die «Tragische Ouvertüre» (op. 81) von Johannes Brahms und anschliessend das Flötenkonzert des zeitgenössischen Komponisten Marc-André Dalbavie. 

    Am Donnerstag ist das Tonhalle-Orchester gleich zweimal aufgetreten. Der Hintergrund sind die Einschränkungen wegen der Pandemie. Diese sehen vor, dass keine Pause gemacht werden darf. Deshalb hat das Orchester das ursprüngliche Programm aufgeteilt in zwei Konzerte: am frühen Abend mit Brahms und Dalbavie und danach Sergej Rachmaninows 2. Sinfonie (op.27) – auch das ein Werk für grosse Orchesterbesetzung. Die beiden Konzerte werden am (heutigen) Freitag wiederholt.

  • 7.38 Uhr
    13 Tote bei Brand auf indischer Intensivstation 

    Bei einem Brand in einer Intensivstation in Indien sind mindestens 13 Corona-Patienten gestorben. Die Opferzahl dürfte sich noch erhöhen, sagte ein Feuerwehrmitarbeiter gegenüber Reportern. Das Feuer brach in der Nacht auf Freitag in einem vierstöckigen Krankenhaus in der Stadt Virar aus, wie der Krankenhauschef sagte. Was den Brand verursachte, war zunächst unklar. Der Regierungschef des betroffenen Bundesstaates Maharashtra forderte Aufklärung.

    In Indien kommt es häufig zu gefährlichen Bränden, auch Feuer in Krankenhäusern gab es mehrfach. Die Sicherheit von Gebäuden ist oft schlecht und Notausgänge sind oft nicht vorhanden. Ursache für die Brände ist meist eine schlechte oder veraltete Ausstattung.

  • 5:44 Uhr
    Knapp 30'000 Neuinfektionen in Deutschland

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 29'518 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Landesweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 259 neue Todesfälle verzeichnet.

    Am Donnerstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 29'426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 293 neue Todesfälle verzeichnet.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner lag laut RKI bundesweit bei 161,1. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,1 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.

    Corona-Lage in Deutschland: RKI-Lagebericht vom 23. April

    Corona-Lage in Deutschland: RKI-Lagebericht vom 23. April

    Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 27'543 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen von Freitagmorgen hervor.

    23.04.2021

  • 5:30 Uhr
    Indien bricht alle weltweiten Infektionsrekorde

    Nirgendwo verbreitet sich Corona derzeit so schnell wie in Indien, das Land liegt mit dem täglichen Anstieg der Fälle global an der Spitze. Das bedeutet enorme Belastungen für das Gesundheitssystem: Es stürzt immer tiefer in eine tödliche Krise. Und dass Indien so gross ist, fast 1,4 Milliarden Einwohner hat, die zweithöchste Bevölkerungszahl eines Landes weltweit, macht den Kampf gegen Covid-19 zu einer wirklich ausserordentlichen Herausforderung – zum Beispiel jetzt beim Impfen. Es gibt etwa 2,7 Millionen Impfungen am Tag, aber immer noch haben weniger als zehn Prozent der Bevölkerung ihre erste Dosis erhalten.

    Die Behörden glaubten, dass das Schlimmste vorbei sei, als die Zahl der Neuinfektionen im vergangenen September zurückzugehen begann. Diese Entwicklung hielt 30 Wochen in Folge an, aber ab Mitte Februar nahmen die Fälle dann wieder zu. Experten sagen, dass das Land die Gelegenheit verpasst hat, die Infrastruktur des Gesundheitswesens zu verbessern und die Impfungen massiv voranzutreiben. «Wir waren dem Erfolg so nahe», sagt Bhramar Mukherjee, ein Biostatistiker an der University of Michigan in den USA, der die Pandemie in Indien verfolgt hat.

    Die Behörden seien trotz Warnungen, dass man Schutzvorkehrungen treffen müsse, nicht auf das Ausmass der neuen Covid-Welle vorbereitet gewesen, klagt K. Srinath Reddy von der Public Health Foundation of India, einer gemeinnützigen Gesundheitsstiftung. Kritiker haben unter anderem angeprangert, dass die Regierung es abgelehnt habe, religiöse Hindu-Feste oder Wahlen auszusetzen, die Experten zufolge die neue Infektionswelle verschlimmert haben könnten. «Behörden in allen Teilen Indiens haben ausnahmslos öffentliche Gesundheitsprioritäten zurückgestellt», sagt Reddy.

    epa09134459 Indian holy men, or Naga Sadhu, along with the other pilgrims take the holy dip in the Ganges River during the Kumbh Mela at Haridwar, Uttarakhand, India, 14 April 2021. Thousands of pilgrims gather for the mass Hindu pilgrimage which occurs every twelve years and rotates among four locations. EPA/IDREES MOHAMMED
    Millionen von Indern baden am 14. April 2021 auf engstem Raum im Ganges-Fluss. Es ist eine religiöse Zeremonie anlässlich von Kumbh Mela, das als das grösste Fest des Hinduismus und der Welt gilt.
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  • 5:05 Uhr
    Kanada stoppt Flüge aus Indien und Pakistan

    Kanada hat zur Eindämmung der Pandemie für 30 Tage ein Landeverbot für Flüge aus Indien und Pakistan verhängt. Das Verbot gelte ab dem späten Donnerstagabend, sagte Verkehrsminister Omar Alghabra. Ausgenommen seien Frachtflüge. Zuvor hatte Indien einen weltweiten Rekord von mehr als 314'000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gemeldet.

    Gesundheitsministerin Patty Hajdu sagte, die Hälfte der nach Kanada eingereisten Flugpassagiere, die positiv auf das Virus getestet worden seien, kämen aus Indien. «Es gibt eine unverhältnismässig hohe Zahl positiver Reisender aus Indien», sagte die Ministerin. Dasselbe gelte für Einreisende aus Pakistan.

    Flüge aus Indien machen etwa ein Fünftel des Luftverkehrs in Kanada aus. Mehr als eine Million Menschen in Kanada haben indische Wurzeln, 100'000 haben pakistanische Vorfahren. Aus Brasilien, wo die Fallzahlen ebenfalls sehr hoch sind, gibt es keine Direktflüge nach Kanada.

    An Air Canada Boeing 737 Max 8 aircraft arriving from Toronto prepares to land at Vancouver International Airport, in Richmond, British Columbia on Tuesday, March 12, 2019. Canadian Transport Minister Marc Garneau says
    Ob Air Canada oder eine andere Airline: Flüge aus Indien und Pakistan erhalten in Kanada für vorerst 30 Tage keine Landeerlaubnis mehr.
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  • 2:17 Uhr
    Neuer Rekord an Todesfällen in Argentinien

    Zu Beginn des Herbstes auf der Südhalbkugel hat die zweite Corona-Welle Argentinien hart getroffen: Mit 537 Toten innerhalb von 24 Stunden verzeichnete das südamerikanische Land den Tag mit den meisten Covid-19-Opfern seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr, wie das Gesundheitsministerium in Buenos Aires am Donnerstag mitteilte. Zeitgleich wurden 27'216 Neuinfektionen gemeldet – einer der höchsten Werte des vergangenen Jahrs. Insgesamt haben sich in Argentinien rund 2,8 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, über 60'000 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

    Nach einem der längsten Lockdowns weltweit im vergangenen Jahr verhängte die argentinische Regierung zuletzt für grosse Teile des südamerikanischen Landes wieder strenge Ausgangsbeschränkungen. Im Grossraum Buenos Aires gilt von 20 Uhr bis 6 Uhr eine Ausgangssperre. Alle sozialen, sportlichen, kulturellen und religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind untersagt. Schulen und Kindergärten sollen bis Ende April schliessen.