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In der französischen Stadt Rennes wurde ein lebloser elf Jahre alter Junge im Uferbereich eines Flusses entdeckt.
Sebastien Salom-Gomis/AFP/dpa
Im französischen Rennes soll ein Streit um Angelzubehör tödlich geendet haben. Zwei Jugendliche haben gestanden, einen elfjährigen Jungen getötet zu haben. Die Leiche des Kindes war mit einem eng um den Hals gebundenen Badetuch am Flussufer gefunden worden.
Der Tod eines elfjährigen Jungen erschüttert derzeit Frankreich. Die Leiche des Kindes wurde am Sonntag am Ufer des Flusses Vilaine nahe der Stadt Rennes entdeckt. Besonders schockierend: Um den Hals des Jungen war ein Badetuch fest zugezogen.
Nun haben zwei Jugendliche die Tat gestanden. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen 16-jährigen Jungen und ein 15-jähriges Mädchen. Beide befinden sich weiterhin in Polizeigewahrsam.
Nach Angaben des Staatsanwalts Frédéric Teillet wollten sich die Jugendlichen offenbar «rächen» und Angelzubehör zurückholen, das der Elfjährige angeblich an sich genommen hatte. Der Wert der Köder habe lediglich bei einigen Dutzend Euro gelegen.
Der getötete Junge mit dem Namen Théo hatte seinen Eltern laut Ermittlern zuvor erzählt, der ältere Jugendliche habe ihm die Angelköder geschenkt.
Die Aussagen der beiden Verdächtigen widersprechen sich laut Staatsanwaltschaft teilweise. Klar sei jedoch, dass sich die Jugendlichen und Théo erst kurz vor der Tat kennengelernt hätten. Gemeinsam seien sie am Samstag und Sonntag an der Vilaine angeln gewesen.
Die Obduktion bestätigte inzwischen, dass der Elfjährige durch Strangulation starb. Alarmiert worden war die Polizei von Anwohnern, die Schreie eines Kindes gehört hatten. Einsatzkräfte fanden den Jungen später leblos in einem Waldstück am Flussufer.
Laut Staatsanwaltschaft kommt nun eine Anklage wegen «Mordes an einem Minderjährigen» infrage. Die beiden Jugendlichen sollen am Mittwoch einem Gericht in Rennes vorgeführt werden.