Recht auf StaatsbürgerschaftRichter blockiert Anordnung von US-Präsident Trump
tcar
6.2.2025 - 22:01
Donald Trump unterschreibt eine Exekutivanordnung im Weissen Haus.
Bild: KEYSTONE
Wieder hat ein US-Bundesrichter eine Anordnung von Präsident Donald Trump blockiert. Bezirksrichter John Coughenour prangert den Umgang der neuen US-Regierung mit der Verfassung des Landes an.
DPA, tcar
06.02.2025, 22:01
dpa
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Ein US-Bundesrichter hat eine Exekutivanordnung von Präsident Donald Trump blockiert.
Dabei geht es um die Anordnung, mit der Trump Kindern von illegal in die USA gekommenen Einwanderern das Recht auf die US-Staatsbürgerschaft entziehen will.
Eine Bundesrichterin in Maryland hat in einem ähnlichen Fall schon einen landesweiten Stopp der Anordnung angeordnet.
Zum zweiten Mal binnen zwei Tagen hat ein US-Bundesrichter eine Exekutivanordnung von Präsident Donald Trump blockiert. Dabei ging es am Donnerstag erneut um die Anordnung, mit der Trump Kindern von illegal in die USA gekommenen Einwanderern das Recht auf die US-Staatsbürgerschaft entziehen will, das sie im Falle einer Geburt in den USA haben. Bezirksrichter John Coughenour prangerte am Donnerstag in Seattle den Umgang der neuen US-Regierung mit der Verfassung des Landes an. Trump versuche, die Verfassung per Exekutivanordnung zu verändern.
Proteste gegen Trumps Migrationspolitik, El Saldavor will US-Gefangene aufnehmen
STORY: Hier in Los Angeles hat die Polizei am Montag eine Kundgebung von Gegnern der US-Migrationspolitik aufgelöst. Luftaufnahmen vom Ort des Geschehens zeigten Dutzende von Demonstranten mit Flaggen von Mexiko, Guatemala und El Salvador. Sie blockierten eine Strassenkreuzung. Der im Januar vereidigte Präsident Donald Trump ist mit dem Versprechen angetreten, hart gegen illegale Einwanderung vorzugehen. Trump erliess kurz nach seiner Vereidigung eine Reihe von Exekutivmassnahmen, um das Militär im Rahmen von Massenabschiebungen einsetzen zu können. Er ermächtigte US-Beamte, mehr Verhaftungen vorzunehmen, auch in Schulen, Kirchen und Krankenhäusern. Bürgerrechtsgruppen stemmen sich gegen Trumps Massnahmen. Abschiebungen sollen vor allem in Länder Mittel- und Südamerikas erfolgen. Zuletzt hat die Regierung von El Salvador für Aufsehen gesorgt. Das mittelamerikanische Land will nicht nur eigene Staatsbürger aufnehmen, die sich illegal in den USA befinden. In einem Beitrag auf der Plattform X schrieb der Präsident des Landes, Nayib Bukele, er habe den USA ausserdem «die Möglichkeit geboten, einen Teil ihres Gefängnissystems auszulagern». Im Austausch gegen eine Gebühr sei El Salvador bereit, verurteilte Straftäter, auch US-Bürger, in seinem sogenannten Hochsicherheitsgefängnis aufzunehmen. Dabei soll es auch um Mitglieder krimineller Banden wie MS-13 oder Tren de Aragua gehen. Trumps Aussenminister Marco Rubio war zu Beginn der Woche nach El Salvador gereist.
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Am Mittwoch hatte eine Bundesrichterin in Maryland in einem ähnlichen Fall einen landesweiten Stopp der Anordnung angeordnet. An dem Fall beteiligt waren Gruppen, die sich für die Rechte von Einwanderern einsetzen und Schwangere, deren ungeborenen Kinder von der Exekutivanordnung betroffen sein könnten. «Die Staatsbürgerschaft ist ein sehr wertvolles Recht, das ausdrücklich vom 14. Verfassungszusatz gewährt wird», sagte Richterin Deborah Boardman.