Nach Trumps KehrtwendeJetzt verhandeln die USA mit Grönland und Dänemark
dpa
28.1.2026 - 20:23
Grönlands Hauptstadt Nuuk: Wie geht es mit der riesigen Arktis-Insel weiter?
Evgeniy Maloletka/AP/dpa
Nach seinen sich zuspitzenden Drohungen im Grönlandkonflikt vollzog der US-Präsident vergangene Woche eine Wende. Nun stehen die Zeichen auf Deeskalation. US-Aussenminister Rubio gibt dazu ein Update.
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DPA, Redaktion blue News
28.01.2026, 20:23
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Laut US-Aussenminister Marco Rubio wurde ein Prozess eingeleitet, der zu einer Einigung im Grönland-Konflikt beitragen soll.
Vertreter der USA, Grönlands und Dänemarks treffen sich demnach auf technischer Ebene, sagte Rubio vor einem Ausschuss des US-Kongresses.
Nach Trumps Kehrtwende gab es bereits in der vergangenen Woche ein Treffen von Vertretern Dänemarks, Grönlands und der USA in Washington.
Wie geht es mit der Arktis-Insel weiter? Dänemark, Grönland und die USA leiten nach Angaben von US-Aussenminister Marco Rubio heute einen Prozess ein, der zu einer Einigung im Grönland-Konflikt beitragen soll. Vertreter der Länder träfen sich auf technischer Ebene, sagte der Republikaner vor einem Ausschuss des US-Kongresses.
Details zu den Teilnehmern oder dem Ort nannte er nicht. Man habe einen Prozess in Gang gesetzt, der zu einem guten Ergebnis für alle Seiten führen werde und heute beginne, betonte er.
Nach Rubios Worten soll dies so gestaltet werden, dass es nicht bei jedem Gespräch zu einem «Medienzirkus» kommt. Davon erhoffe man sich mehr Flexibilität, um ein positives Ergebnis zu erreichen. «Ich denke, wir werden das schaffen», gab sich Rubio optimistisch.
Die Botschaft von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos, dass er im Grönland-Konflikt doch keine gewaltsame Lösung anstrebe, bezeichnete Rubio als «bemerkenswert» und «wichtig».
Zur Deeskalation hatte vergangene Woche auch beigetragen, dass Trump seine Drohung mit Strafzöllen gegen Dänemark, Deutschland und andere europäische Länder zurücknahm. Er begründete das damit, dass während eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.
«Ich denke, wir werden das schaffen»: US-Aussenminister Marco Rubio will über Grönland reden.
Alex Brandon/AP/dpa (Archivfoto)
«Wollen der Sache die Dramatik nehmen»
Nach dieser Kehrtwende gab es bereits in der vergangenen Woche ein Treffen von Vertretern Dänemarks, Grönlands und der USA in Washington. Dabei sei ein Plan für das weitere Vorgehen der dänisch-grönländisch-amerikanischen Arbeitsgruppe entwickelt worden, sagte der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen laut der Nachrichtenagentur Ritzau.
Auch er betonte bei dieser Gelegenheit, dass man Zeitpunkte von künftigen Treffen der Gruppe nicht ankündigen wolle. «Denn wir wollen der Sache die Dramatik nehmen. Jetzt brauchen wir einen ruhigen Prozess», meinte Løkke Rasmussen demnach.