PolitikRussland und die Ukraine tauschen Gefangene aus
SDA
19.3.2025 - 16:37
HANDOUT - Auf diesem vom Pressebüro des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellten Foto umarmen sich ukrainische Kriegsgefangene nach einem Gefangenenaustausch. (zu dpa: «Russland und die Ukraine tauschen Gefangene aus») Foto: Uncredited/AP/dpa
Keystone
Russland und die Ukraine haben einen von Kremlchef Wladimir Putin angekündigten Gefangenenaustausch vollzogen.
Keystone-SDA
19.03.2025, 16:37
SDA
175 russische Soldaten seien aus ukrainischer Gefangenschaft zurückgekehrt, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. «Im Gegenzug wurden den ukrainischen Streitkräften 175 Kriegsgefangene übergeben und ausserdem, als Geste des guten Willens, 22 schwer verletzte Soldaten, die dringend medizinischer Hilfe bedürfen.» Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte kurz darauf den Austausch.
«Heute ist noch ein Tag, an dem die Ukraine die ihren zurückholt», hiess es auf dem Telegram-Kanal des Staatschefs. Allen werde die notwendige medizinische und psychologische Hilfe gewährt. Selenskyj zufolge war dies einer der grössten Gefangenenaustausche. Unter den Heimkehrern seien Verteidiger der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol und auch ukrainische Soldaten, die im westrussischen Grenzgebiet Kursk in Gefangenschaft gerieten.
Der Austausch ist demnach unter Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate zustande gekommen. Gefangenenaustausche sind eins der wenigen Themen, bei denen Moskau und Kiew in Dialog miteinander stehen. Der aktuelle Austausch war von Putin in seinem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump über eine Waffenruhe am Dienstag angekündigt worden. Dort hatte er die Freilassung von 23 Schwerverletzten zugesagt.
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt