ProzessSanija Ameti kündigt in Zürich Rückzug aus der Öffentlichkeit an
SDA
28.1.2026 - 17:36
Mit einer Kunstinstallation vor dem Kunsthaus in Zürich verabschiedet sich die verurteilte Gemeinderätin Sanija Ameti (parteilos) aus der Öffentlichkeit.
Keystone
Mit einer Kunstinstallation auf dem Heimplatz in Zürich hat Sanija Ameti ihren Rückzug aus der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Persönlich erschien sie nicht mehr. Am Abend traf Ameti an der Sitzung des Gemeinderats ein.
Keystone-SDA
28.01.2026, 17:36
28.01.2026, 19:30
SDA
«Würste für die Freiheit» war auf einem kleinen Schild zu lesen, das in Bratwürste auf einem Teller gesteckt war. Daneben stand ein Stuhl. Auf diesem wollte Gemeinderätin Sanija Ameti (parteilos) am Mittwochnachmittag vor dem Kunsthaus eine Rede halten.
Die Medien hatten sich bereits um die kleine Kunstinstallation versammelt. Doch Ameti kam nicht. Am gleichen Tag hatte sie das Bezirksgericht Zürich wegen Verletzung der Glaubensfreiheit zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Ameti stand vor Gericht, weil sie auf ein Bild mit Maria und Jesus geschossen hatte.
Während des Prozesses schwieg sie, kündigte aber an, danach ein Statement auf dem Heimplatz abzugeben. Stattdessen hatte sie ihre Rede für die Öffentlichkeit nun ausgedruckt und zum Mitnehmen auf den leeren Stuhl gelegt.
«Der Tod der öffentlichen Figur»
In ihrem Text an die Öffentlichkeit schrieb sie, dass sie zahlreiche Erfahrungen mit öffentlichen Beschämungen gemacht habe. Als einzigen Ausweg sehe sie «den Tod der öffentlichen Figur»: «Sanija Ameti, die Schweizer Politikerin, die sich selbst verleugnet hat, musste deshalb sterben», schrieb sie.
Damit befreie sie sich von «der Maske der Öffentlichkeit» und lädt die Freiheit ein, sich zu ihr zu setzen. «Der Stuhl bleibt frei, aber der Platz ist für alle gedeckt.» Zu den Gemeinderatswahlen am 8. März tritt Ameti nicht mehr an.
An der Sitzung des Stadtparlaments am Abend traf die parteilose Politikerin dann doch noch ein. Rund zwei Stunden nach Beginn setzte sie sich an ihren Platz vor der AL. Diesen hatte sie nach dem Austritt aus der GLP eingenommen. Diverse Politikerinnen und Politiker der linken AL unterhielten sich sogleich mit Ameti.
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
06.02.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump
Tödliche Schüsse bei einem Einsatz von ICE-Beamten in Minneapolis lassen die Wut auf Präsident Donald Trump und das Vorgehen seiner Regierung gegen ihre eigenen Landsleute hochkochen.
25.01.2026
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump