DeutschlandSchnee und Eis: Militäreinsatz auf Grönland ist Grenzerfahrung
SDA
18.1.2026 - 08:04
dpatopbilder - Ein dänischer Soldat klettert aus einer Luke am Bug des Militärschiffs HDMS Knud Rasmussen der Königlich Dänischen Marine, das vor Nuuk ankert. Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa
Keystone
Die Soldatinnen und Soldaten europäischer Nato-Staaten erwarten bei ihrer Erkundungsmission aussergewöhnlich schwierige Bedingungen. «Es ist sehr, sehr beschwerlich, hier oben zu operieren, vor allem auf dem Land», sagte der Chef des Arktischen Kommandos, Søren Andersen, der Deutschen Presse-Agentur in Nuuk. Dafür sei «Training notwendig».
Keystone-SDA
18.01.2026, 08:04
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Unter dem Eindruck der von US-Präsident Donald Trump wiederholt geäusserten Annexionspläne waren am Freitag unter anderem Angehörige der Bundeswehr auf Grönland angekommen. Deutschland und weiteren Nationen geht es zunächst um eine Erkundungsmission vor der eigentlichen Militärübung.
Am Samstag hatte Trump den Streit eskalieren lassen und zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder ab Anfang Februar angekündigt, darunter auch Grossbritannien und Dänemark. Die gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, teilte Trump mit. Der US-Präsident ärgert sich, dass Soldaten europäischer Staaten nach Grönland geschickt worden sind.
«Wir, meine Soldaten hier oben, sind das gewohnt, aber es gibt sehr viele Einheiten der Streitkräfte – auch in Dänemark – die es auch nicht gewohnt sind, hier oben zu arbeiten», sagte Kommando-Chef Andersen. Es sei eine besondere Ausrüstung nötig, «besondere Schlafsäcke, eine besondere Winterausrüstung». Zudem sei es einfach «speziell, in einer Umgebung zu arbeiten, wo es keine Bäume gibt, man kann sich schwer verstecken, deshalb muss man auf eine ganz bestimmte Art und Weise operieren, und das ist etwas, das man lernen muss», sagte der Kommando-Chef.
Enger Partner Dänemarks
Deutschland bezeichnete Andersen als einen engen Partner Dänemarks, «mit dem wir unglaublich gut zusammenarbeiten». Das deutsche Militär habe viele Kapazitäten. «Das können sowohl Spezialeinheiten sein als auch Flugzeuge», sagte Andersen, er nannte zudem U-Boote und Schiffe, die im hohen Norden trainieren könnten.
Es sei anders als in der Ostsee zu arbeiten. «Die Fahrwasser hier sind voller Eis, es ist gefährlich, hier Schiff zu fahren, es sind andere Wellen hier oben», sagte Andersen. «Es herrschen Minusgrade – wenn wir nach Kangerlussuaq kommen, kann es an einem ganz normalen Wintertag minus 30, minus 40 Grad kalt sein.»
Die deutschen Soldaten sollen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin Bedingungen für gemeinsame Militärübungen prüfen. Es gehe um die Frage, ob die Arktis sicher sei und inwiefern Deutschland mit seinen Nato-Partnern dazu beitragen könne, sagte der Sprecher. Das deutsche Team – 15 Männer und Frauen – besteht demnach aus Logistikern und Experten unterschiedlicher Bereiche.
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