DeutschlandScholz will schnelles Votum und attackiert FDP
SDA
16.12.2024 - 13:46
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht zu seiner Vertrauensfrage. Nach dem Aus der Ampel-Koalition stellt Bundeskanzler Scholz im Bundestag die Vertrauensfrage, um eine Neuwahl am 23. Februar 2025 herbeizuführen. Foto: Christoph Soeder/dpa
Keystone
Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat das Stellen der Vertrauensfrage mit dem Ziel einer vorgezogenen Neuwahl mit den wichtigen zu treffenden politischen Fragen begründet. «Diese Entscheidung ist so grundlegend, dass sie vom Souverän selbst getroffen werden muss, von den Wählerinnen und Wählern», sagte der Regierungschef im Bundestag.
Keystone-SDA
16.12.2024, 13:46
SDA
«Die Bundestagswahl vorzuziehen, das ist auch mein Ziel», sagte Scholz. Bei der vorgezogenen Wahl «können dann die Bürgerinnen und Bürger den politischen Kurs unseres Landes vorgeben. Darum geht es.» Es gehe zum Beispiel darum, ob Deutschland sich traut, kraftvoll in seine Zukunft zu investieren. Scholz sprach sich dabei für höhere Staatsausgaben und mehr Neuverschuldung aus. «Wir müssen den Hebel umlegen, und zwar jetzt», sagte Scholz.
Scholz' «Ampel»-Koalition war am 6. November im Streit um die Schuldenbremse zerbrochen. Scholz hatte damals Finanzminister und FDP-Chef Christian Lindner entlassen. Lindner hatte sich gegen eine Aussetzung der Schuldenbremse gewehrt. Scholz warf nun den Freien Demokraten eine «wochenlange Sabotage der Regierung» vor.
«Mit der Wirklichkeitsverweigerung muss Schluss sein», sagte Scholz. «Politik ist kein Spiel. In eine Regierung einzutreten, dafür braucht es die nötige sittliche Reife», sagte Scholz, ohne dabei die FDP und ihre Minister konkret beim Namen zu nennen.
Sollte Scholz, wie beabsichtigt, die Vertrauensfrage verlieren, kann Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Bundestag auflösen und Neuwahlen herbeiführen. Diese sollen am 23. Februar stattfinden. Scholz hatte ursprünglich einen Wahltermin erst gegen Ende März im Auge gehabt.
Dauerhafte Friedenslösung gesucht: US-Delegation um Vance in Pakistan
Vor mehr als fünf Wochen griffen die USA mit Israel den Iran an – dann wurde eine kurze Feuerpause verkündet. Eine US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance will jetzt in Pakistan über eine dauerhafte Friedenslösung im Iran-Krieg verhandeln.
11.04.2026
Trump: «Wir könnten den Handel mit Spanien abbrechen»
Donald Trump schimpft am 8. April 2026 bitterlich über Spanien, das sich gegen seinen Iran-Krieg stellt.
09.04.2026
Klartext: Papst äussert sich zu Trump
Dauerhafte Friedenslösung gesucht: US-Delegation um Vance in Pakistan
Trump: «Wir könnten den Handel mit Spanien abbrechen»