Terror-Attacke am Bondi Beach Täter von Sydney planten Anschlag akribisch +++ Australien kündigt Waffenrückkauf an

Agenturen/Redaktion blue News

22.12.2025 - 06:05

Menschen in Australien gedenken der Anschlagsopfer am Bondi Beach

Menschen in Australien gedenken der Anschlagsopfer am Bondi Beach

STORY: Australien hat am Sonntag mit einem nationalen Gedenktag der Opfer des bewaffneten Angriffs am Bondi Beach gedacht. Im ganzen Land wurde um 18.47 Uhr Ortszeit eine Schweigeminute eingelegt – dem Zeitpunkt, an dem der Angriff vor einer Woche begonnen hatte.  Das Opernhaus von Sydney war mit der Projektion einer Kerze beleuchtet. Bondi Beach gehört zur australischen Metropole Sydney. Zehntausende nahmen an einer zentralen Gedenkfeier teil, darunter auch Premierminister Anthony Albanese. Der Regierungschef war bei seiner Ankunft von der Menge ausgebuht worden. Kritiker werfen seiner Mitte-Links-Regierung vor, nicht genug gegen den zunehmenden Antisemitismus im Land zu unternehmen. Der Präsident des jüdischen Deputiertenausschusses würdigte bei der Gedenkfeier auch Ahmed al Ahmed als «Held von Bondi». Al Ahmeds Vater nahm den Dank entgegen. Seinem Sohn war es während des Angriffs gelungen, einem der Täter die Waffe zu entreissen, wobei er selbst verletzt wurde. Die Tat gilt als der schwerste Vorfall in einer Reihe antisemitischer Angriffe in Australien. Diese haben seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023 zugenommen und umfassten auch Angriffe auf Synagogen, Gebäude und Autos. Bei dem Anschlag am berühmten Bondi Beach hatten zwei Schützen das Feuer auf die Besucher eines jüdischen Lichterfestes eröffnet. Sie töteten 15 Menschen und verletzten Dutzende weitere.

21.12.2025

Viele Familien kommen zu Beginn des jüdischen Chanukka-Fests an einem beliebten Strand in Sydney zusammen. Doch die Feier wird zum Albtraum: Offenbar antisemitische Männer eröffnen das Feuer und töten und verletzen viele. Die Updates zu dem Terrorakt hier im Ticker.

DPA, Agenturen/Redaktion blue News

Das Wichtigste im Überblick

  • Am Bondi Beach in Sydney sind bei einem Chanukka-Fest am Sonntag (14. Dezember) Schüsse gefallen: Die jüdische Gemeinde war offenbar das Ziel der beiden Täter.
  • Sie erschossen 15 Menschen.
  • Die Ermittler haben die beiden Angreifer als Vater und Sohn identifiziert.
  • Der 50-jährige Vater wurde von Einsatzkräften am Tatort erschossen.
  • Der 24-jährige Sohn wurde gefasst und mit schweren Verletzungen ins Spital eingeliefert.
  • Mehrere Dutzend Verletzte wurden noch in Spitälern behandelt.
  • Mutige Tat im Video: Ein Schütze wurde von einem Passanten überwältigt.
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  • 6.53 Uhr

    Täter vom Spital ins Gefängnis verlegt

    Der wegen des Terroranschlags in Sydney angeklagte Täter wurde vom Spital in ein Gefängnis gebracht. Der 24-Jährige sei in eine Justizvollzugsanstalt im Osten von Sydney verlegt worden, gab die Polizei bekannt. In dem Komplex befindet sich das Long Bay Hospital, ein Hochsicherheitstrakt für medizinische und psychiatrische Fälle.

  • Montag, 22. Dezember 2025, 5.58 Uhr

    Ermittler: Täter von Sydney planten Anschlag akribisch

    Die beiden Täter des Terroranschlags auf ein jüdisches Fest in Sydney haben nach Erkenntnissen der Ermittler die Tat über Monate hinweg akribisch geplant. Der Vater und sein Sohn hätten in einer ländlichen Region in Australien mit ihren Waffen geübt. Das geht aus zur Veröffentlichung freigegebenen Gerichtsunterlagen der Polizei hervor, über die örtliche Medien berichteten. Die beiden hatten am Sonntag vor einer Woche während eines jüdischen Festes 15 Menschen getötet. Der Vater wurde von der Polizei erschossen, der Sohn mit schweren Schusswunden ins Spital gebracht.

    Die Polizei fand demnach auf dem Mobiltelefon des Sohnes ein Video vom Oktober, auf dem die beiden Täter in schwarzen T-Shirts vor einem Bild einer Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sitzen, neben sich vier Langwaffen mit Munition. Laut Polizei sei zu sehen, wie der Sohn auf Arabisch aus dem Koran rezitiert. Anschliessend sollen beide Männer auf Englisch über ihr Motiv für den geplanten Anschlag am berühmten Bondi Beach gesprochen und unter anderem die Handlungen von «Zionisten» verurteilt haben, hiess es weiter.

    Bei ihrer Ankunft am Tatort am 14. Dezember warfen der Vater und der Sohn demnach vier selbstgebaute Sprengsätze in Richtung der Menschenmenge. Die Sprengsätze seien jedoch nicht detoniert. Ein weiterer selbstgebauter Sprengsatz sei in dem Auto gefunden worden, mit dem die Täter von Campsie, wo sie ein Haus gemietet hatten, nach Bondi Beach gefahren waren.

    Mitarbeiter der Stadt räumen am Montag am Bondi Beach Blumengaben für die Opfer der Terrorattacke auf. 
    Mitarbeiter der Stadt räumen am Montag am Bondi Beach Blumengaben für die Opfer der Terrorattacke auf. 
    Bild: Keystone/EPA/Dean Lewins
  • 3.16 Uhr

    Australien kündigt nach Anschlag Waffenrückkauf an

    Die australische Regierung will die Anzahl der Schusswaffen im Land nach dem verheerenden Terroranschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney drastisch reduzieren. Premierminister Anthony Albanese kündigte zu diesem Zweck ein nationales Rückkaufprogramm für Schusswaffen an. Ein ähnliches Programm hatte das Land zuletzt 1996 nach einem Amoklauf in der Stadt Port Arthur auf der Insel Tasmanien mit 35 Toten eingeführt. Das damals schon deutlich verschärfte Waffenrecht will die Regierung des Sozialdemokraten Albanese nun nochmals strikter fassen. «Die schrecklichen Ereignisse in Bondi zeigen, dass wir mehr Waffen von unseren Strassen holen müssen», sagte Albanese bei einer Pressekonferenz. Es gebe vier Millionen Schusswaffen in Australien – mehr als 1996, als die strikten Waffengesetze in Kraft traten.

    «Wir wissen, dass einer dieser Terroristen eine Waffenbesitzkarte und sechs Schusswaffen hatte, obwohl er mitten in einem Vorort von Sydney, in Bonnyrigg, lebte. Es gibt keinen Grund, warum jemand in dieser Situation so viele Waffen brauchte», sagte Albanese. Seine Regierung will jetzt ein Gesetz für das neue Programm zum Rückkauf von voraussichtlich Hunderttausenden Schusswaffen einbringen.

    Trauernde bei der Beerdigung eines der Opfer des Terroranschlags am Bondi Beach. (19. Dezember 2025)
    Trauernde bei der Beerdigung eines der Opfer des Terroranschlags am Bondi Beach. (19. Dezember 2025)
    Bild: Keystone/EPA/Mick Tsikas

    Wann damit begonnen wird und aus welchen Mitteln das Programm bezahlt werden soll, ist noch unklar. Nach dem Amoklauf vor knapp 30 Jahren wurde das millionenschwere Rückkaufprogramm durch eine vorübergehende Erhöhung des Beitrags zur staatlichen Krankenversicherung finanziert.

  • Freitag, 19. Dezember 2025, 0.54 Uhr

    Hunderte Surfer gedenken am Bondi Beach der Terroropfer

    In Australien haben Hunderte Surfer der Opfer des verheerenden Terroranschlags am Bondi Beach in Sydney gedacht. Sie formten hierzu am Morgen mit ihren Surfbretter im Meer einen grossen Kreis und gedachten mit einer Schweigeminute der 15 Todesopfer, wie örtliche Medien berichteten. Mitglieder der jüdischen Gemeinde beteten zuvor am Strand, an dem sich eine riesige Anzahl an Surfern und Schwimmern eingefunden hatte.

    Hunderte Surfer am Donnerstag am Bondi Beach.
    Hunderte Surfer am Donnerstag am Bondi Beach.
    Bild: Keystone/EPA/Mick Tsikas

    Der Bondi Beach ist Australiens berühmtester Strand und bei einheimischen Surfern und Touristen beliebt. Zwei Attentäter hatten dort am Sonntag während des jüdischen Lichterfests Chanukka auf eine Menschenmenge geschossen. 15 Verletzte werden weiterhin im Krankenhaus behandelt. Der Strand war am Donnerstag grösstenteils wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

  • 18.18 Uhr

    IS feiert Anschlag in Australien als «Stolz von Sydney»

    Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den antisemitischen Anschlag in Sydney gefeiert, sich dabei aber nicht direkt zu der Attacke bekannt. In einer im Internet verbreiteten Propaganda-Schrift bezeichnete der IS den Angriff am Bondi Beach der australischen Metropole als «Stolz von Sydney». Kämpfer und Anhänger des IS würden weiter versuchen, «Juden überall» anzugreifen, kündigte die Terrororganisation an.

    Bei dem Anschlag am Sonntag hatten zwei Attentäter während des jüdischen Lichterfests Chanukka das Feuer auf die Menschenmenge am Strand eröffnet. Sie töteten 15 Menschen, Dutzende wurden verletzt.

    Der IS bekannte sich bisher nicht zu dem Anschlag. In der Rundschrift war auch keine Rede davon, ob die beiden Attentäter dem IS die Treue geschworen haben. Die australischen Behörden gehen aber davon aus, dass die beiden vom IS beeinflusst und motiviert waren.

  • 4.36 Uhr

    Australiens Premier räumt Mängel im Kampf gegen Antisemitismus ein

    Der australische Regierungschef Anthony Albanese hat vier Tage nach dem verheerenden Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney Versäumnisse im Kampf gegen Antisemitismus eingeräumt. «Jeder in dieser Position würde bedauern, nicht mehr getan zu haben», sagte Albanese vor dem Parlament in Canberra. Nun müsse man in die Zukunft schauen und handeln.

    Albanese kündigte schärfere Gesetze gegen Hassprediger und Hetze verschiedenster Art an. Auch was das Aufenthaltsrecht angehe, werde man härter gegen all jene vorgehen, die «Hass und Spaltung» verbreiten, sagte der Premierminister.

    Der australische Regierungschef Anthony Albanese. (16. Dezember 2025)
    Der australische Regierungschef Anthony Albanese. (16. Dezember 2025)
    Bild: Keystone/EPA/Bianca de Marchi

    Innerhalb der jüdischen Gemeinde in Australien, seitens der Opposition und auch aus dem Ausland gab es teils scharfe Kritik an Albanese. So wurde ihm vorgeworfen, im Zuge des zunehmenden Antisemitismus im Land nicht genug für den Schutz von Juden getan zu haben. Israels rechtskonservativer Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beschuldigte Albanese, mit seiner Nahostpolitik «Öl ins antisemitische Feuer» gegossen zu haben. Im September hatte Australien Palästina formell als Staat anerkannt – so wie die weitaus meisten der 193 UN-Mitgliedstaaten.

  • 3.31 Uhr

    Tatort-Absperrungen am Bondi Beach entfernt

    Vier Tage nach dem verheerenden Anschlag auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach in Sydney ist der Tatort grösstenteils wieder für die Öffentlichkeit freigegeben worden. So wurde unter anderem die Fussgängerbrücke wiedereröffnet, von der aus die Terroristen am Sonntag bei einem der schwersten Gewaltverbrechen in der Geschichte des Landes ihre Opfer erschossen hatten.

    Bürgermeister aus New South Wales legen am Donnerstag Kränze am Bondi Beach nieder.
    Bürgermeister aus New South Wales legen am Donnerstag Kränze am Bondi Beach nieder.
    Bild: Keystone/EPA/Dan Himbrechts

    Der Bondi Beach in Sydney ist der berühmteste Strand in ganz Australien und bei einheimischen Surfern wie Touristen gleichermassen beliebt. Dass er nun wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, markiert auch einen symbolischen Schritt in Richtung Rückkehr zur Normalität.

  • Donnerstag, 18. Dezember 2025, 2.05 Uhr

    In Sydney getöteter Holocaust-Überlebender beerdigt

    Der beim Terroranschlag auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach getötete Holocaust-Überlebende Alex Kleytman ist in Sydney beerdigt worden. Kleytman war eines der 15 Todesopfer und fand am Donnerstag auf dem jüdischen Friedhof Chevra Kadisha seine letzte Ruhe. Er wurde 87 Jahre alt.

    Kleytman war nach Medienberichten 1938 im ukrainischen Odessa geboren worden, wo er die Schrecken des Holocausts und den Zweiten Weltkrieg überlebte. 1992 emigrierte er mit seiner Familie nach Sydney, wo er als Bauingenieur arbeitete und sich stark für die Erinnerung an den von den Nationalsozialisten organisierten Massenmord an Juden einsetzte.

    Die Beerdigung von Alex Kleytman am Donnerstag in Sydney. 
    Die Beerdigung von Alex Kleytman am Donnerstag in Sydney. 
    Bild: Keystone/Dean Lewins/AAP Image via AP

    Seine Frau Larissa, mit der Kleytman knapp 60 Jahre verheiratet war, berichtete, ihr Mann sei beim Versuch gestorben, sie vor den Schüssen der Terroristen zu schützen. Kleytman hinterlässt zwei Kinder und elf Enkelkinder, die am Sonntag laut Berichten allesamt beim jüdischen Lichterfest Chanukka in Bondi Beach anwesend waren, als die Attentäter zuschlugen.

  • 7.04 Uhr

    Mutmasslicher Attentäter wegen 59 Straftaten angeklagt

    Drei Tage nach dem verheerenden Anschlag am Bondi Beach in Sydney ist der überlebende der beiden Attentäter wegen Mordes in 15 Fällen und Terrorismus angeklagt worden. Insgesamt werden ihm 59 Tatbestände zur Last gelegt, wie die Polizei im australischen Bundesstaat New South Wales mitteilte. Demnach wird ihm auch vorgeworfen, Sprengsätze in oder nahe einem Gebäude mit der Absicht verlegt zu haben, Schaden anzurichten. Laut der Zeitung «The Sydney Morning Herald» verweigerte der schwer verletzt im Krankenhaus liegende Todesschütze die Aussage.

    Der von Sicherheitskräften angeschossene und danach festgenommene Terrorist war gestern aus dem Koma erwacht. Er und sein Vater hatten während des jüdischen Lichterfests Chanukka am Sonntag das Feuer auf die feiernde Menge am Strand eröffnet. Der Vater wurde von der Polizei erschossen. Mittlerweile gilt es als gesichert, dass beide Verbindungen zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hatten. Im Auto des Sohnes wurden laut Behördenangaben mehrere Sprengsätze und zwei selbstgemachte IS-Flaggen gefunden.

  • 5.38 Uhr

    Attentäter soll erstmals vernommen werden

    Drei Tage nach dem verheerenden Anschlag am Bondi Beach in Sydney wollen die Ermittler heute den einzigen überlebenden mutmasslichen Attentäter verhören. Der von Sicherheitskräften angeschossene mutmassliche Terrorist erwachte gestern aus dem Koma. Die Ermittler hoffen, dass der 24-Jährige aussagen wird und neue Erkenntnisse zu den Hintergründen des Anschlags mit 15 Todesopfern liefert.

    Der Mann und sein Vater hatten während des jüdischen Lichterfests Chanukka am Sonntag das Feuer auf die feiernde Menge am Strand eröffnet. Sie töteten 15 Menschen, Dutzende wurden verletzt. Der 50 Jahre alte Vater wurde von der Polizei am Tatort erschossen, sein Sohn festgenommen und mit lebensgefährlichen Schusswunden ins Spital gebracht.

    Nach Angaben von Premierminister Anthony Albanese hatte der australische Inlandsgeheimdienst den damaligen Teenager vor sechs Jahren wegen Verbindungen zu einer Terrorzelle des IS in Sydney überprüft. In australischen Medien wurde die Frage aufgeworfen, warum dem Vater 2023 eine Waffenlizenz erteilt wurde, obwohl der Sohn vorher ins Visier von Anti-Terror-Ermittlern geraten war.

    Ein Rettungsschwimmer legt Blumen am Bondi Beach nieder. (16. Dezember 2025)
    Ein Rettungsschwimmer legt Blumen am Bondi Beach nieder. (16. Dezember 2025)
    Bild: Keystone/EPA/Mick Tsikas
  • 4.01 Uhr

    21 Verletzte weiter im Spital

    Drei Tage nach dem Terrorangriff auf ein jüdisches Fest in Sydney werden weiterhin 21 Verletzte im Spital behandelt. Fünf von ihnen befinden sich mit Stand Mittwochmittag (Ortszeit) in kritischem Zustand, vier davon sind stabil, wie die Gesundheitsbehörden des australischen Bundesstaats New South Wales bekanntgaben. Unklar blieb, ob der jüngere der beiden Attentäter eingerechnet wurde, der mit Schusswunden ins Spital gebracht worden war und inzwischen ausser Lebensgefahr sein soll.

    Schwimmer*innen verschiedener Schwimm- und Wellenreit-Clubs nehmen am Dienstag an einer Mahnwache in Sydney teil. 
    Schwimmer*innen verschiedener Schwimm- und Wellenreit-Clubs nehmen am Dienstag an einer Mahnwache in Sydney teil. 
    Bild: Keystone/EPA/Mick Tsikas

    Bei dem Anschlag am berühmten Strand Bondi Beach hatten die zwei Angreifer am Sonntag 15 Menschen getötet. Rund 40 Verletzte wurden in Spitäler gebracht, manche starben später an ihren Schusswunden.

    Bei den Angreifern handelte es sich um einen 50 Jahre alten Mann und seinen 24-jährigen Sohn. Der Vater wurde von Sicherheitskräften am Tatort erschossen, sein Sohn festgenommen und mit schweren Verletzungen ins Spital gebracht. Noch heute soll er laut dem australischen Rundfunksender ABC von der Polizei vernommen werden. Er habe seit langem Verbindungen zu Mitgliedern eines australischen Netzwerks von Unterstützern der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gehabt.

  • Mittwoch, 17. Dezember 2025, 2.38 Uhr

    Erstes Terroropfer beerdigt

    Drei Tage nach dem Terrorangriff auf ein jüdisches Fest in Sydney ist das erste der insgesamt 15 Todesopfer beerdigt worden. In den Morgenstunden wurde die Trauerfeier von Rabbi Eli Schlanger im jüdischen Gemeindezentrum Chabad of Bondi abgehalten – nur rund einen Kilometer vom Ort des Anschlags am berühmten Bondi Beach entfernt. 

    Trauernde nehmen an der Trauerfeier für Rabbi Eli Schlanger in Sydney teil. (17. Dezember 2025)
    Trauernde nehmen an der Trauerfeier für Rabbi Eli Schlanger in Sydney teil. (17. Dezember 2025)
    Bild: Keystone/EPA/Flavio Brancaleone
  • 5 Uhr

    Bericht: Angreifer trainierten auf Philippinen

    Die beiden Attentäter – Vater und Sohn – von Sydney haben einem Medienbericht zufolge kurz vor dem Anschlag auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach mit 15 Todesopfern eine «militärähnliche Ausbildung» auf den Philippinen erhalten. Das berichtete der australische Fernsehsender ABC unter Berufung auf Sicherheitskreise.

    Der Sohn habe seit langem Verbindungen zu Mitgliedern eines australischen Netzwerks von Unterstützern der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gehabt, berichtete ABC weiter. Australiens Premierminister Anthony Albanese hatte zuvor gesagt, der australische Inlandsgeheimdienst habe den damaligen Teenager vor sechs Jahren wegen Verbindungen zu einer in Sydney ansässigen Terrorzelle des IS überprüft.

    Blumensträusse am Tatort am Bondi Beach. (16. Dezember 2025)
    Blumensträusse am Tatort am Bondi Beach. (16. Dezember 2025)
    Bild: Keystone/EPA/Mick Tsikas

    Der Chef der Polizei des Bundesstaats New South Wales, Mal Lanyon, bestätigte laut dem «Guardian», dass beide Attentäter im vergangenen Monat auf die Philippinen gereist waren. Der Zweck dieser Reise und der dortige Aufenthaltsort der beiden würden derzeit untersucht, hiess es.

    In dem Auto, das auf den Sohn zugelassen ist, befanden sich laut Lanyon mehrere Sprengsätze und zwei selbstgemachte IS-Flaggen. Man arbeite weiterhin daran, die Hintergründe des Anschlags aufzuklären. Nach Albaneses Darstellung waren die Angreifer anscheinend vom IS beeinflusst. «Es scheint, dass das (der Anschlag) durch die Ideologie des Islamischen Staates motiviert war», sagte er dem Radiosender ABC Sydney.

  • Dienstag, 16. Dezember 2025, 2.34 Uhr

    Australiens Premier: IS-Ideologie hat zu Anschlag geführt

    Die beiden Attentäter des Terroranschlags am Bondi Beach in Sydney waren nach Darstellung des australischen Premierministers Anthony Albanese anscheinend von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) beeinflusst. «Es scheint, dass das (der Anschlag) durch die Ideologie des Islamischen Staates motiviert war», sagte Albanese dem Radiosender ABC Sydney. Auf die Frage, ob er das Gefühl habe, genug gegen Antisemitismus in seinem Land getan zu haben, erwiderte er: «Wir tun, was wir können.» Die Ideologie des IS habe zu «dieser Ideologie des Hasses geführt, und in diesem Fall zu der Bereitschaft, einen Massenmord zu begehen. Wir arbeiten so hart wie möglich.»

    Der australische Premierminister Anthony Albanese (l.) besuchte am Dienstag Ahmed al Ahmed, der bei dem Anschlag einen der Angreifer überwältigte, im Spital. Der Syrer wurde dabei selbst angeschossen.
    Der australische Premierminister Anthony Albanese (l.) besuchte am Dienstag Ahmed al Ahmed, der bei dem Anschlag einen der Angreifer überwältigte, im Spital. Der Syrer wurde dabei selbst angeschossen.
    Bild: Keystone/Australian Prime Minister Office via AP

    Seit dem Terrorangriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist es nach Angaben jüdischer Repräsentanten zu einem drastischen Anstieg antisemitischer Übergriffe in Australien gekommen. Nach dem Anschlag am Sonntag am jüdischen Lichterfest Chanukka mit 15 Toten warf Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu der australischen Regierung vor, nichts unternommen zu haben, um einen Anstieg des Judenhasses zu stoppen.

    Laut der australischen Sonderbeauftragten für den Kampf gegen Antisemitismus, Jillian Segal, nahmen antisemitische Vorfälle allein von Oktober 2023 bis September 2024 um 316 Prozent zu. Es seien mehr als 2000 Fälle gemeldet worden, darunter Drohungen, Übergriffe, Sachbeschädigungen und Einschüchterungen. Dazu zählte sie einen Brandanschlag im Dezember 2024 auf eine Synagoge in Melbourne. Die australischen Behörden machten damals den Iran verantwortlich und wiesen den iranischen Botschafter aus. Albanese sagte dem Radiosender, man werde weiter alles tun, um gegen Judenfeindlichkeit vorzugehen. «Wir möchten den Antisemitismus ausmerzen. Das ist das Ziel», sagte der Premier.

    Die australische Regierung stufte die Tat als antisemitischen Terroranschlag ein. Das genaue Motiv der beiden ist aber weiter unbekannt. Örtliche Medienberichte, wonach in einem Auto der beiden Männer zwei IS-Flaggen gefunden wurden, bestätigte die Polizei mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht.

  • 23.09 Uhr

    Sydney Opera House erstrahlt mit Bild von Chanukka-Leuchter

    Im Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in Sydney und als Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinde ist das berühmte Opernhaus der australischen Metropole mit dem Bild eines Chanukka-Leuchters angestrahlt worden. Ein neunarmiger Leuchter war am Montagabend (Ortszeit) auf den Segeln des Wahrzeichens zu sehen, wie Fotos zeigen.

    Zwei Angreifer hatten am Sonntag am beliebten Bondi Beach in Sydney auf die Teilnehmer einer jüdischen Chanukka-Feier geschossen und 15 Menschen getötet. Mehrere Dutzend Verletzte wurden noch in Spitälern behandelt.

    «Nach diesem fürchterlichen Angriff ist es wichtiger denn je, dass die jüdische Gemeinde in New South Wales weiss, dass sie nicht allein ist», sagte der Regierungschef des Bundesstaates, Chris Minns, laut australischen Medienberichten.

    Die Segel des Sydney Opera House am Montagabend. 
    Die Segel des Sydney Opera House am Montagabend. 
    Bild: Keystone/Jonathan Ng/Pool Photo via AP
  • 21.44 Uhr

    Sorge vor weiteren Anschlägen auf jüdische Ziele weltweit

    Nach dem blutigen Anschlag in Australien herrscht die Sorge vor weiteren Angriffen auf jüdische Ziele weltweit. Der israelische TV-Sender Chadschot 13 berichtete, der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad warne vor «vor einem beispiellosen Anstieg von Zusammenschlüssen zur Durchführung von Terroranschlägen gegen Juden und Israelis im Ausland durch Iraner und Palästinenser». Eine Sprecherin des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sagte dazu, sie könne keine Geheimdienstinformationen teilen.

    Der für Diaspora-Fragen und den Kampf gegen Antisemitismus zuständige israelische Minister Amichai Chikli bereitet sich am Dienstag (Ortszeit) auf ein Gebet am Bondi Beach vor.
    Der für Diaspora-Fragen und den Kampf gegen Antisemitismus zuständige israelische Minister Amichai Chikli bereitet sich am Dienstag (Ortszeit) auf ein Gebet am Bondi Beach vor.
    Bild: Keystone/EPA/Mick Tsikas

    Dem Bericht zufolge hat der Mossad-Chef David Barnea Warnungen an Kollegen in mehreren europäischen Ländern sowie an weiteren Orten weltweit weitergegeben. Darin habe er auf wachsende iranischer Vorbereitungen für Anschläge hingewiesen, als Vergeltung für den Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni, bei dem auch iranische Nuklearanlangen bombardiert wurden. Barnea habe zudem vor palästinensischen Anschlägen infolge des Gaza-Kriegs gewarnt.

    Zwei Attentäter – Vater und Sohn – hatten am Sonntag am Bondi Beach in Sydney auf Teilnehmer eines jüdischen Festes geschossen und 15 von ihnen getötet. Chadschot 13 berichtete, nach Einschätzung des Mossad seien die beiden Attentäter in Pakistan von Mitgliedern der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) trainiert worden.

    Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, Israels Sicherheitsbehörden hätten vor Nachahmungstätern gewarnt. Demnach gehörten sowohl Einrichtungen jüdischer Gemeinden als auch offizielle israelische diplomatische Vertretungen zu den potenziellen Zielen. Israelische Botschaften und Vertretungen weltweit seien daher angewiesen worden, in dieser Woche keine Feiern zum jüdischen Chanukka-Fest im Freien abzuhalten.

  • 9.50 Uhr

    Noch 27 Menschen im Spital

    Nach dem Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney mit 16 Toten werden noch 27 Verletzte in Spitäler versorgt. Sechs von ihnen seien in kritischem Zustand, sechs weitere in kritischem, aber stabilem Zustand, teilten die australischen Gesundheitsbehörden mit.

    Medienberichten zufolge wurden inzwischen weitere der Todesopfer identifiziert. Unter ihnen sei auch der Holocaust-Überlebende Alex Kleytman, berichtete «The Australian». Seine Frau, nach Angaben der Zeitung ebenfalls eine Holocaust-Überlebende, sagte dem Blatt, sie seien beide am Bondi Beach gewesen, um das jüdische Lichterfest Chanukka zu feiern. Sie seien seinerzeit von der Ukraine nach Australien ausgewandert und seit fast 60 Jahren verheiratet gewesen.

    Unter den Toten sind den Berichten zufolge auch ein zehnjähriges Mädchen und zwei Rabbiner.

  • 5.35 Uhr

    Albanese will strengere Waffengesetze

    Nach dem tödlichen Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney erwägt die australische Regierung eine Verschärfung der Waffengesetze. Er werde eine Begrenzung der Anzahl der Waffen sowie eine Überprüfung bestehender Lizenzen vorschlagen, kündigte Premierminister Anthony Albanese an. «Die Lebensumstände von Menschen können sich ändern. Menschen können im Laufe der Zeit radikalisiert werden. Lizenzen sollten nicht auf Dauer erteilt werden», sagte Albanese.

    Australiens Premierminister Anthony Albanese am Montag bei einer Pressekonferenz.
    Australiens Premierminister Anthony Albanese am Montag bei einer Pressekonferenz.
    Bild: Keystone/EPA/Steven Markham

    Der Anschlag in Sydney am Sonntag, bei dem zwei Täter 15 Menschen erschossen, war der schlimmste Fall von Schusswaffengewalt in dem Land seit rund 30 Jahren. Die Ermittler haben die beiden Angreifer als Vater und Sohn identifiziert. Der 50-jährige Vater war von Einsatzkräften am Tatort erschossen worden. Der 24-jährige Sohn wurde gefasst und mit schweren Verletzungen ins Spital eingeliefert. Der Chef der Polizei von New South Wales, Mal Lanyon, erklärte, dass der Vater Mitglied in einem Jagdverein gewesen sei. Er habe über eine Waffenbesitzkarte verfügt, weswegen er Langwaffen besitzen durfte.

    Nach dem schlimmsten Amoklauf in der Geschichte Australiens im April 1996, als ein 28-Jähriger in den Ruinen eines ehemaligen Strafgefangenenlagers in Port Arthur in Tasmanien 35 Menschen erschoss, waren in Australien strenge Waffengesetze eingeführt worden. Es gab jedoch zuletzt Medienberichten zufolge Sorge über eine wieder steigende Zahl Waffen im Land.

  • 3.32 Uhr

    Tote aus Israel und Frankreich bei Terroranschlag auf Juden

    Nach Angaben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist unter den Todesopfern des Terroranschlags auf eine Feier des jüdischen Chanukka-Fests am Bondi Beach in Sydney ein Mann mit französischer Staatsangehörigkeit gewesen. Dies teilte Macron am Montag (Ortszeit) mit.

    Das israelische Aussenministerium bestätigte den Tod eines Menschen mit israelischer Staatsangehörigkeit, ohne jedoch weitere Details zu nennen. Die jüdische Bewegung Chabad teilte mit, dass es sich bei einem der Getöteten um den Organisator der Feier und einen Rabbi der Synagoge Chabad of Bondi gehandelt habe. Die Bewegung Chabad betreibt weltweit Öffentlichkeitsarbeit und sponsert Veranstaltungen während wichtiger jüdischer Feiertage.

    Medienberichten zufolge war auch ein Überlebender des Holocausts unter den Todesopfern. Dessen Ehefrau berichtete der Zeitung «The Australian», dass ihr Ehemann bei dem Massaker ums Leben gekommen sei.

    Zwei Schützen hatten am Sonntag die jüdische Feier angegriffen. Sie erschossen 15 Menschen, mindestens 42 weitere Menschen wurden laut Polizei verletzt. Der Angriff wurde als antisemitischer Terroranschlag eingestuft. Bei den beiden Attentätern handelte es sich um einen 50-jährigen Mann und seinen 24-jährigen Sohn. Der 50-Jährige wurde von der Polizei am Tatort erschossen, sein Sohn mit Verletzungen ins Spital gebracht.

    Auf einer Wiese beim Bondi Beach liegen Stühle, Badetücher und andere Dinge, die Menschen  am Sonntag bei der Flucht vor den Kugeln zurückliessen.
    Auf einer Wiese beim Bondi Beach liegen Stühle, Badetücher und andere Dinge, die Menschen  am Sonntag bei der Flucht vor den Kugeln zurückliessen.
    Bild: Keystone/EPA/Dean Lewins
  • Montag, 15. Dezember 2025, 2.12 Uhr

    Australien setzt Flaggen nach Anschlag auf halbmast

    Nach dem verheerenden Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney mit mindestens 16 Toten werden die Flaggen in Australien als Zeichen der Trauer auf halbmast gesetzt. Premierminister Anthony Albanese sprach von einem «dunklen Tag in der Geschichte unseres Landes». Er legte am Bondi Pavilion am beliebten Strand Bondi Beach, wo sich die Gräueltat am Vortag ereignet hatte, Blumen nieder und gedachte der Opfer. Laut australischen Medien handelte es sich um den schlimmsten Fall von Schusswaffengewalt in dem Land seit rund 30 Jahren.

    Albanese lehnte es bei einer Pressekonferenz ab, direkt auf Äusserungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu reagieren, der Australien vorgeworfen hatte, es habe nicht entschlossen gegen Antisemitismus gekämpft. «Dies ist ein Moment der nationalen Einheit», sagte Albanese. «Dies ist ein Moment, in dem die Australier zusammenkommen müssen. Genau das werden wir tun», fügte er hinzu.

    Australiens Generalgouverneurin Sam Mostyn legt am Montag am Bondi Beach einen Blumenstrauss nieder.
    Australiens Generalgouverneurin Sam Mostyn legt am Montag am Bondi Beach einen Blumenstrauss nieder.
    Bild: Keystone/AP Photo/Mark Baker
  • 21.59 Uhr

    Polizei: Angreifer in Sydney waren Vater und Sohn

    Nach dem Anschlag auf ein jüdisches Fest im australischen Sydney haben die Ermittler die beiden Angreifer als Vater und Sohn identifiziert. Das teilte die Polizei bei einer Pressekonferenz mit.

    Der 50-jährige Vater war von Einsatzkräften am Tatort erschossen worden. Der 24-jährige Sohn wurde gefasst und mit schweren Verletzungen ins Spital eingeliefert. Die Polizei geht nicht davon aus, dass am Tatort weitere Täter beteiligt waren.

    Polizeipatrouille am Bondi Beach am Morgen. Nach dem Terroranschlag auf ein jüdisches Fest in der australischen Metropole Sydney gibt die Polizei die Zahl der Toten nun mit 16 an.
    Polizeipatrouille am Bondi Beach am Morgen. Nach dem Terroranschlag auf ein jüdisches Fest in der australischen Metropole Sydney gibt die Polizei die Zahl der Toten nun mit 16 an.
    Bild: sda
  • 21.44 Uhr

    Trump lobt nach Anschlag in Sydney Überwältiger des Schützen

    US-Präsident Donald Trump hat nach dem «schrecklichen» Anschlag in Sydney sein Mitgefühl ausgedrückt und ausdrücklich einen Mann gelobt, der einen der Schützen überwältigte. Das sei «eine sehr, sehr mutige Person», sagte Trump bei einer Weihnachtsansprache. Der Mann habe vielen Menschen das Leben gerettet. Trump verurteilte den Anschlag - wie die australischen Behörden - als antisemitisch.

    Trump lobt nach Anschlag in Sydney Überwältiger des Schützen.
    Trump lobt nach Anschlag in Sydney Überwältiger des Schützen.
    Bild: Alex Brandon/AP/dpa

    Die Szene, wie ein Passant während des Anschlags einen der Schützen überrascht und entwaffnet, ist gefilmt worden. Der Mann springt dem Angreifer zunächst von hinten auf den Rücken. Nach einem kurzen Gerangel nimmt er ihm das Gewehr ab. Der mutmassliche Täter, der zuvor noch um sich geschossen hatte, entkommt hinkend. In australischen Medien wird der Passant als «Held» gefeiert.

  • 21.02 Uhr

    Bondi Beach bleibt geschlossen

    Nach dem Anschlag am Bondi Beach in Sydney mit mindestens 16 Toten bleibt der berühmte Strand am Montag geschlossen. Ermittler untersuchten derzeit noch den Tatort, teilte die Polizei von New South Wales auf der Plattform X mit. Weder Flugzeuge noch Drohnen dürften über das Gelände fliegen.

  • 20.38 Uhr

    Zahl der Toten auf 16 gestiegen

    Nach dem Terroranschlag auf ein jüdisches Fest in der australischen Metropole Sydney gibt die Polizei die Zahl der Toten nun mit 16 an. 40 Menschen seien weiterhin im Spital, teilte die Polizei von New South Wales auf der Plattform X mit.

  • 18.50 Uhr

    Palästinenserbehörde verurteilt Anschlag in Sydney

    Die palästinensische Autonomiebehörde hat den tödlichen Anschlag am jüdischen Lichterfest in der australischen Metropole Sydney verurteilt. Der Staat Palästina bekräftige «seine feste Haltung, alle Formen von Extremismus und Terrorismus, einschliesslich der Tötung von Zivilisten, abzulehnen», hiess es nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa in einer Mitteilung in Ramallah. «Der Staat Palästina verurteilte zudem die anhaltende Tötung von Zivilisten durch Israel im Gazastreifen und im Westjordanland.»

    Man spreche den Familien der Opfer sowie der Regierung und dem Volk des befreundeten Australien aufrichtiges Beileid aus und wünsche den Verletzten eine rasche Genesung, hiess es ausserdem in der Mitteilung.

  • 17.05 Uhr

    Netanjahu wirft Australien Tatenlosigkeit gegen Judenhass vor

    Nach dem blutigen Anschlag in Sydney hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Australien vorgeworfen, es habe nicht entschlossen gegen Antisemitismus gekämpft. Netanjahu sagte in einer Mitteilung, er habe Australiens Premierminister Anthony Albanese schon vor vier Monaten in einem Brief gewarnt, «dass die Politik der australischen Regierung Antisemitismus in Australien fördert und ermutigt».

    Australien und andere führende Staaten hatten in diesem Jahr unter dem Eindruck des verheerenden Gaza-Kriegs einen Staat Palästina formell anerkannt. Netanjahu warf Albanese vor, damit «Öl ins antisemitische Feuer» gegossen zu haben. Die Anerkennung belohne Hamas-Terroristen. Sie bestärke «jene, die australische Juden bedrohen, und ermutigt den Judenhass, der nun in Ihren Strassen umgeht».

    Netanjahu wirft Australien Tatenlosigkeit gegen Judenhass vor. (Archivbild)
    Netanjahu wirft Australien Tatenlosigkeit gegen Judenhass vor. (Archivbild)
    Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa

    Der israelische Regierungschef schrieb, Antisemitismus sei ein Krebs. «Sie haben nichts getan, um die Krebszellen einzudämmen, die in Ihrem Land wuchsen, Sie haben nicht gehandelt», warf er Albanese vor. «Sie haben die Krankheit sich ausbreiten lassen – und das Ergebnis sind die schrecklichen Angriffe auf Juden, die wir heute gesehen haben.»

  • 14.36 Uhr

    Keller-Sutter bekundet Solidarität mit Opfern in Sydney

    Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter hat den Terroranschlag auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach in Sydney verurteilt. Die Schweiz solidarisiere sich mit den Opfern.

    Die Schweiz lehne jede Form von Gewalt, Antisemitismus und Hass entschieden ab, teilte Keller-Sutter auf dem Kurznachrichtendienst X mit. Die Schweiz bekunde nach dem Terroranschlag am Bondi Beach ihre Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen, schrieb die Bundesrätin weiter.

  • 14.17 Uhr

    UN-Chef Guterres zeigt sich «entsetzt»

    UN-Generalsekretär António Guterres hat sich entsetzt über den tödlichen Anschlag in Sydney gezeigt. Er verurteile diese «abscheuliche Attacke», teilte der UN-Chef über die Online-Plattform X mit. «Mein Herz ist bei der jüdischen Gemeinschaft auf der ganzen Welt an diesem ersten Tag von Chanukka, ein Fest, das das Wunder des Friedens und das Licht, das die Dunkelheit besiegt, feiert.»

  • 13.20 Uhr

    Täter schossen mit Shotgun und Gewehr – Mutter wird vor ihren Kindern getroffen

    Abdullah Ashrof ist Augenzeuge des Anschlags – und hat geholfen, Verwundete zu versorgen. So auch einen Polizisten – und eine Frau: «Ich glaube, das Schlimmste war, dass zwei ihrer Kinder direkt neben ihr waren», sagt er dem «Guardian». «Sie war sehr tapfer und versuchte, bei Bewusstsein zu bleiben und zu sprechen.»

  • 12.25 Uhr

    Gibt es einen dritten Täter?

    Die Polizei untersucht, ob es einen dritten Täter geben könnte, sagt Mal Lanyon von der New South Wales Police. Weiter habe man das Auto der beiden bekannten Schützen entdeckt, in dem Sprengstoff vermutet werde. Die «Daily Mail» will einen der Täter als den 24-jährigen Naveed A. identifiziert haben.

  • 12.10 Uhr

    Antisemitischer Terrorakt

    Der Premier des Bundesstaates New South Wales, Chris Minns, teilt mit, dass die Zahl der Todesopfer auf zwölf gestiegen sei. Die Zahl der Verletzten wird von der Polizei nun mit 29 angegeben. Die Behörden werten den Vorfall nun als terroristischen Akt.

  • 11.50 Uhr

    Auch zwei Polizisten verletzt

    Wie die örtliche Polizei mitteilt, gibt es neben den 10 Todesopfern 11 Verletzte, von denen zwei Polizisten sind. Der Tatort bleibt abgesperrt, weil die Behörden verdächtige Gegenstände untersuchen. Ein zweiter Schütze befindet sich in kritischem Zustand, schreibt die Polizei weiter.

    Emerging: Police say they’re responding to 'developing incident,' urges public to avoid the area and take shelter at Bondi Beach in Sydney, Australia amid eyewitnesses reports of shooting.

    [image or embed]

    — AZ Intel (@azintel.bsky.social) 14. Dezember 2025 um 09:14
  • 10.50 Uhr

    Mutiger Passant überwältigt einen der Schützen

    Die Polizei hat laut «Guardian» eingeräumt, dass es neun Tote gab. Auch einer der Schützen wurde demnach erschossen.

    Auf Social Media gibt es diverse Videos, die mitunter grausame Szene zeigen. Sowohl Opfer als auch zwei Schützen wurden gefilmt. Einer der beiden Täter ist offenbar von einem Passanten entwaffnet worden, der dem Mann mit heller Hose und schwarzen Hemd mutig und beherzt das Gewehr abnimmt.


Bei dem Angriff in der australischen Metropole Sydney handelt es sich offiziellen Angaben zufolge um einen Terrorakt. Der Anschlag habe sich am ersten Tag des Chanukka-Festes gegen die jüdische Gemeinde gerichtet, sagte der Regierungschef der Region New South Wales, Chris Minns.

Mindestens zwölf Menschen und auch einer der Angreifer seien getötet worden. Ein anderer mutmasslicher Täter sei in Gewahrsam.

Die beiden Angreifer hätten am Sonntagabend gegen 18.47 Uhr begonnen, auf Familien zu schiessen, die sich am bekannten Strand Bondi Beach versammelt hatten.

Regierungschef: Schockierend und schmerzhaft

Was ein Tag des Friedens und der Freude hätte sein sollen, der in der Gemeinde mit Familie und Unterstützern gefeiert werden sollte, sei «durch diesen schrecklichen und bösartigen Angriff erschüttert» worden, sagte Minns. Dies sei schockierend und schmerzhaft.

Die jüdische Organisation Australian Jewish Association hatte zuvor auf X geschrieben: «Schüsse bei einer Chanukka-Veranstaltung.» Und weiter: «Wir haben so oft davor gewarnt, dass es so kommen würde.»

Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog sprach von einem «grausamen Angriff auf Juden». «Wir wiederholen unsere Warnungen immer wieder gegenüber der australischen Regierung, um Massnahmen einzufordern und gegen die enorme Welle des Antisemitismus zu kämpfen, die die australische Gesellschaft heimsucht.»