USASchüsse beim Weissen Haus – 21-jähriger Verdächtiger tot
SDA
25.5.2026 - 16:00
dpatopbilder – Polizisten des US-Geheimdienstes sichern nach Schüssen in unmittelbarer Nähe des Weissen Hauses den Tatort. Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Keystone
In der Nähe des Weissen Hauses haben Sicherheitskräfte am Wochenende Schüsse eines mutmasslichen Angreifers erwidert und ihn tödlich verletzt. Es soll sich laut US-Medienberichten um einen 21 Jahre alten Mann aus dem Bundesstaat Maryland handeln, er soll schon mehrmals versucht haben, sich dem Weissen Haus zu nähern. US-Präsident Donald Trump hielt sich laut Secret Service, der für dessen Sicherheit zuständig ist, zu dem Zeitpunkt der Schüsse im Weissen Haus auf.
Keystone-SDA
25.05.2026, 16:00
SDA
Der Tathergang wird vom Secret Service so geschildert: Die Person habe am Samstagabend gegen 18.00 Uhr (Ortszeit) bei der Regierungszentrale eine Waffe aus einer Tasche gezogen und das Feuer eröffnet, daraufhin hätten Beamte zurückgeschossen und den Verdächtigen getroffen. Die Person sei im Krankenhaus für tot erklärt worden.
Auch ein unbeteiligter Passant wurde dem Secret Service zufolge während des Schusswechsels in der Hauptstadt Washington verletzt. Es blieb zunächst unklar, ob der Verdächtige oder Agenten des Secret Service dafür verantwortlich waren. Reporter der «New York Times» in Washington berichteten, «20 bis 30 Schüsse» gehört zu haben. Sicherheitskräfte wurden laut Secret Service nicht verletzt.
Der Ort befindet sich mitten in der Hauptstadt. Dort halten sich auch viele Touristen auf.
Warum der Mann die Waffe gezogen haben soll, blieb unklar. Mit Verweis auf eine Quelle der Justizbehörden berichtete der US-Sender CNN, er sei bereits zuvor mit dem Secret Service aneinandergeraten: Im Sommer 2025 soll er eine Zufahrt zum Weissen Haus blockiert haben und dann zur Begutachtung in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden sein. Dem Sender zufolge soll ein Richter ihm später verboten haben, sich dem Gelände des Weissen Hauses zu nähern.
Medienberichte: 21-Jähriger soll behauptet haben, er sei Jesus
Die «Washington Post» erfuhr eigenen Angaben zufolge von einem ehemaligen Bekannten des Mannes, dass der 21-Jährige zu dem Zeitpunkt des Vorfalls den Kontakt zu seinen engsten Freunden abgebrochen und behauptet habe, er sei Jesus Christus. Der US-Sender NBC schrieb, der Mann sei den örtlichen Strafverfolgungsbehörden bereits bekannt gewesen.
Fünf hochrangige Vertreter der Strafverfolgungsbehörden hätten angegeben, dass er in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt habe. Mitarbeiter des Secret Service hätten ihn zudem gekannt, weil er mehrfach am Weissen Haus entlanggelaufen sei und an diversen Eingängen nach Zugang gefragt habe.
Trump war im Weissen Haus – Dritter Schusswaffenvorfall in kurzer Zeit
Auf der Plattform Truth Social bedankte sich Trump später bei seinen Sicherheitskräften für ihren Einsatz. «Vielen Dank an unseren grossartigen Secret Service und die Strafverfolgung für ihr schnelles und professionelles Eingreifen heute Abend», schrieb er. Der Angreifer habe eine gewalttätige Vergangenheit gehabt und sei «möglicherweise von dem meist geschätzten Bauwerk unseres Landes besessen» gewesen, führte der Präsident aus.
Es war der dritte Schusswaffenvorfall in der Nähe des US-Präsidenten in Washington innerhalb kurzer Zeit: Bei einem Gala-Dinner der Presse mit Trump war Ende April ein bewaffneter 31-Jähriger in dem Hilton-Hotel in der Hauptstadt Washington durch eine Sicherheitsschleuse in Richtung des Saals gerannt, in dem Trump, Regierungsmitglieder und zahlreiche Journalisten beim jährlichen Abendessen der Korrespondentenvereinigung des Weissen Hauses versammelt waren. Er erreichte den Ballsaal, in dem das Dinner stattfand, aber nicht. Allerdings wurde ein Beamter der Sicherheitsbehörden angeschossen, seine Schutzweste verhinderte schwerere Verletzungen.
Anfang Mai schoss ferner ein bewaffneter Mann nahe dem Washington Monument und damit in der Nähe des Weissen Hauses auf Einsatzkräfte und traf dabei einen unbeteiligten Jugendlichen. Der Secret Service teilte mit, Beamte hätten das Feuer erwidert und den Verdächtigen getroffen, nachdem er eine Waffe gezogen und auf sie geschossen habe. Das Gelände der Regierungszentrale selbst war nicht betroffen. Das Weisse Haus wurde dennoch kurzzeitig abgeriegelt. Journalisten wurden von Sicherheitskräften vorsichtshalber in den Presseraum gebracht. Präsident Donald Trump setzte eine Veranstaltung mit Kleinunternehmern unterdessen fort.
Motiv des 21-Jährigen unklar
Nach den Schüssen war am Weissen Haus ein grosses Aufgebot der Sicherheitskräfte zu sehen, einzelne Bereiche wurden für Passanten abgesperrt. Ob der mutmassliche Angreifer vorhatte, zum Weissen Haus vorzudringen, blieb unklar. Zu dem Motiv für die Schüsse mitten in der Innenstadt von Washington war zunächst nichts bekannt.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen