PolitikSchwedische Nato-Truppen in Lettland stationiert
SDA
7.2.2025 - 14:06
Der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson spricht mit Soldaten. Foto: Alexander Welscher/dpa
Keystone
Schweden hat erstmals seit seinem Nato-Beitritt eigene Soldaten in einem anderen Bündnisstaat stationiert.
Keystone-SDA
07.02.2025, 14:06
SDA
Zum besseren Schutz der Nato-Ostflanke und zur Abschreckung Russlands hat das nordische Land rund 500 Soldaten nach Lettland verlegt, die in den multinationalen Nato-Gefechtsverband in dem Baltenstaat integriert wurden.
«Schwedische Soldaten sind nun ein wichtiger Teil der Abschreckung und Verteidigung der Nato», sagte der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson bei einer Zeremonie auf dem lettischen Militärstützpunkt Adazi. Dort gehören die im Januar eingetroffenen Truppen des Nato-Neumitglieds nun der von Kanada geführten Nato-Brigade mit 3.500 Soldaten aus 13 Nato-Staaten an.
Nato-Beitritt unter Eindruck des Ukraine-Kriegs
Schweden war unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im März 2024 nach langjähriger militärischer Bündnisfreiheit der Nato beigetreten. Im Dezember hatte das Parlament in Stockholm dem Einsatz in dem an Russland und Belarus grenzenden Lettland zugestimmt.
«Vor fast einem Jahr war ich in Brüssel, um mitzuerleben, wie am Nato-Hauptquartier zum ersten Mal die schwedische Flagge gehisst wurde. Heute ist ein ebenso historischer Tag», betonte Kristersson. Die Stationierung der Truppen sei «Schwedens erster wesentlicher Beitrag» zu den Nato-Praktiken.
Mehr Abschreckung, höhere Bereitschaft
Die schwedischen Soldaten wurden in Adazi auch von der lettischen Regierungschefin Evika Silina begrüsst. «Ich bin froh, dass wir heute hier Schulter an Schulter stehen», sagte sie. «Unsere verstärkte Zusammenarbeit sendet eine gute Botschaft der Abschreckung. Wir erhöhen unsere Bereitschaft für jegliche Bedrohungen.»
Lettland ist durch seine Lage an der Nato-Ostflanke in der geopolitischen Konfrontation mit Russland besonders exponiert. Die Regierung in Riga betrachtet den Ukraine-Krieg auch als direkte Gefahr für die eigene nationale Sicherheit.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen