KlimaSchweizer Bäume wachsen trotz früherem Frühling weniger
SDA
7.1.2026 - 08:00
Durch die Klimaerwärmung beginnt das Stammwachstum nach dem Winter heute um mehrere Tage früher als noch vor zehn Jahren. Trotz des früheren Saisonstarts verzeichnen die häufigsten Schweizer Baumarten einen abnehmenden Wachstumstrend. (Archivbild)
Keystone
Der Klimawandel bremst das Wachstum wichtiger Baumarten in der Schweiz. Obwohl die Bäume wegen steigender Temperaturen früher im Jahr zu wachsen beginnen, legen sie laut einer neuen Studie insgesamt weniger Holz zu als noch vor zehn Jahren.
Keystone-SDA
07.01.2026, 08:00
SDA
Dieses verlangsamte Wachstum hat Konsequenzen: Ein geringerer Zuwachs beim Stammdurchmesser bedeutet, dass die Wälder weniger CO2 aufnehmen und die Klimaerwärmung damit weniger stark bremsen können. Davor warnt die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL am Mittwoch in einer Mitteilung.
Laut der Untersuchung der WSL hat sich der Beginn des Stammwachstums in den letzten zehn Jahren um mehrere Tage deutlich nach vorne verschoben. In einzelnen Jahren sind die ersten Stammradiuszuwächse sogar zwei bis drei Wochen früher messbar als zu Beginn der 2000er-Jahre. Gleichzeitig aber nehmen Hitze- und Trockenperioden zu – und genau sie bremsen das Wachstum.
Tatsächlich resultierte zwischen 2012 und 2022 bei keiner der untersuchten Baumarten ein stärkeres Wachstum. Bei Eichen und Föhren blieb der Zuwachs konstant, Fichten, Weisstannen und Buchen wuchsen sogar weniger.
Nur wenige Wachstumstage pro Jahr
Der Grund dafür liegt im Wasserhaushalt der Bäume. Entscheidend dafür, wie stark ein Baum wächst, ist nicht die Länge der Vegetationsperiode, sondern die Anzahl der Tage, an denen tatsächlich Stammzuwachs stattfindet. Diese hängt davon ab, ob genügend Wasser verfügbar ist. Ist es zu heiss und zu trocken, verdunstet mehr Wasser, als über die Wurzeln aufgenommen werden kann, der Baum gerät unter Stress, das Wachstum stoppt.
Wirklich wachsen können Bäume je nach Art nur an 40 bis 110 Tagen pro Jahr.
«Am Schluss entscheiden einzelne Tage und Stunden, wie viel ein Baum wächst», liess sich der WSL-Forscher Arun Bose in der Mitteilung der Forschungsanstalt zitieren. «Fallen einige durch vermehrte Hitze- und Trockenperioden weg, fehlt ein grosser Teil des jährlichen Stammzuwachses.»
Ein früherer Start nützt somit wenig, wenn Hitze und Trockenheit die kritischen Wachstumsphasen verkürzen. Auch die Waldwirtschaft ist davon betroffen. Werden die Sommerhalbjahre wärmer und trockener, können Forstbetriebe tendenziell weniger Holz ernten.
Macron schlägt Trump vor: G7-Treffen mit Russland und Dänemark
Vorschlag an Trump: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schlägt dem US-Präsidenten ein Treffen der G7-Staaten mit Russland und Dänemark am Donnerstag in Paris vor. Das geht aus privaten Textnachrichten zwischen Macron und Trump hervor, die der US-Präsident auf der Plattform Truth Social teilt. Der Élysée-Palast bestätigt deren Echtheit.
20.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
One-Take: Warum die Sache mit Grönland so wahnsinnig unlogisch ist
Warum ist Donald Trump so besessen von Grönland? Die einen sagen, es sind die Rohstoffe. Die anderen verweisen auf die Sicherheitspolitik. Beides sind keine guten Begründungen, wie du im One-Take-Video siehst.
19.01.2026
Macron schlägt Trump vor: G7-Treffen mit Russland und Dänemark
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
One-Take: Warum die Sache mit Grönland so wahnsinnig unlogisch ist