DiplomatieSchweizer Botschafterin sieht Reformbedarf des Uno-Sicherheitsrats
clsi, sda
12.4.2024 - 04:47
Botschafterin Pascale Baeriswyl vertritt die Schweiz während des zweijährigen Mandats als nichtständiges Mitglied im Uno-Sicherheitsrat. (Archivbild)
Keystone
Die Schweizer Uno-Botschafterin Pascale Baeriswyl hat sich hinsichtlich der Handlungsfähigkeit des Uno-Sicherheitsrats für eine Reform ausgesprochen. Das Gremium sei aber «nur ein Spiegel der aktuellen geopolitischen Situation», sagte Baeriswyl in einem Interview.
Keystone-SDA, clsi, sda
12.04.2024, 04:47
SDA
Der Sicherheitsrat bleibe trotz allen Spannungen ein Ort, an dem man miteinander reden müsse, sagte Baeriswyl in einem am Freitag publizierten Interview mit «Le Temps».
Doch wenn Baeriswyl sehe, wie sich die «grossen Mächte» streiten, beunruhige sie die geopolitische Lage. Hoffnung liege im System: In den Regeln, dem internationalen Recht und dem humanitären Völkerrecht, sagte die Vertreterin der Schweiz.
Die durch Vetos teilweise eingeschränkten Handlungsfähigkeit des höchsten Gremiums der Vereinten Nationen ist bekannt. Die Aussenministerinnen und Aussenminister der G20-Staaten sprachen sich Ende Februar gemeinsam für eine umfassende Reform der wichtigsten internationalen Organisationen aus. «Wir brauchen Institutionen, die die Welt von heute besser widerspiegeln und nicht die Welt, wie sie war, als diese Institutionen geschaffen wurden», sagte etwa US-Aussenminister Antony Blinken.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt