PolitikSechs mutmassliche Putsch-Planer in Rumänien festgenommen
SDA
6.3.2025 - 11:21
ILLUSTRATION - Die Polizei nimmt einen Mann fest. Foto: Monika Skolimowska/dpa
Keystone
In Rumänien sind sechs Menschen festgenommen worden wegen des Verdachts, einen Staatsstreich geplant zu haben.
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06.03.2025, 11:21
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Die Verdächtigen hätten zudem mehrfach Kontakt zu «Agenten fremder Mächte» gehabt «sowohl auf dem Territorium Rumäniens als auch jenem der Russischen Föderation», heisst es in einer Mitteilung der für organisiertes Verbrechen zuständigen Sondereinheit der Staatsanwaltschaft, DIICOT.
Rumänischen Medienberichten zufolge soll einer der Festgenommenen ein 101 Jahre alter Generalmajor i.R. sein, der in Medien immer wieder antisemitische Propaganda verbreitete. Für vier der Verdächtigen hat DIICOT Untersuchungshaft beantragt und für zwei Hausarrest. Darüber soll ein Haftrichter heute entscheiden.
Pläne für Machtübernahme und Nato-Austritt
Die Staatsanwaltschaft wirft den Festgenommenen Landesverrat und Gründung einer Verbrechergruppe vor, die seit 2023 vorhabe, «die Souveränität und Unabhängigkeit des rumänischen Staats zu beeinträchtigen, durch Untergrabung der Verteidigungsfähigkeit des Landes».
Ihr Ziel sei es gewesen, Rumänien aus der Nato hinauszuführen, die aktuelle verfassungsmässige Ordnung und die politischen Parteien zu beseitigen, die Regierungsmacht zu übernehmen, eine neue Verfassung einzuführen sowie den Namen und die Fahne des Landes zu ändern, heisst es in der Mitteilung.
Zwei der Verdächtigen seien im Januar dieses Jahres nach Moskau gereist und hätten dort Personen getroffen, die dazu bereit seien, die Übernahme der Macht dieser Gruppe in Rumänien zu unterstützen.
Auch Geheimdienst sieht Zusammenhang mit Russland
Nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes SRI haben die Verdächtigen auch eine paramilitärische Gruppe geplant, mit dem Ziel, die verfassungsmässige Ordnung in Rumänien zu destabilisieren. Mitglieder dieser Gruppe hätten «aktiv die Unterstützung von Offizieren aus der Botschaft der Russischen Föderation (in Bukarest) verlangt», heisst es in einer Mitteilung des SRI.
Ihre Festnahme stehe im Zusammenhang mit der Ausweisung zweier russischer Diplomaten aus Rumänien von Mittwoch. Diese hätten diese Gruppe der Festgenommenen aktiv unterstützt, schrieb der SRI.
Der russische Militärattaché und dessen Stellvertreter hätten die Wiener Konvention von 1961 zu diplomatischen Beziehungen verletzt, teilte das Aussenministerium in Bukarest mit. Medien sehen einen Zusammenhang mit dem kremlfreundlichen Ex-Präsidentenkandidaten Calin Georgescu, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf verfassungsfeindliche Aktionen ermittelt.
Georgescu war bei der später annullierten ersten Runde der Präsidentenwahl am 24. November 2024 auf Platz eins gekommen. Er will bei der Wahlwiederholung am 4. Mai erneut kandidieren.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
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