100 Liter Regen pro QuadratmeterSechs Tote bei Unwettern in Spanien
Lea Oetiker
30.12.2025
Zivilgardisten führen am 29. Dezember 2025 in Alhaurin El Grande, Malaga, Spanien, eine Suchaktion nach einem vermissten Mann durch.
KEYSTONE
Binnen weniger Tage haben extreme Wetterereignisse Spanien erschüttert: Im Süden kamen bei Überschwemmungen drei Menschen ums Leben, im Norden starben in den Pyrenäen drei Skitourengeher in einer Lawine.
Spanien ist innerhalb weniger Tage von zwei schweren Naturereignissen getroffen worden. Heftige Regenfälle im Süden und eine Lawine in den Pyrenäen haben insgesamt sechs Menschen das Leben gekostet.
Im Süden des Landes kamen in Andalusien drei Menschen bei Überschwemmungen ums Leben. Nach Angaben des staatlichen Fernsehens RTVE wurden westlich von Málaga zwei Männer tot geborgen, deren Kleintransporter in der Nähe von Alhaurín el Grande von Wassermassen mitgerissen worden war.
Ein drittes Opfer starb weiter nördlich bei Granada, als es versuchte, mit einem Moped einen überfluteten Fluss zu durchqueren. Der Beifahrer konnte sich im letzten Augenblick retten und alarmierte den Zivilschutz, berichtete RTVE.
Wegen der Unwetter riefen die Behörden an der Costa del Sol am Wochenende zeitweise die höchste Warnstufe Rot aus und verschickten eine Alarmmeldung an alle Mobiltelefone. Laut «Diario Sur» fielen örtlich bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden.
Drei Skitourengeher von Lawine erfasst
Auch der Norden des Landes blieb von den Wetterextremen nicht verschont. In den Pyrenäen kamen bei Panticosa drei Skitourengeher ums Leben, nachdem sie von einer Lawine erfasst worden waren. Eine weitere Frau konnte mit Unterkühlung gerettet werden, wie die Polizei auf der Plattform X mitteilte. Unter den Toten befanden sich zwei Männer und eine Frau, alle aus dem Baskenland.
Die Gruppe war laut Europa Press auf einer Langlauftour nahe dem 2200 Meter hohen Gipfel Tablato unterwegs, als sich das Schneebrett löste. Zwei Begleiter, die unverletzt blieben, verständigten die Rettungskräfte.
Die Regionalregierung von Aragón kündigte an, drei neue Schnee- und Wetterstationen in den Pyrenäen einzurichten, um Risiken künftig besser bewerten zu können. Gleichzeitig appellierte ein Sprecher an die Berggänger, umsichtig zu bleiben.