DeutschlandSeenotretter bringen 105 Migranten in Italien an Land
SDA
7.2.2023 - 11:48
Helfer geleiten eine Frau vom Bord des deutschen NGO-Schiffs «Sea eye 4». Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat 105 gerettete Migranten in der süditalienischen Stadt Neapel an Land gebracht. Foto: Fabio Sasso/ZUMA Press Wire/dpa
Keystone
Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat 105 gerettete Migranten in der süditalienischen Stadt Neapel an Land gebracht. Zudem wurden nach der Ankunft am Montag zwei Leichen von Bord der «Sea-Eye 4» geholt, wie die Organisation am Dienstag mitteilte.
Keystone-SDA
07.02.2023, 11:48
SDA
Die freiwilligen Helfer retteten die Menschen in der vergangenen Woche im zentralen Mittelmeer bei zwei Einsätzen aus Seenot. Von einem Boot barg die Crew zwei Menschen, die bereits tot waren. Eine weitere Person verstarb nach Angaben von Sea-Eye im Krankenhaus, nachdem die italienischen Behörden sie wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes von Bord der «Sea-Eye 4» geholt hatten.
Laut Sea-Eye hatte Italien das Schiff zunächst angewiesen, die Menschen nach Pesaro an der Adriaküste zu bringen. Demnach protestierte der Kapitän dagegen, so dass die Behörden der Crew am Ende Neapel zuwiesen. Die Organisation warf ihnen vor, das Leiden der Menschen verlängert zu haben. Ein Hafen in Sizilien sei deutlich schneller erreichbar gewesen.
Die Migranten legten von den Küsten Nordafrikas zu der lebensgefährlichen Überfahrt in Richtung Italien und damit der EU ab. Roms rechte Regierung will das unterbinden. Sie will dafür mit den Behörden der Abreiseländer kooperieren. Die Regierung verschärfte ausserdem Regelungen für die zivilen Seenotretter, die regelmässig im Mittelmeer Migranten in Seenot vor dem Ertrinken retten.
Klingbeil: Nach Rubio-Rede nicht zufrieden zurücklehnen
Versöhnliche Töne bei der Münchner Sicherheitskonferenz: US-Aussenminister Marco Rubio bekommt für seine Rede viel Applaus – doch Vizekanzler Lars Klingbeil sieht noch keinen Grund für Entwarnung in den transatlantischen Beziehungen.
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München, 15.02.26: Freundlich im Ton, hart in der Sache: Nach drei Tagen mit Reden und Debatten auf der Münchner Sicherheitskonferenz fällt die Bilanz düster aus, aber immerhin nicht katastrophal.
Die wichtigsten Lehren aus einer Konferenz inmitten des grössten Umbruchs der Weltordnung seit Ende des Kalten Krieges.
US-Aussenminister Marco Rubio lässt in seiner Rede versöhnliche Töne gegenüber Europa anklingen – doch wer genau hinhört, findet viele Gründe für Zweifel. Kooperation kann es demnach nur geben, wenn die Europäer dem politischen Kurs von Trump folgen.
Europa gibt sich hingegen pragmatisch, laut Bundeskanzler Friedrich Merz müsse man nun mit mehr Eigenständigkeit reagieren. Deutschland und Frankreich sprechen etwa über einen möglichen europäischen Atomschirm.
Ein Staatschef bekommt in München diesmal weitaus weniger Aufmerksamkeit als sonst: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj muss anerkennen, dass der Krieg in seinem Land angesichts der Krise in den transatlantischen Beziehungen nicht im Mittelpunkt steht.
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Berlin, 13.02.2026: Krisen und Kriege: Das ist die Münchner Sicherheitskonferenz gewohnt. Dieses Jahr geht es in München aber um noch mehr: den tiefgreifendsten Umbruch der Weltordnung seit Ende des Kalten Krieges.
Das transatlantische Bündnis ist seit Donald Trumps zweitem Amtsantritt als US-Präsident erodiert. Die auf internationalen Regeln und Institutionen basierende Weltordnung droht durch eine auf dem Recht des Stärkeren beruhenden Grossmachtpolitik verdrängt zu werden.
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