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Keystone/Pool via AP
Ein diplomatischer Zwischenfall im Oval Office sorgt für Spannungen zwischen den USA und der Ukraine. Präsident Selenskyj bedauert den Vorfall, während Trump klare Forderungen stellt.
Nach einem hitzigen Austausch im Oval Office zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskyj kochten die Emotionen hoch. Trump wies die Presse aus dem Raum und äusserte, dass genug gesehen worden sei. In der folgenden Stunde, in der beide Präsidenten nicht öffentlich auftraten, versuchte Selenskyj, die Gespräche wieder aufzunehmen, was Trump jedoch ablehnte.
Selenski blieb noch etwa eine Stunde im Weissen Haus und bat um eine Fortsetzung der Gespräche. Trump reagierte mit einem wütenden Beitrag auf Truth Social und liess Selenskyj wissen, dass er zurückkommen könne, wenn er bereit für den Frieden sei. Schliesslich verliess Selenskyj das Weisse Haus in einer Limousine.
Vor dem Abflug mit dem Marine-One-Helikopter erklärte Trump gegenüber Reportern, dass Selenskyj sofortige Gespräche wünsche, was für ihn jedoch nicht in Frage käme. US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte dies und kritisierte Selenskyj für sein Verhalten, das er als diplomatisches Eigentor bezeichnete. Das berichtet «CNN.»
Selenskyj räumte ein, dass der Vorfall im Weissen Haus für beide Seiten nicht vorteilhaft war, lehnte jedoch eine Entschuldigung ab. Er betonte den Respekt für Trump und das amerikanische Volk, stellte jedoch klar, dass die Ukraine nicht ohne die Unterstützung der USA auskommen könne.
Trotz der Spannungen hofft Selenskyj auf eine Verbesserung der Beziehungen und bedauerte den Vorfall. Er betonte, dass es nicht nur um die Beziehung zwischen zwei Präsidenten, sondern zwischen zwei Nationen gehe. In einem Interview äusserte er sein Bedauern über das Geschehene.
Nach dem Vorfall telefonierte Selenskyj mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Nato-Generalsekretär Mark Rutte, um die Situation zu besprechen. Macron betonte die Wichtigkeit der Unterstützung der Ukraine und der Sanktionen gegen Russland.
In der Ukraine erhielt Selenskyj Unterstützung von der «Kyiv Independent», die in einem Editorial betonte, dass der Vorfall im Oval Office nicht von Selenskyj ausging. Die Zeitung stellte klar, dass die Ukraine kein Bündnis mit Russland wolle und der Vorfall in Washington peinlich sei.