USASelenskyj in Davos für Ukraine-Treffen mit Trump
SDA
22.1.2026 - 10:48
HANDOUT - Dieses vom Pressedienst des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellte Foto zeigt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj während einer Videoansprache an die Nation. Foto: -/Press Service Of The President Of Ukraine/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
Keystone
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj ist nach Medienberichten zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in der Schweiz eingetroffen. Auch das Präsidialamt in Kiew bestätigte ukrainischen Medien die Reise.
Keystone-SDA
22.01.2026, 10:48
SDA
Am Mittwoch hatte Trump die Begegnung beim Weltwirtschaftsforum in Davos angekündigt. Selenskyj soll auch auf dem Forum sprechen. Aus Sicherheitsgründen werden Reisen des ukrainischen Staatschefs immer erst bekanntgegeben, wenn er wohlbehalten angekommen ist.
Neben dem Treffen von Trump und Selenskyj in Davos gehen die Bemühungen um ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auch heute abend in Moskau weiter. Dort soll der US-Unterhändler Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir Putin sprechen.
Trump: Selenskyj will einen Deal
Trump hatte am Mittwoch in Davos gesagt, er glaube, dass Selenskyj einen Deal machen wolle. «Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermassen nah dran sind.» Der Republikaner wiederholte seine Forderung, dass der seit fast vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg enden müsse. Putin und Selenskyj wären dumm, wenn sie sich nicht auf einen Deal einliessen, sagte er.
Eine Reise Selenskyjs nach Davos war lange Zeit unsicher gewesen. Er hatte noch am Dienstag gesagt, dass er wegen der andauernden russischen Angriffe aus der Luft viel im eigenen Land zu tun habe. Deswegen werde er nur in die Schweiz reisen, wenn es ein unterschriftsreifes Dokument gebe oder weitere Hilfszusagen etwa zur Lieferung von Flugabwehrwaffen.
Ukrainische Städte sitzen in Kälte und Dunkelheit
Kurz vor der Rede Trumps veröffentlichte Selenskyj auf seinem Telegramkanal Bilder von einer Regierungssitzung in Kiew zum Thema Stromversorgung. In vielen Städten des Landes müssen die Bürger oft stundenlang Tag in Kälte und Dunkelheit ausharren. In der Hauptstadt Kiew waren nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko am Donnerstagmorgen noch etwa 3.000 Hochhäuser ohne Heizung.
Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow teilte mit, sein Team habe sich in Davos mit den US-Unterhändlern Witkoff und Jared Kushner sowie amerikanischen Investoren getroffen. Dabei sei es um den Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg und Sicherheitsgarantien für das Land gegangen. Unklar ist indes, ob es für die Begegnung zwischen Trump und Selenskyj tatsächlich unterschriftsreife Dokumente gibt.
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
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