PolitikSelenskyj: Tote und viele Verletzte nach Russlands Angriffen
SDA
18.1.2026 - 10:40
ARCHIV - Rettungskräfte arbeiten am Ort des jüngsten russischen Luftangriffs auf ein Wohngebiet, bei dem es mindestens einen Toten und mehrere Verletzte gab. Foto: Tommaso Fumagalli/ZUMA Press Wire/dpa
Keystone
Bei neuen russischen Luftangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden. «Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen», teilte der Staatschef am Morgen in den sozialen Netzwerken mit. Russland habe erneut mehr als 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Betroffen gewesen seien die Gebiete Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa. Selenskyj forderte erneut mehr Hilfe von den Verbündeten.
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18.01.2026, 10:40
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«Allein in dieser Woche wurden mehr als 1.300 Angriffsdrohnen, rund 1.050 Gleitbomben und insgesamt 29 Raketen verschiedener Typen eingesetzt», teilte Selenskyj weiter mit. «Deshalb braucht die Ukraine noch mehr Schutz – vor allem mehr Raketen für Luftabwehrsysteme.» Das sei von den Verbündeten auch versprochen worden, hiess es in einem Video, das Selenskyj mit Bildern von den Schäden und Folgen der russischen Angriffe veröffentlichte.
Selenskyj warf Russland einmal mehr auch vor, den diplomatischen Prozess für eine Beendigung des Krieges gezielt hinauszuzögern. Neben mehr Unterstützung für die Ukraine brauche es auch mehr Druck auf Russland. Die Ukraine wehrt sich inzwischen seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.
Russland greift gezielt Energieinfrastruktur an
Russland greift täglich an, vor allem auch die Energieinfrastruktur der Ukraine. Die Folge sind grossflächige Strom- und Heizungsausfälle. Damit will Moskau auch den Druck auf das Land erhöhen, sich auf einen Friedensplan zu russischen Bedingungen einzulassen. Kiew lehnt das ab.
«Die Lage im Energiesystem bleibt schwierig, aber wir tun alles, um alle Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen», sagte Selenskyj. Die Reparaturteams seien unter schweren winterlichen Wetterbedingungen rund um die Uhr im Einsatz.
Nach ukrainischen Gegenangriffen in russischen Regionen kämpfen auch da Einsatzkräfte gegen Stromausfälle. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen von 63 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern und Schäden machte das Ministerium wie in den meisten Fällen keine Angaben. Die Schäden und die Zahl der Opfer auf russischer Seite sind deutlich geringer als auf ukrainischem Gebiet.
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
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