UkraineSelenskyj: Tote und viele Verletzte nach Russlands Angriffen
SDA
13.5.2026 - 18:45
ARCHIV – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild
Keystone
Bei einem neuen massiven Angriff mit Hunderten Drohnen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens sechs Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Seit Tagesbeginn seien bereits mindestens 800 Drohnen in den Luftraum des Landes eingedrungen, und die Attacke dauere an, teilte Selenskyj bei Telegram mit. Er sprach von «Terror».
Keystone-SDA
13.05.2026, 18:45
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«Es ist sicherlich kein Zufall, dass einer der längsten massiven russischen Angriffe gegen die Ukraine gerade zu dem Zeitpunkt stattfand, als der Präsident der Vereinigten Staaten zu einem Besuch in China eintraf – einem Besuch, von dem sich viele viel versprechen», sagte Selenskyj. Er hatte zuvor die Hoffnung geäussert, dass US-Präsident Donald Trump auf China einwirke, die Unterstützung für den russischen Angriffskrieg zu beenden.
Peking bezeichnet sich offiziell als neutral in dem Konflikt. Durch den Kauf von russischem Öl und Gas spült China aber Geld in Russlands Kriegskasse. Und das mit westlichen Sanktionen belegte Russland profitiert wiederum vom chinesischen Gütern, die es auch für seine Rüstungsindustrie nutzt.
Selenskyj: Russland nutzt schwierige geopolitische Lage
Selenskyj warf Russland vor, die schwierige geopolitische Phase auszunutzen, «das allgemeine politische Klima zu vergiften». In einer Rede in der rumänischen Hauptstadt Bukarest bei einem Gipfel von neun osteuropäischen Nato-Mitgliedern (B9) forderte er die Verbündeten auf, die Verteidigungskraft der Ukraine weiter zu stärken. Russland müsse auch mit weiterem Druck – etwa mit schärferen Sanktionen – an den Verhandlungstisch gezwungen werden, um den Krieg zu beenden.
In Moskau wiederholte Kremlsprecher Dmitri Peskow die russische Aufforderung an Selenskyj, seine Truppen aus dem Gebiet Donezk abzuziehen. Dann könne es einen Waffenstillstand geben. Selenskyj lehnt es kategorisch ab, die von Kiew kontrollierten Gebiete Russland zu schenken.
Russland will mit den nach einer dreitägigen Waffenruhe intensivierten Drohnenschlägen den Druck auf die Ukraine erhöhen, sich auf die russischen Bedingungen für Friedensverhandlungen einzulassen. Selenskyj berichtete von Treffern in Transkarpatien, in der Region Lwiw (Lemberg), in Wolhynien sowie in Iwano-Frankiwsk und in der Region Riwne. «Leider gibt es Treffer auch in vielen anderen unserer Regionen: in den Gebieten Winnyzja, Tscherniwzi, Chmelnyzkyj, Dnipro, Kirowohrad, Saporischschja, Schytomyr, Kiew, Mykolajiw, Odessa, Sumy, Tscherkassy, Charkiw und Cherson.»
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Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
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