Ukraine-Ticker «Freie Wirtschaftszone» als Kompromiss? Kiew ist skeptisch +++ EU bereitet trotz Ungarns Blockade Kiews Beitritt vor

Oliver Kohlmaier

12.12.2025

Nato-Chef Rutte warnt vor Krieg «wie zu Zeiten der Grosseltern»

Nato-Chef Rutte warnt vor Krieg «wie zu Zeiten der Grosseltern»

STORY: Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Mitgliedstaaten der transatlantischen Allianz eindringlich zu verstärkten militärischen Anstrengungen aufgerufen, um einen von Russland geführten Krieg zu verhindern. Ein russischer Angriff könne «von einem Ausmass sein, wie es unsere Grosseltern und Urgrosseltern erlebt haben», sagte Rutte am Donnerstag bei einer Veranstaltung der Münchner Sicherheitskonferenz in Berlin. Russland könne innerhalb von fünf Jahren bereit sein, militärische Gewalt gegen die Nato anzuwenden. O-Ton Mark Rutte, Nato-Generalsekretär: «Wir sind Russlands nächstes Ziel. Und wir sind bereits in Gefahr. Als ich letztes Jahr Nato-Generalsekretär wurde, habe ich davor gewarnt, dass das, was in der Ukraine geschieht, auch den Bündnisstaaten passieren könnte. Dass wir zu einer Kriegsmentalität übergehen müssen. Ich befürchte, dass zu viele stillschweigend selbstgefällig sind. Zu viele spüren die Dringlichkeit nicht. Und zu viele glauben, dass die Zeit auf unserer Seite ist. Das ist sie nicht. Jetzt ist es Zeit zu handeln.» Zuvor hatte sich Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Rutte überzeugt davon gezeigt, dass US-Präsident Donald Trump einen Frieden in der Ukraine nur mit den Europäern zusammen erreichen wolle. O-Ton Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler: «Und ich habe aus diesem Telefongespräch mit Präsident Trump gestern den festen Eindruck mitgenommen, dass er bereit ist, diesen Weg mit uns zu gehen, weil er weiss, dass die Europäer hier auch mit ihren eigenen Interessen gehört werden müssen. Und das haben wir ihm in dem Telefonat gestern deutlich gemacht. Und das war in dieser Hinsicht ein wirklich sehr konstruktives Telefonat, wo auch die gegenseitigen Positionen klar wurden und auch gegenseitiger Respekt zum Ausdruck kam.» Es werde am Wochenende weitere Gespräche geben, sagte Merz. Dabei gehe es vor allem um die Frage, welche territorialen Zugeständnisse die Ukraine bereit sei zu machen. Diese Frage könne aber nur der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und insofern das ukrainische Volk beantworten.

11.12.2025

Am 24. Februar 2022 hat Russland seinen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Ein Ende ist nicht absehbar. Die Entwicklungen im Ticker.

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Keystone-SDA, Redaktion blue News

Das Wichtigste im Überblick

  • Russlands Invasion begann am 24. Februar 2022. Seither herrscht in der gesamten Ukraine Krieg – mit Frontverläufen im Osten und Süden des Landes.
  • Millionen Menschen sind auf der Flucht. Über 6 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer leben laut Uno-Angaben im Ausland, viele weitere sind Binnenvertriebene.
  • Die westliche Welt unterstützt die Ukraine. Nato-Staaten liefern Waffen, Hilfsgelder und Luftabwehrsysteme – eine direkte Kriegsbeteiligung lehnen sie aber ab.
  • Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.
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  • 4.30 Uhr

    EU bereitet trotz Ungarns Blockade ukrainischen Beitritt vor

    Trotz der Blockade durch Ungarn haben sich die EU-Kommission und Kiew auf einen 10-Punkte-Plan geeinigt, der die Ukraine einem EU-Beitritt näher bringen soll. Er sieht vor, Korruption zu bremsen und die Demokratie stärken. Beides ist zentral für den Weg in die EU. Ungarn blockiert weiter den formalen Start der Gespräche. EU und Ukraine arbeiten aber bereits am praktischen Teil des Beitritts.

    Putin- und Trump-Freund Viktor Orbán. (Archivbild)
    Putin- und Trump-Freund Viktor Orbán. (Archivbild)
    Bild: Keystone/EPA/Filip Singer
  • 3.37 Uhr

    «Freie Wirtschaftszone» als Kompromiss? Kiew ist skeptisch

    Im Ringen um ein Ende des russischen Angriffskrieges gibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Einblick in den aktuellen Verhandlungsstand. So brachten die USA nach seinen Worten die Idee ins Spiel, den bisher von der ukrainischen Armee kontrollierten Teil des Donbass-Gebiets im Osten des Landes zur «freien Wirtschaftszone» zu erklären. Der Kompromissvorschlag bestehe darin, dass die russische Seite nicht in dieses Gebiet vordringt, sagte Selenskyj örtlichen Medienberichten zufolge in Kiew.

    Die im Krieg schwer beschädigte ukrainische Stadt Myrnohrad im Osten der Ukraine.
    Die im Krieg schwer beschädigte ukrainische Stadt Myrnohrad im Osten der Ukraine.
    Bild: Keystone/Ukrainian Defense Forces via AP

    Allerdings ergänzte er, dass der Fairness halber umgekehrt die Frage erlaubt sein müsse: «Wenn sich die eine Seite zurückzieht, wie man es von den Ukrainern verlangt, warum zieht sich die andere Kriegspartei nicht um die gleiche Entfernung in die andere Richtung zurück?»

    Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich einen Plan für eine Friedenslösung vorgelegt, den Kritiker als «russische Wunschliste» und faktische Kapitulationserklärung der Ukraine bezeichneten, weil er im Wesentlichen bekannte Forderungen Moskaus enthielt. Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten bemühten sich, den Plan im Eiltempo umzuarbeiten und für sie nicht hinnehmbare Punkte herauszustreichen. Am Mittwoch übermittelte die Ukraine dann eine Antwort.

  • 2.39 Uhr

    Trump spricht von Ukraine-Treffen am Samstag

    US-Präsident Donald Trump hat als Termin für ein mögliches Treffen in Europa zur Befriedung des Ukraine-Kriegs den Samstag genannt.

    «Am Samstag findet ein Treffen statt, wir werden sehen, ob wir daran teilnehmen oder nicht», sagte Trump im Weissen Haus – ohne zu erwähnen, mit wem die Gespräche geführt würden. Er betonte, Vertreter der USA würden an einem solchen dann Treffen teilnehmen, «wenn wir glauben, dass es gute Chancen gibt». Ansonsten wolle man keine Zeit verschwenden.

    Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hatte zuletzt erklärt, es sei möglich, dass es nach Gesprächen am Wochenende zu Beginn der nächsten Woche ein Treffen in Berlin geben werde. Ob die US-Regierung daran teilnehme oder nicht, sei noch offen.

    Trump bekräftigte, dass die USA zu Sicherheitsgarantien bereit seien – darunter werden im Kontext des Ukraine-Kriegs Vorkehrungen verstanden, die das Land vor weiteren Aggressionen Russlands nach einem Friedensschluss schützen sollen und auch von den Europäern gefordert werden. «Wir würden bei der Sicherheit helfen, weil es meiner Meinung nach ein notwendiger Faktor ist», sagte Trump. Nähere Details nannte er auch hierzu nicht.

    US-Präsident Donald J. Trump (l.) und First Lady Melania Trump beim «Congressional Ball» im Weissen Haus am Donnerstagabend.
    US-Präsident Donald J. Trump (l.) und First Lady Melania Trump beim «Congressional Ball» im Weissen Haus am Donnerstagabend.
    Bild: Keystone/EPA/Shawn Thew

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, er und sein Team führten Gespräche über Sicherheitsgarantien mit der US-Seite. «Sicherheitsgarantien gehören zu den wichtigsten Elementen für alle weiteren Schritte», wurde Selenskyj in einer Mitteilung zitiert. Es müsse konkrete Antworten darauf geben, was die Partner machen würden, falls Russland die Ukraine erneut angreifen sollte. Daran werde weiter gearbeitet.

  • Freitag, 12. Dezember 2025, 1.48 Uhr

    Trump: Rede mit China und Russland über Denuklearisierung

    US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben mit China und Russland über Denuklearisierung, also atomare Abrüstung gesprochen. «Ich habe mit China darüber gesprochen. Ich habe mit Russland darüber gesprochen. Und ich denke, das wäre etwas, was wir gerne tun würden, und sie würden es auch gerne tun, und ich denke, Russland würde es gerne tun», sagte Trump bei einem Treffen im Weissen Haus.

    Auf den Hinweis eines Reporters, dass Russland erklärt habe, es sei unmöglich, den Abrüstungsvertrag New Start rechtzeitig vor dessen Auslaufen im Februar 2026 neu auszuhandeln, antwortete Trump, ihm sei etwas anderes gesagt worden. Der 2010 zwischen den USA und Russland geschlossene Vertrag zur nuklearen Abrüstung wurde 2021 letztmalig um fünf Jahre verlängert. Er sieht eine Reduzierung der Atomsprengköpfe und der Trägersysteme vor.

    Ende Oktober sorgte Trump mit der überraschenden Ankündigung einer sofortigen Wiederaufnahme von Atomwaffentests für Aufsehen. Aber auch da erklärte er, dass mit Russland über eine Denuklearisierung gesprochen werde. Damals sagte Trump, falls etwas in dieser Richtung unternommen werden sollte, werde man China hinzuziehen.

    Russisches Atom-U-Boot, von dem die angebliche Wunderwaffe «Poseidon» abgefeuert werden kann. (1. November 2025)
    Russisches Atom-U-Boot, von dem die angebliche Wunderwaffe «Poseidon» abgefeuert werden kann. (1. November 2025)
    Bild: IMAGO/SNA/Vadim Savitskii
  • 22.50 Uhr

    Trumps Friedensplan: Ukraine besteht auf Armee mit 800'000 Soldaten

    In ihrer überarbeiteten Version eines ursprünglich von den USA vorgelegten Friedensplans besteht die Ukraine auf einer Sollstärke der Armee von 800'000 Soldaten. «Das ist die reale Stärke der heutigen Armee, das ist mit den Militärs abgestimmt», sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Journalisten in Kiew.

    Dieser Punkt des aktuell 20 Punkte umfassenden Entwurfs sei damit hinreichend überarbeitet worden. In der im November bekanntgewordenen Variante eines ursprünglichen US-Plans war noch von einer Beschränkung auf 600'000 Soldaten die Rede.

  • 22.20 Uhr

    Trump «äusserst frustriert» über Kiew und Moskau

    US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben des Weissen Hauses «äusserst frustriert» über Russland und die Ukraine. Der Republikaner sei es leid, dass Treffen nur um der Treffen willen stattfänden, sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt bei einer Pressekonferenz. Er wolle keine weiteren Gespräche, sondern Taten sehen. Trump sei «äusserst frustriert über beide Seiten dieses Krieges», er wolle, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ende.

    Weil es noch immer keine Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine gibt, verliert Donald Trump die Geduld.
    Weil es noch immer keine Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine gibt, verliert Donald Trump die Geduld.
    Bild: Keystone/AP/Alex Brandon

    Leavitt betonte gleichzeitig, dass die USA weiterhin engagiert blieben, um dieses Ziel zu erreichen. Nach Trumps Gespräch mit den Europäern am Mittwoch würde aktuell ein Team rund um seinen Sondergesandten Steve Witkoff mit beiden Seiten sprechen. Ob die USA zu einem Treffen am Wochenende in Europa, an dem auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnehmen soll, Vertreter schicken, ist demnach noch unklar.

  • 19.53 Uhr

    Toter und Verletzte bei Bombenanschlag in Kiew

    Bei zwei aufeinanderfolgenden Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Nationalgardist getötet worden. Vier Menschen, unter ihnen zwei Polizisten, seien zudem verletzt worden, erklärte die Kiewer Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Zunächst detonierte demnach ein Sprengsatz während einer Patrouille von zwei Nationalgardisten. Einer der beiden Soldaten sei getötet worden.

    Im Anschluss sei ein zweiter selbstgebauter Sprengsatz explodiert, als Polizei und Rettungskräfte vor Ort waren, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Der Vorfall werde als Anschlag eingestuft. Es seien Ermittlungen wegen eines «Terrorakts» eingeleitet worden.

    Russland wird immer wieder vorgeworfen, Ziele gezielt kurz hintereinander anzugreifen, um auch die Ersthelfer zu treffen. Solch ein Angriff wäre ein Kriegsverbrechen, da er auf Zivilisten und Rettungskräfte zielt.

  • 18.36 Uhr

    USA schlagen Freihandelszone in der Ostukraine vor

    Bei den Verhandlungen zu einer Beilegung des Ukraine-Kriegs sprechen sich die USA nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für eine entmilitarisierte Sonderwirtschaftszone im Osten der Ukraine aus. «Sie stellen sich vor, dass die ukrainischen Streitkräfte das Gebiet der Region Donezk verlassen, und der vorgesehene Kompromiss besteht darin, dass russische Streitkräfte nicht in dieses Gebiet einmarschieren», sagte Selenskyj am Donnerstag vor Journalisten in Kiew.

    Wie Selenskyj weiter sagte, soll die russische Armee nach den Vorstellungen der USA nicht verpflichtet werden, sich aus den Regionen Donezk, Cherson und Saporischschja zurückzuziehen. Den Plänen zufolge sei aber ein russischer Truppenrückzug aus den Regionen Dnipropetrowsk, Charkiw und Sumy vorgesehen, sagte Selenskyj.

    US-Präsident Donald Trump (links) will in der Ostukraine eine Sonderwirtschaftszone erreichten: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist von der Idee noch nicht überzeugt.
    US-Präsident Donald Trump (links) will in der Ostukraine eine Sonderwirtschaftszone erreichten: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist von der Idee noch nicht überzeugt.
    Bild: Keystone

    Strittig in den Gesprächen mit den USA sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten insbesondere «das Gebiet der Region Donezk und alles, was damit zusammenhängt» - sowie der künftige Status des derzeit unter russischer Kontrolle stehenden Atomkraftwerks Saporischschja. «Über diese beiden Fragen diskutieren wir weiter», sagte Selenskyj.

    Aus Selenskyjs Sicht sollen die Ukrainer per Volksentscheid über jeglichen Kompromiss zum Territorium des Landes entscheiden. «Ich glaube, dass das ukrainische Volk diese Frage beantworten wird. Ob durch Wahlen oder ein Referendum, es muss eine Stellungnahme des ukrainischen Volkes erfolgen», sagte Selenskyj.

  • 17.52 Uhr

    Zwei Tote nach russischem Beschuss in Ukraine

    In der nordukrainischen Region Sumy sind bei einem russischen Angriff mit Gleitbomben zwei Menschen getötet worden. Die Attacke traf nach Angaben des Militärgouverneurs Oleh Hryhorow ein Geschäft in der Ortschaft Welyka Pyssariwka.

    Eine Verkäuferin und eine Anwohnerin seien dabei ums Leben gekommen, zwei weitere Personen seien verletzt worden. 

    In der Region Sumy greift Russland immer wieder an. (Archivbild)
    In der Region Sumy greift Russland immer wieder an. (Archivbild)
    Evgeniy Maloletka/AP/dpa
  • 16.45 Uhr

    Ukraine übergibt USA Antwort auf Trumps Friedensplan

    Die Ukraine hat ihre Antwort auf den von den USA vorgelegten Friedensplan Medien zufolge formuliert und an Washington zurückgeschickt. Das berichtete das Nachrichtenportal RBK Ukrajina.

    Details des Gegenvorschlags sind bislang nicht bekannt. Der ursprünglich von der Administration unter US-Präsident Donald Trump vorgelegte Plan war teilweise als «russische Wunschliste» scharf kritisiert worden, weil er im Wesentlichen die Forderungen Moskaus übernommen hatte.

    So sollte die Ukraine nicht nur auf den Nato-Beitritt verzichten, sondern auch die Truppenzahl des Militärs beschränken und weitere Gebiete mit gut ausgebauten Verteidigungsanlagen im Osten des Landes räumen, die sie bislang kontrolliert. Im Gegenzug sollte sich Moskau dazu verpflichten, keine weiteren Angriffe auf das Nachbarland zu starten.

    Die Territorialfrage und Sicherheiten für die Ukraine waren die Knackpunkte des Papiers. Gebietsabtretungen hatte die ukrainische Führung unter Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Vergangenheit ausgeschlossen. Zudem will sich Kiew nicht nur auf das Versprechen Moskaus verlassen müssen, nicht noch einmal militärisch zu intervenieren.

  • 11.31 Uhr

    Ukraine greift Putins Schattentanker an

    Ukrainische Marinedrohnen haben nach Angaben aus Kiew einen Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer getroffen. Die «Dashan» sei schwer beschädigt worden, teilt ein Vertreter des ukrainischen Geheimdienstes SBU am Mittwoch mit.

    Das Schiff sei mit maximaler Geschwindigkeit und ausgeschalteten Transpondern auf dem Weg zum russischen Hafen Noworossijsk unterwegs gewesen, als die Drohnen im Heck einschlugen. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

    Ukraine greift russischen Öltanker an

    Ukraine greift russischen Öltanker an

    Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes verstiess das Schiff gegen Sanktionen. Es wurde mit mehreren Marinedrohnen angegriffen.

    11.12.2025

    Die Ukraine hatte in den letzten Wochen mehrfach Handelschiffe im Schwarzen Meer angegriffen, die nach Ansicht Kiews gegen Russland verhängte Sanktionen ignorieren. Neben Öltankern gehören dazu auch Frachtschiffe. Schifffahrtsexperten gehen davon aus, dass die sogenannte «russische Schattenflotte» ein wichtiger Bestandteil für Moskau ist, um den Krieg in der Ukraine zu finanzieren.

  • 7.57 Uhr

    Grosser Drohnenangriff Kiews legt Moskaus Flughäfen lahm

    Zahlreiche russische Flughäfen, darunter auch die vier Moskauer Airports, mussten offiziellen Angaben zufolge in der Nacht den Betrieb wegen eines grossen ukrainischen Drohnenangriffs schliessen. Nach Angaben der Luftfahrtbehörde Rosawijazija mussten allein in Moskau mehr als 130 Flüge umgeleitet, verzögert oder gestrichen werden. Insgesamt seien die Hauptstadtflughäfen Scheremetjewo, Domodedowo, Wnukowo und Schukowski mehr als sieben Stunden ausser Betrieb gesetzt worden.

    Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von fast 300 ukrainischen Drohnen in der Nacht. Mehr als ein Drittel davon wurden demnach in der westrussischen Region Brjansk an der Grenze zur Ukraine vom Himmel geholt. Jeweils 40 Drohnen seien aber auch in den Regionen Kaluga und dem Moskauer Umland abgewehrt worden, teilte das Militär mit. Angaben zu Schäden machte das Verteidigungsministerium traditionell nicht.

    Derweil erklärte der Chef des russischen Ermittlungskomitees, Alexander Bastrykin, dass ukrainische Drohnenangriffe bisher in knapp der Hälfte (41) der Regionen des Landes ernsthafte Schäden verursacht hätten. Seit Kriegsbeginn belaufe sich der Schaden auf rund 600 Milliarden Rubel (6,7 Milliarden Euro), sagte er. Moskau werde Schadenersatz dafür von Kiew verlangen, kündigte er an. Russland seinerseits beschiesst die Ukraine systematisch mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern. Die insgesamt in der Ukraine angerichteten Schäden durch die russische Invasion liegen nach Einschätzung Kiews im dreistelligen Milliardenbereich in Euro.

    More than 300 drones are now heading directly toward Russia. An airport near Moscow has been closed, and authorities have warned of an imminent drone-strike threat, per Russian media report.

    [image or embed]

    — Olga Nesterova (@onestpress.onestnetwork.com) 11. Dezember 2025 um 01:12
  • 5 Uhr

    US-Verteidigungshaushalt: Truppen sollen in Europa bleiben

    Das US-Repräsentantenhaus hat den neuen Verteidigungshaushalt im Umfang von fast einer Billion Dollar beschlossen. Der Entwurf würde den erwarteten Truppenabzug in Europa begrenzen. Er sieht unter anderem vor, dass die US-Regierung die Zahl der US-Soldaten in Europa nicht längerfristig unter 76'000 senken kann. Nun geht die Vorlage in den Senat.

    Nach Angaben des Pentagon waren zuletzt rund 100'000 US-Soldat*innen in Europa stationiert. Davon waren gut 65'000 fest im Einsatz, der Rest wurde rotierend entsandt. Der Entwurf sieht 800 Millionen Dollar für die Ukraine vor. Die baltischen Staaten bekommen 175 Millionen Dollar für ihre Verteidigung. Die Zusammenarbeit mit Taiwan wird mit einer Milliarde Dollar unterstützt.

    Mike Johnson, der republikanische Speaker des Repräsentantenhauses, schaffte es am Mittwoch, einige Parteikollegen auf seine Seite zu ziehen und den Verteidigungshaushalt durchzuboxen.
    Mike Johnson, der republikanische Speaker des Repräsentantenhauses, schaffte es am Mittwoch, einige Parteikollegen auf seine Seite zu ziehen und den Verteidigungshaushalt durchzuboxen.
    Bild: Keystone/AP Photo/J. Scott Applewhite
  • Donnerstag, 11. Dezember 2025, 4.17 Uhr

    Selenskyj kündigt Treffen mit Europäern an

    Im Bemühen um ein Ende des russischen Angriffskriegs will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am heutigen Donnerstag erneut mit Vertretern europäischer Unterstützerstaaten zusammenkommen. Diese Woche könne Neuigkeiten für alle und für ein Ende des Blutvergiessens bringen, schrieb er in sozialen Medien. Zu einem Treffen in Europa am Wochenende mit Selenskyj sind nach Worten von US-Präsident Donald Trump indes auch die USA eingeladen. Unterdessen gehen die Angriffe im Krieg weiter.

    Selenskyj wiederholte in seiner Ankündigung für das Treffen mit den Europäern bekannte Knackpunkte im Ringen um ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs. Die entscheidenden Fragen seien, wie Russland dazu gebracht werden könne, das Töten zu stoppen und wie es von einer erneuten Invasion abgehalten werden könne.

    Zu den Unterstützerstaaten, der sogenannten Koalition der Willigen, zählen neben EU-Staaten wie Deutschland und Frankreich auch Nicht-EU-Länder wie Grossbritannien und Norwegen. Mehr als 30 Staaten dieser Koalition arbeiteten mit der Ukraine für die Sicherheit an Land, in der Luft und auf See, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er kündigte an, dass weitere auch bilaterale Formate folgen sollten. Selenskyj lobte ausserdem ein produktives Gespräch mit der US-Seite über den wirtschaftlichen Wiederaufbau seines Landes.

  • 23.37 Uhr

    Trump fordert Selenskyj zu mehr Realismus auf

    US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj zu einer realistischen Einschätzung mit Blick auf den Krieg mit Russland aufgefordert. Trump äusserte sich am Mittwoch im Weissen Haus, nachdem er mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Grossbritannien gesprochen hatte. Es sei «in ziemlich deutlichen Worten» über die Ukraine diskutiert worden, sagte der US-Präsident.

    In den vergangenen Tagen drängte Trump Selenskyj, sich einem von den USA vorgelegten Friedensplan anzuschliessen, der den Krieg in der Ukraine beenden soll, den Russland 2022 begonnen hatte. «Ich denke, er muss realistisch sein», sagte Trump über Selenskyj während einer Frage-und-Antwort-Runde mit Reportern. «Ich frage mich wirklich, wie lange es noch dauern wird, bis sie Wahlen abhalten.»

    Trump sagte ausserdem, die europäischen Staats- und Regierungschefs würden am kommenden Wochenende gerne ein Treffen mit Vertretern der USA und der Ukraine ansetzen. «Wir werden eine Entscheidung treffen, je nachdem, was sie uns zurückmelden», erklärte Trump.  

    Trump spricht von geplantem Treffen mit Selenskyj und den Europäern. (Archivbild)
    Trump spricht von geplantem Treffen mit Selenskyj und den Europäern. (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 20.38 Uhr

    Kiew: Tanker russischer Schattenflotte mit Drohnen schwer beschädigt

    Nach Angaben aus Kiew haben ukrainische Marinedrohnen einen Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer getroffen. Die «Dashan» sei schwer beschädigt worden, teilt ein Vertreter des ukrainischen Geheimdienstes SBU mit.

    Den Angaben zufolge ist Schiff mit maximaler Geschwindigkeit und abgeschalteten Transpondern auf dem Weg zum russischen Hafen Noworossijsk gewesen, als die Drohnen im Heck einschlugen und schwere Explosionen auslösten. Eine russische Stellungnahme liegt nicht vor.

  • 17.45 Uhr

    Europa kann Rückgang der US-Hilfen für die Ukraine nicht ausgleichen

    Die europäischen Staaten haben die Streichung der US-Militärhilfe für die von Russland angegriffene Ukraine nicht ausgleichen können. Die ausländische Militärhilfe sei im Sommer stark zurückgegangen, teilte der Ukraine Support Tracker des Kiel Instituts für Weltwirtschaft mit. Dieser Trend habe sich im September und Oktober fortgesetzt.

    In dieser Zeit hätten die Europäer der Ukraine Militärhilfen in Höhe von etwa 4,2 Milliarden Euro zugewiesen, teilte das Institut weiter mit. Das sei deutlich zu wenig, um den Ausfall der US-Hilfen zu kompensieren. Die US-Regierung hat Rüstungshilfen für die Ukraine eingestellt, sofern diese nicht von Nato-Ländern bezahlt werden. Nach Angaben des Instituts wurde die jährliche Hilfe für die Ukraine hauptsächlich von den USA und Europa geleistet und betrug in den vergangenen drei Jahren durchschnittlich etwa 41,6 Milliarden Euro. Doch in diesem Jahr waren es bislang nur 32,5 Milliarden Euro. «Bleibt es bei diesem niedrigen Tempo, wird 2025 das Jahr mit den geringsten neuen Hilfszuweisungen für die Ukraine seit Russlands Invasion 2022», hiess es.

    Präsiden Selenskyj vor einem Patriot-Flufabwehrsystem: Europäische Staaten konnten den Ausfall von US-Hilfen an die Ukraine nicht ausgleichen.
    Präsiden Selenskyj vor einem Patriot-Flufabwehrsystem: Europäische Staaten konnten den Ausfall von US-Hilfen an die Ukraine nicht ausgleichen.
    Jens Büttner/dpa (Archivbild)

    Um das frühere Niveau noch zu erreichen, wären bis Jahresende zusätzliche 9,1 Milliarden Euro erforderlich, rechnete das Institut vor. Das aber sei doppelt so viel wie die durchschnittliche Monatsleistung in der jüngsten Vergangenheit. «Angesichts dieser Verlangsamung wird es schwierig für Europa, den Ausfall der US-Militärhilfe im Jahr 2025 vollständig auszugleichen», schrieben die Verfasser.

    Zugleich sei die Militärhilfe aus den einzelnen europäischen Staaten sehr unterschiedlich, fügten sie hinzu. So habe Deutschland seine durchschnittlichen monatlichen Zuweisungen fast verdreifacht. Frankreich und Grossbritannien hätten ihre Beiträge mehr als verdoppelt und auch Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden hätten ihre Hilfe für die Ukraine erheblich aufgestockt. Dagegen habe Spanien in diesem Jahr noch gar keine neue Militärhilfe geleistet und Italien seine niedrigen Beiträge im Vergleich zu 2022 bis 2024 um 15 Prozent reduziert.

  • 12.34

    Kreml erfreut über Trumps und Selenskyjs Aussagen

    Der Kreml hat US-Präsident Donald Trump für seine in der Zeitschrift «Politico» geäusserte Kritik am ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und die Forderung nach harten Zugeständnissen an Russland gelobt.

    Trumps Äusserungen «zu den Themen Nato-Mitgliedschaft, Territorium und so weiter, zum Thema, wie die Ukraine Boden verliert, stimmen mit unserem Verständnis überein», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Trump habe zudem Kiews Streben in die Nato als Ursache des Konflikts benannt, was wichtig für eine friedliche Lösung sei, führte er aus.

    Kremlsprecher Dmitri Peskow. (Archivbild)
    Kremlsprecher Dmitri Peskow. (Archivbild)
    sda

    Peskow begrüsste auch Selenskyjs Bereitschaft zu Neuwahlen in der Ukraine. Dies sei «ziemlich neu» und decke sich mit Forderungen, die Russlands Präsident Wladimir Putin schon länger und US-Präsident Trump kürzlich erhoben hätten, sagte er. Putin, der Anfang 2022 den Krieg gegen die Ukraine befohlen und mit seinen Truppen derzeit rund ein Fünftel des Nachbarlands besetzt hält, erklärt seit dem vergangenen Jahr, dass Selenskyjs Amtszeit abgelaufen und er damit nicht mehr der legitime Präsident der Ukraine sei. Trump griff diese Darstellung im «Politico»-Interview auf und mahnte ebenfalls Wahlen an.

    Kiew hatte in der Vergangenheit den Ausfall der regulären Präsidenten- und Parlamentswahlen mit dem Kriegsrecht begründet, das tatsächlich Abstimmungen in Kriegszeiten verbietet. Selenskyj signalisierte in der Frage nun Entgegenkommen und kündigte an, das Parlament um eine Gesetzesänderung zu bitten. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die USA und Europa die Sicherheit der Abstimmung gewährleisten. Unklar bleibt, wie die Transparenz der Wahl vor allem in den von Russland besetzten Gebieten gewährleistet werden soll.

  • 11.24 Uhr

    Polen will Kiew restliche MiG-29 überlassen

    Polen will der Ukraine seine letzten Kampfjets MiG-29 überlassen, im Gegenzug für neue Raketen- und Drohnentechnologie aus Kiew.

    Der polnische Generalstab in Warschau schrieb auf der Plattform X von einer «Spende der Flugzeuge», sie sei «Teil der Politik der Allianz zur Unterstützung der Ukraine und zur Aufrechterhaltung der Sicherheit der Ostflanke der NATO».

    In Polen hätten die Mehrzweckkampfflugzeuge sowjetischer Bauart das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht, ihre Aufgaben würden von Kampfjets F-16 aus den USA und FA-50 aus Südkorea übernommen. Die Gespräche über Raketen- und Drohnentechnik aus der Ukraine liefen noch. Hauptziel sei «der Erwerb und die gemeinsame Entwicklung neuer Verteidigungs- und Industriekompetenzen».

    2023 hatte Polen der von Russland angegriffenen Ukraine bereits zehn MiG-29 überlassen. Seitdem steht auch die Übergabe der restlichen knapp ein Dutzend Maschinen im Raum. In der ukrainischen Luftwaffe ist die MiG-29 mit mehreren Dutzend Maschinen der am häufigsten vertretene Flugzeugtyp trotz erster Lieferungen westlicher F-16 und Mirage aus Frankreich.

  • 9 Uhr

    Ukraine setzt Frachter fest

    Der ukrainische Geheimdienst SBU hat in Odessa ein Schiff wegen des illegalen Anlaufens der von Russland annektierten Halbinsel Krim festgesetzt.

    Der Frachter habe vor dem russischen Einmarsch von 2022 mindestens siebenmal Sewastopol angelaufen, um illegal Agrarprodukte zu exportieren, teilte der SBU mit. Unter anderem seien so Ende Januar 2021 knapp 7000 Tonnen Getreide nach Nordafrika ausgeführt worden. Nun habe das Schiff Odessa unter der Flagge eines afrikanischen Staates angelaufen, um eine Ladung Stahlrohre zu exportieren.

    Der Name des Frachters wurde nicht genannt. Nach Angaben des SBU gelten bereits Sanktionen der Ukraine gegen den tatsächlichen Schiffseigner. Jedoch seien zur Umgehung der Schiffsname und die formellen Eigentümer in Drittstaaten ständig geändert worden.

    Auf dem Schiff befanden sich der Kapitän und 16 Besatzungsmitglieder aus Ländern des Nahen Ostens. Ihnen drohen Strafverfahren unter anderem wegen illegaler Einreise und Finanzierung von Handlungen zur Änderung der Staatsgrenzen der Ukraine.

  • Mittwoch, 10. Dezember 2025, 0.10 Uhr

    Übergabe des überarbeiteten Friedensplans an USA verzögert sich

    Die Ukraine hat den mit Hilfe europäischer Verbündeter überarbeiteten Entwurf eines Friedensplans bisher nicht an die USA übermittelt. «Wir arbeiten auf der Ebene unserer Berater, heute und morgen. Ich denke, dass wir ihn morgen übergeben», sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Journalisten, wie der öffentlich-rechtliche Sender Suspilne am Abend meldete. Es gebe dabei ein Rahmendokument aus 20 Punkten, «das ständig geändert wird», ein Dokument zu Sicherheitsgarantien und ein drittes Papier zum Wiederaufbau. «Das wird wirksam, wenn der Krieg endet oder ein Waffenstillstand erreicht wird», sagte Selenskyj.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) führte am Dienstag in Rom Gespräche mit Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni, davor traf er Papst Leo XIV.
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) führte am Dienstag in Rom Gespräche mit Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni, davor traf er Papst Leo XIV.
    Bild: Keystone/AP Photo/Gregorio Borgia

    Zugleich sprach der Präsident Russland jeglichen Friedenswillen ab. «Was Russland anbelangt, so sehen wir nur ihre Angriffe. Angriffe auf Energieanlagen. Die Menschen sind ohne Strom», sagte der Staatschef. Diese Angriffe auf die kritische Infrastruktur würden belegen, dass Russland nicht am Friedensprozess interessiert sei.

    Ende November hatte Washington Kiew einen Friedensplan aus 28 Punkten vorgelegt. Bestandteile wie ein vollständiger Rückzug aus den ostukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk oder eine Amnestie für Kriegsverbrechen werden von der ukrainischen Führung abgelehnt. Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren gegen eine

  • 22.45 Uhr

    Selenskyj: Bei gewährleisteter Sicherheit sind Wahlen möglich

    Wenn die USA und Europa die Sicherheit gewährleisten, ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj innerhalb von 60 bis 90 Tagen zu Wahlen auch während des laufenden Krieges mit Russland bereit. «Ich habe persönlich den Willen und die Bereitschaft dazu», sagte der Staatschef Journalisten, wie die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine meldete. Neben der Sicherheitsfrage müsse dafür auch das Wahlgesetz angepasst werden. Er bitte daher die Abgeordneten seiner Fraktion darum, entsprechende Gesetzesänderungen vorzubereiten.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.
    Bild: Keystone
  • 21.43 Uhr

    London: Britischer Soldat in Ukraine ums Leben gekommen

    In der von Russland angegriffenen Ukraine ist ein britischer Soldat ums Leben gekommen. «Er wurde bei einem tragischen Unfall verletzt, als er ukrainische Soldaten beim Test einer neuen Verteidigungsfähigkeit beobachtete», teilte das Verteidigungsministerium in London auf X mit. Der Vorfall sei am Dienstagmorgen fern der Frontlinie geschehen.

    Es gab keine weiteren Angaben dazu, etwa welcher Einheit der Soldat angehörte. Laut BBC hat die britische Regierung in der Vergangenheit eingeräumt, dass sich eine kleine Zahl an Soldaten in der Ukraine befindet. Diese sollen demnach die ukrainischen Streitkräfte unterstützen und für die Sicherheit des diplomatischen Personals sorgen.

  • 18.59 Uhr

    Selenskyj in Rom – Italien bleibt wichtiger Partner für Kiew

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in Rom Gespräche mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni geführt. «Wir hatten ein tolles Gespräch, das sehr inhaltsreich hinsichtlich aller Aspekte der diplomatischen Lage war», schrieb Selenskyj danach auf sozialen Netzwerken. Die ukrainische Seite schätze es, dass sich Italien aktiv an der Suche nach wirksamen Ideen und Schritten zur Herbeiführung eines Friedens beteilige. Kiew zähle auch weiter auf die italienische Unterstützung.

    Italiens  Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Gespräch mit Wolodymyr Selenskyj.
    Italiens  Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Gespräch mit Wolodymyr Selenskyj.
    Bild: Keystone/AP Photo/Andrew Medichini

    Selenskyj dankte insbesondere für gewährte Unterstützung im Energiebereich und dabei zur Verfügung gestellte Ausrüstungen. «Das ist das, was die ukrainischen Familien, unsere Menschen, Kinder, das Leben in unseren Städten und Gemeinden unterstützt, die unter ständigem russischem Beschuss stehen», fuhr Selenskyj fort.

  • 15.33 Uhr

    Letztes Militärflugzeug seiner Art in Russland abgestürzt – sieben Tote

    Ein militärisches Transportflugzeug ist in Zentralrussland abgestürzt. Dies meldet die russische Nachrichtenagentur Tass in Berufung auf Rettungsdienste. Es soll sich um die letzte im Dienst befindliche Antonow An-22 in Russland gehandelt haben. Es ist das grösste Propellerflugzeug, das je gebaut wurde.

    Gemäss der russischen Zeitung «Kommersant» befanden sich sieben Insassen an Bord, von denen keiner den Absturz überleben konnte. Laut Augenzeugen zerbrach die Maschine in der Luft. Die genaue Unfallursache ist noch unklar und wird derzeit untersucht.

    Der Absturz soll sich nach einer routinemässigen Wartung ereignet haben. Die Antonow An-22 war 50 Jahre im Einsatz.

  • 13.55 Uhr

    Prozess gegen mutmasslichen Spione beginnt in Frankfurt

    Drei Männer sollen im Auftrag eines russischen Geheimdiensts in Deutschland einen kriegsversehrten früheren ukrainischen Offizier ausspioniert haben. Wegen der Vorwürfe müssen sie sich seit heute vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt verantworten.

    Das Ausspähen der Zielperson habe der Vorbereitung der Tötung des Mannes gedient, sagte die Vertreterin von Deutschlands oberster Anklagebehörde, der Bundesanwaltschaft, bei Verlesung der Anklage. Einer der Angeklagten, ein armenischer Staatsangehöriger, soll den Spionage-Auftrag Anfang Mai 2024 erhalten und dafür die anderen beiden angeheuert haben – einen Ukrainer und einen Russen.

    Unter einem Vorwand soll die Zielperson im Juni 2024 zu einem Treffen in einem Café in der Frankfurter Innenstadt gelockt worden sein. Die Angeklagten sollen sich vor Ort bereitgehalten haben, um den Mann zu identifizieren und nähere Informationen über ihn zu gewinnen.

    Dieser hatte sich jedoch schon zuvor an die deutsche Polizei gewandt, das Treffen kam daher nicht zustande. Am 19. Juni 2024 wurden die drei Angeklagten in Frankfurt festgenommen, seither sitzen sie in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, in einem besonders schweren Fall für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. Die Anklage der Bundesanwaltschaft folgte im Mai 2025.

    Die Verteidiger des armenischen Staatsangehörigen wiesen die Vorwürfe vor Gericht zurück. Die Beweisführung der Anklage sei lückenhaft, mögliche alternative Abläufe seien nicht untersucht worden, erklärten sie nach Verlesung der Anklage.

  • 13.26 Uhr

    Sonderfall führt zum Tod zweier russischer Piloten

    Der pro-russische Telegram-Kanal Fighterbomber berichtet von dem tödlichen Unfall zweier russischer Piloten. 

    Wegen der ukrainischen Drohnenangriffe hat Moskaus Luftwaffe vermehrt Schutzbauten für seine Militär-Flugzeuge gebaut. Der kann aber in einem Sonderfall zu einem grossen Problemen werden.

    Demnach seien bei einem russischen Bomber die Schleudersitze ausgelöst worden, als sich das Flugzeug noch in seinem gehärteten Hangar befand. Pilot und Waffensystemoffizier hätten tödliche Verletzungen erlitten, schreibt Fighterbomber.

    Eine Su-34 im Einsatz über Syrien.
    Eine Su-34 im Einsatz über Syrien.
    EPA

    Die Behördern untersuchen demnach nun den Fall. Bei  Flugzeug dürfte es sich um eine Su-34 oder Su-24 gehandelt haben. Zum Ort des Vorfalls gibt es keine Angaben.

    So sieht eine Su-24 aus.
    So sieht eine Su-24 aus.
    KEYSTONE
  • 12.55 Uhr

    Russisches Militär-Transportflugzeug abgestürzt

    In der nordrussischen Region Iwanowo ist nach offiziellen Angaben eine Militärmaschine vom Typ An-22 abgestürzt. An Bord des Transporters seien sieben Menschen gewesen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

    Über das Schicksal der Personen im Flugzeug ist bislang offiziell nichts bekannt. Eine Such- und Bergungsaktion in der unbewohnten Gegend sei gestartet worden, heißt es. Die Tageszeitung «Kommersant» berichtete derweil, dass die Insassen tot seien.

    ⚡️Russian military transport aircraft An-22 with seven people on board crashed in the Ivanovo region of Russia.

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    — 🦋Special Kherson Cat🐈🇺🇦 (@specialkhersoncat.bsky.social) 9. Dezember 2025 um 10:34

    Die Antonow An-22 wurde noch zu Sowjetzeiten in den 1960er Jahren entwickelt. Medienberichten zufolge war dies die letzte Maschine dieses Typs, die vom russischen Militär betrieben wurde. Das Flugzeug wurde zum Transport grösserer Luftfracht, aber auch für Einsätze von Fallschirmjägern genutzt.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau stürzte das Flugzeug bei einem planmässigen Flug nach einer Reparatur ab.

  • 12.12 Uhr

    Selenskyj beim Papst – Gebietsabretungen verstossen gegen ukrainische Recht

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit Papst Leo XIV. in dessen Residenz Castel Gandolfo getroffen. Leo habe «seinen dringenden Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass die aktuellen diplomatischen Initiativen zu einem gerechten und dauerhaften Frieden führen», teilte der Vatikan heute im Anschluss mit.

    Der Dialog müsse fortgesetzt werden. Es war das dritte Treffen zwischen Selenskyj und Leo, der im Mai zum Papst gewählt worden war. Der Papst hat zu einer Waffenruhe aufgerufen und insbesondere Russland aufgefordert, Gesten zur Förderung des Friedens zu machen.

    Selenskyj und der Papst am 9. Dezember in Castel Gandolfo.
    Selenskyj und der Papst am 9. Dezember in Castel Gandolfo.
    KEYSTONE

    Der Heilige Stuhl versucht, in dem Krieg neutral zu bleiben, während er dem nach seinen Worten gemarterten Volk der Ukraine Solidarität und Hilfe angeboten hat. Leo hat auch mindestens einmal mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert.

    Selenskyj wollte in Italien auch mit Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprechen, die ein gutes Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump hat.  Selenskyj äusserte sich kritisch zu Trumps Vorstellungen über ein Ende des russischen Angriffskrieges. Trump wolle zweifelsohne den Krieg beenden und habe sicher seine eigenen Vorstellungen davon, erklärte Selenskyj, als er gestern.

    Doch die Ukraine wolle keine Territorien abtreten. «Wir leben hier, wir sehen die Details und Nuancen aus der Innenperspektive, wir nehmen alles viel tiefer wahr, denn dies ist unser Heimatland», sagte Selenskyj. Russland verlange ukrainische Gebiete. «Nach dem Gesetz haben wir kein solches Recht. Nach dem Gesetz der Ukraine, unserer Verfassung, dem Völkerrecht und um ehrlich zu sein, haben wir auch kein moralisches Recht dazu», sagte Selenskyj.

  • 11 Uhr

    Ukrainische Drohnen treffen Ziele in rund 1000 Kilometer Entfernung

    In der russischen Grossstadt Tscheboksary an der Wolga sind nach offiziellen Angaben Trümmer einer ukrainischen Drohne in ein Wohnhaus gestürzt und haben 14 Menschen verletzt.

    Ukrainian long-range drones struck the Russian city of Cheboksary overnight. Footage shows the moment of impact, but the full extent of the damage is still being clarified.

    [image or embed]

    — NOELREPORTS (@noelreports.com) 9. Dezember 2025 um 08:56

    Unter den Verletzten sei auch ein Kind, schrieb der Vizeregierungschef der russischen Teilrepublik Tschuwaschien, Wladimir Stepanow, bei Telegram. Alle Opfer seien in ärztlicher Betreuung. Über die Schwere der Verletzungen schrieb er nichts.

    Medienberichten zufolge waren in Tscheboksary bis zu sieben Explosionen zu hören. Die Hauptstadt von Tschuwaschien liegt etwa 1000 Kilometer von der Ukraine entfernt. In der Industriestadt gibt es auch mehrere Rüstungsfabriken.

    Cheboksary, Chuvashia, locals report an attack and incoming strikes #russianLosses #UkraineNews

    [image or embed]

    — Baba Yaga Fèlla (@babayagafella.bsky.social) 9. Dezember 2025 um 10:45

    Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete derweil den Abschuss von 121 ukrainischen Drohnen über russischem Territorium und der seit 2014 annektierten Krim. Während demnach vier Drohnen über dem benachbarten Gebiet Nischni Nowgorod abgeschossen wurden, gab es keine Drohnenmeldungen zu Tschuwaschien selbst.

    Russland beschiesst in dem nunmehr fast vier Jahre währenden Krieg systematisch das Hinterland der angegriffenen Ukraine. In der vergangenen Nacht habe Russland mit 110 Drohnen angegriffen, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Einschläge habe es an neun unterschiedlichen Orten gegeben. Zum Ausmass der Schäden und möglichen Opfern machte das Militär keine Angaben.

    Aber auch Kiew hat inzwischen Drohnen entwickelt, mit denen es Objekte – zumeist aus der Öl- und Gasindustrie – weit hinter der russischen Grenze attackiert. Die Schäden und die Opferzahlen stehen aber in keinem Verhältnis zu den von Russland angerichteten massiven Zerstörungen und vielen Toten und Verletzten in der Ukraine.

  • 9.45 Uhr

    Deutscher Minister skeptisch zu Friedensaussichten

    Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul äussert sich angesichts der russischen Forderungen nach Gebietsabtretungen durch die Ukrainer skeptisch zu den Erfolgsaussichten der aktuellen Verhandlungen über eine Friedenslösung für die Ukraine.

    «Ich bin noch nicht sicher, dass ein kompromissfähiges Papier am Ende des Tages auf dem Tisch liegen wird», sagte der CDU-Politiker am Rande eines Besuchs in der südchinesischen Hightech-Metropole Guangzhou.

    Es sei gut, dass an einem Kompromisspapier mit Ernsthaftigkeit gearbeitet werde, fügte er hinzu. Je weiter die Verhandlungen fortschreiten würden, desto kritischer und wichtiger würden die Fragen, die übrig blieben.

    «Dass die territorialen Fragen zu den schwierigsten gehören, das war von vornherein klar», fügte Wadephul hinzu. Am Ende würden nur die Ukrainer darüber entscheiden können, betonte er. «Dass ihnen diese Entscheidungen nicht leicht fallen werden, das liegt auch vollkommen auf der Hand.»

    Er gehe davon aus, dass alle Parteien die nächsten Tage weiter nutzen würden, um intensiv miteinander zu verhandeln, sagte der Minister. Die Bundesregierung stehe gemeinsam insbesondere mit Frankreich und Großbritannien eng an der Seite der Ukrainer und versuche, das Land zu unterstützen. «

    Das gelingt nach wie vor sehr gut», unterstrich Wadephul. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte von Russland verlangte Gebietsabtretungen erneut abgelehnt – obwohl dies ein zentraler Punkt aus dem US-Plan für ein Ende des Kriegs ist.

  • 5.28 Uhr

    Stromausfall in Sumy nach russischem Drohnenangriff

    Ein russischer Drohnenangriff auf die nordostukrainische Stadt Sumy hat zu einem grossflächigen Stromausfall geführt. «In der Gemeinde Sumy gibt es massenhafte Angriffe auf Energieanlagen», teilte der Gouverneur des Gebiets, Oleh Hryhorow, bei Telegram mit. Die russische Armee habe mehr als ein Dutzend Kampfdrohnen eingesetzt. Innerhalb einer halben Stunde habe es mehr als zehn Drohnenangriffe auf die Stadt gegeben. Der Strom in der Stadt sei ausgefallen, kritische Infrastruktur werde im Notbetrieb aufrechterhalten. Sobald es die Sicherheitslage zulasse, sollten Reparaturtrupps die Schäden beheben.

    Russischer Angriff auf Sumy am Montag. 
    Russischer Angriff auf Sumy am Montag. 
    Bild: Keystone/Ukrainian Emergency Service via AP

    Es ist der zweite grössere Angriff auf die Stadt innerhalb von 24 Stunden. Russische Angriffe auf die Ukraine konzentrieren sich seit Monaten auf die Energieinfrastruktur.

  • 5.17 Uhr

    Selenskyj: Überarbeiteter US-Plan heute an Washington

    Eine überarbeitete Version des US-Friedensplans für ein Ende des Ukraine-Kriegs soll nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bis zum heutigen Dienstag an Washington übermittelt werden. Der von den USA ausgearbeitete Friedensplan sei inzwischen von 28 auf 20 Punkte gekürzt worden, teilte Selenskyj ukrainischen Journalisten mit. «Die offen Ukraine-feindlichen Positionen wurden herausgenommen.» Selenskyj kündigte die Fertigstellung und Übergabe des Plans an die USA für den morgigen Dienstag an.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag in London.
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag in London.
    Bild: Keystone/AP Photo/Kin Cheung

    Zugleich schloss Selenskyj Gebietsabtretungen an Russland weiter strikt aus. «Wir haben nach dem Gesetz keinerlei Recht dazu – weder nach dem Gesetz der Ukraine, noch unserer Verfassung oder dem Völkerrecht, wenn wir ehrlich sind», schrieb er. Russland beharre weiter auf der Abtretung von Territorien im Osten des Nachbarlandes.

    Die USA hatten Ende November einen Plan für ein Ende des seit 2022 währenden Krieges in der Ukraine an Kiew übergeben. Der Plan stiess sofort auf die Ablehnung Kiews und der europäischen Verbündeten des osteuropäischen Landes.

  • Dienstag, 9. Dezember 2025, 0.22 Uhr

    Selenskyj unterrichtet Nato, EU über Gespräche mit USA

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Spitzen der EU und Nato über den Stand der Gespräche mit den USA zu einer möglichen Friedenslösung im Krieg mit Russland informiert. «Unsere Positionen sind in allen Fragen aufeinander abgestimmt. Wir handeln koordiniert und konstruktiv», teilte er nach den Gesprächen auf der Online-Plattform X mit. Neben Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte er sich auch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa getroffen.

    Zuvor hatte Selenskyj in London Gespräche mit den Staats- und Regierungschefs der E3-Staaten (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien) geführt. Nach diesem Treffen teilte er mit, Gebietsabtretungen an Russland – ein zentraler Punkt aus dem US-Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs – kämen für ihn nach wie vor nicht infrage. Eine überarbeitete Fassung des Plans soll Selenskyj zufolge bis diesen Dienstag an Washington übermittelt werden.

    Von der Leyen schrieb nach dem Austausch mit dem Ukrainer: «Das Ziel ist eine starke Ukraine, sowohl auf dem Schlachtfeld als auch am Verhandlungstisch.» Ähnlich äusserte sich Costa, der bekräftigte: «Die Sicherheit der Ukraine muss langfristig als erste Verteidigungslinie für unsere Union gewährleistet sein.» Rutte sprach von guten Gesprächen auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden.

    Vorangegangen waren mehrtägige Verhandlungen zwischen Unterhändlern Kiews und der USA in der vergangenen Woche über eine neue Fassung des von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Friedensplans.

  • 21.12 Uhr

    Selenskyj schliesst Gebietsabtretungen an Russland erneut aus

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat jegliches Abtreten von Gebieten an Russland erneut ausgeschlossen. Kiew habe juristisch keine Möglichkeit zu Gebietsabtretungen, sagte er bei einer Online-Medienkonferenz. Nach ukrainischem Recht, der Landesverfassung sowie gemäss dem Völkerrecht habe seine Regierung dazu kein Recht. «Und wir haben auch nicht das moralische Recht dazu», betonte Selenskyj.

    Russland erhebt Anspruch auf grosse Gebiete in der Ukraine, das Thema gehört zu den wichtigsten Streitpunkten bei den derzeit auf Hochtouren laufenden Verhandlungen über einen US-Plan für ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Moskau bestehe darauf, «dass wir Gebiete abtreten, aber wir wollen nichts abtreten, und darum kämpfen wir», sagte Selenskyj. Die USA versuchten, einen «Kompromiss» in dieser Frage zu erzielen, doch es gebe weiterhin «schwierige Probleme, und es wurde noch kein Kompromiss gefunden».

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (v.l.n.r.), der britische Premierminister Keir Starmer, der deutsche Kanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron am Montag nach ihrem Treffen in der 10 Downing Street.
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (v.l.n.r.), der britische Premierminister Keir Starmer, der deutsche Kanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron am Montag nach ihrem Treffen in der 10 Downing Street.
    Bild: Keystone/AP Photo/Thomas Krych

    Eine von Kiew und den Europäern gemeinsam überarbeitete Version des US-Plans könne möglicherweise am Dienstagabend an Washington übermittelt werden, sagte der ukrainische Präsident. Wichtig sei neben Territorialfragen auch die Frage nach künftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Er habe «bis heute keine Antwort auf die Frage bekommen, was unsere Partner im Falle einer erneuten Aggression durch Russland zu tun bereit sind», sagte Selenskyj.

    Grundlage der Gespräche ist ein vor rund drei Wochen von den USA vorgelegter Ukraine-Plan. Der ursprüngliche Entwurf, der als sehr Moskau-freundlich galt, wurde auf Drängen der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten in zentralen Punkten überarbeitet. Sowohl Kiew als auch die Europäer fordern aber weitere Änderungen zugunsten der Ukraine.

  • 18.15 Uhr

    Merz zeigt sich skeptisch bei US-Friedensplan

    Friedrich Merz ist skeptisch gegenüber einzelnen Details aus den US-Vorschlägen für einen Friedensschluss in der Ukraine. Das sagte der deutsche Bundeskanzler bei einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der sogenannten E3-Staaten und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in London. Über diese Details müsse man sprechen, sagte Merz. «Darum sind wir hier». Er sei gespannt, was Selenskyj über die von den USA vermittelten Gespräche berichten könne. Die kommenden Tage können «eine entscheidende Zeit für uns alle» werden, sagte der Kanzler. Wie auch Grossbritanniens Premier Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über ihre jeweiligen Länder, bekräftigte die er Unterstützung Deutschlands für Kiew. Daran könne kein Zweifel aufkommen. Er fügte hinzu: «Wir alle wissen: Das Schicksal dieses Landes ist das Schicksal Europas.»

    Selenskyj sagte, es müssten wichtige Entscheidungen getroffen werden. Bei den Beratungen in London gehe es unter anderem um «die Einigkeit zwischen Europa und der Ukraine und auch um die Einigkeit zwischen Europa, der Ukraine und den Vereinigten Staaten», sagte der Ukrainer, und: «Es gibt Dinge, die wir ohne die Amerikaner nicht schaffen (...).»

    Unterhändler der USA und der Ukraine hatten bis Samstag im US-Bundesstaat Florida drei Tage lang über eine neue Fassung des von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Friedensplans verhandelt. Dessen ursprüngliche Version war vielfach als «russische Wunschliste» kritisiert worden. Selenskyj schaltete sich nach eigenen Angaben zum Abschluss der Gespräche dazu, den Austausch nannte er konzentriert und konstruktiv.

    Bisher ist öffentlich nicht bekannt, inwieweit sich der US-Plan mit 28 Punkten gewandelt hat. Wichtige Punkte scheinen Territorialfragen und Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine zu sein. Trump äusserte indes Zweifel daran, dass Selenskyj mit dem neuen Plan einverstanden sei.

    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (v.l.n.r.), der britische Premierminister Keir Starmer, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der französische Präsident Emmanuel Macron treffen sich in der Downing Street 10.
    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (v.l.n.r.), der britische Premierminister Keir Starmer, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der französische Präsident Emmanuel Macron treffen sich in der Downing Street 10.
    Bild: Keystone/Pool Reuters/AP/Toby Melville
  • 4.30 Uhr

    Selenskyj zu Gesprächen mit Partnern in London

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird an diesem Montag zu Gesprächen mit den westlichen Partnern um den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz in London erwartet. Bei den Beratungen, an denen auch der britische Premierminister Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilnehmen, geht es um den aktuellen Stand des Friedensplans für ein Ende des Krieges in der Ukraine.

    «Die Europäer werden notwendigerweise eine tragende Säule der gerechten und dauerhaften Lösung sein, die wir gemeinsam aufbauen», schrieb Macron auf der Plattform X. Die USA und die Ukraine hatten bis Samstag drei Tage lang über einen Friedensplan verhandelt. Selenskyj hatte sich nach eigenen Angaben zum Abschluss dazugeschaltet. Er nannte die Konferenz konzentriert und konstruktiv.

    Die entscheidenden, noch zu klärenden Punkte scheinen die Territorialfragen und Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine zu sein. Wie sich der vor etwa drei Wochen publik gewordene US-Friedensplan mit ursprünglich 28 Punkten seitdem gewandelt hat, ist öffentlich nicht bekannt.

  • 2.03 Uhr

    Trump: Bin nicht sicher, ob Selenskyj Friedensplan gutheisst

    US-Präsident Donald Trump ist sich nach eigenen Angaben nicht sicher, ob der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einem neuen Vorschlag für ein Ende des russischen Angriffskriegs einverstanden ist. Die USA hätten mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen und mit ukrainischen Vertretern, darunter Selenskyj, sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) in Washington. «Und ich muss sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin, dass Präsident Selenskyj den Vorschlag noch nicht gelesen hat», schob der US-Präsident hinterher. Das sei der Stand von vor ein paar Stunden gewesen.

    Russland würde wohl lieber das ganze Land haben, dennoch glaube er, dass Moskau mit dem Vorschlag einverstanden sei. «Aber ich bin mir nicht sicher, ob Selenskyj damit einverstanden ist», sagte Trump. «Seine Leute lieben ihn (den Vorschlag)», schob er nach.

    Im US-Bundesstaat Florida hatten Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und der Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, seit Donnerstag mehrere Tage lang mit den Ukrainern gesprochen. Aufseiten der ukrainischen Delegation führten Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow und Generalstabschef Andrij Hnatow die Verhandlungen. Vorher hatten Witkoff und Kushner in Moskau fünf Stunden lang mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen. Zum Ende der amerikanisch-ukrainischen Verhandlungen in Florida schaltete sich Selenskyj nach eigenen Angaben am Samstag telefonisch dazu. Er nannte den Austausch konzentriert und konstruktiv. Als nächsten Schritt erwarte er Umjerow und Hnatow zum persönlichen Bericht, erklärte er.

    Die entscheidenden ungeklärten Punkte scheinen die Territorialfragen und Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine zu sein. Wie sich der vor etwa drei Wochen publik gewordene US-Friedensplan mit ursprünglich 28 Punkten seitdem gewandelt hat, ist öffentlich nicht bekannt. Aus Trumps Aussagen ging auch nicht hervor, ob es seit dem Austausch der US-Vertreter mit Putin am Dienstag noch einmal Kontakt mit Moskau gab.

  • Montag, 8. Dezember 2025, 1.01 Uhr

    Baerbock: Kein Gebietsverzicht für Frieden in der Ukraine

    Die Ukraine darf nach Worten der Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, nicht zu Gebietsabtretungen als Teil einer Friedenslösung gezwungen werden. «Man ächtet einen Angriffskrieg und belohnt ihn nicht noch. Wer Aggression prämiert, wird statt Frieden weitere Kriege ernten», sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es käme einem Freifahrtschein gleich, «würden wir es akzeptieren, dass ein Mitglied des Sicherheitsrats die wichtigste Regel der Vereinten Nationen bricht», sagte die frühere deutsche Aussenministerin mit Blick auf das Gewaltverbot in der UN-Charta.

    Kremlchef Wladimir Putin verlangt von der Ukraine, dass sie ihre Truppen aus den noch von ihr beherrschten Teilen des Industriereviers Donbass abzieht. Russland hat neben der Halbinsel Krim die vier ukrainischen Gebiete Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson zu seinem Staatsgebiet erklärt. Auch die USA machen Druck auf Kiew, einem Gebietsverzicht zuzustimmen, weil der Krieg sonst nicht zu stoppen sei. Die Ukraine lehnt dies bislang ab.

    Kiew darf nicht zu Gebietsabtretungen als Teil einer Friedenslösung gezwungen werden, sagt die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock. (25. November 2025)
    Kiew darf nicht zu Gebietsabtretungen als Teil einer Friedenslösung gezwungen werden, sagt die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock. (25. November 2025)
    Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire/Bianca Otero

    Zurückhaltend äusserte sich Baerbock über eine Rolle der Vereinten Nationen bei der Absicherung eines möglichen Waffenstillstands. «Zunächst muss es überhaupt einen Waffenstillstand und eine Friedensvereinbarung geben, danach können wir darüber sprechen, wie diese abgesichert werden können», sagte sie. «Dafür müsste ja aber vor allem Russland erst mal bereit sein, den Krieg zu beenden.» Die Grünen-Politikerin war von 2021 bis 2025 deutsche Aussenministerin und ist immer für eine Unterstützung der Ukraine eingetreten.

  • 21.48 Uhr

    Meloni sichert Selenskyj weitere Unterstützung zu

    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj weitere Unterstützung gegen Russlands Angriffskrieg zugesichert. In einem Telefonat vor einem Treffen Selenskyjs mit weiteren europäischen Partnern in London hielt die rechte Regierungschefin nach Angaben ihres Büros Moskau eine «neue Serie wahlloser Angriffe auf zivile Ziele» in der Ukraine vor. Ihr Land werde weitere Güter zur Unterstützung der dortigen Energieinfrastruktur und Bevölkerung liefern, auch Generatoren. Ziel bleibe ein dauerhafter und gerechter Frieden.

    An dem Treffen an diesem Montag in London nimmt Meloni (Foto) nicht teil. Dabei sind der britische Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz.
    An dem Treffen an diesem Montag in London nimmt Meloni (Foto) nicht teil. Dabei sind der britische Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz.
    Archivbild: Keystone
  • 16.50 Uhr

    Treffer auf Staudamm in Ukraine unterbricht Nachschubroute

    Russische Raketen haben in der Ostukraine einen Staudamm mit einer wichtigen Nachschubroute für die ukrainische Armee beschädigt. Die Strasse über den Staudamm von Petschenihy sei gesperrt, teilte der Bürgermeister des Ortes, Olexander Gussarow, auf Telegram mit.

    Bei dem Dorf im Gebiet Charkiw wird der Fluss Siwerskyj Donez gestaut. Die Fernstrasse führt zu drei Frontabschnitten Woltschansk, Welykyj Burluk und Kupjansk, an denen die ukrainischen Verteidiger unter schwerem Druck der russischen Armee stehen. Nach Berichten ukrainischer Telegramkanäle wurde auch eine weitere Brücke über den Stausee bei dem Dorf Staryj Saltiw zerstört.

    Die Armee versuchte Befürchtungen vor einem Verlust des Nachschubwegs zu dämpfen. Man sei selbst auf eine vollständige Zerstörung des Staudamms vorbereitet, teilte das 16. Armeekorps auf Facebook mit. Es gebe Ausweichrouten. Die Truppen an der Front hätten genügende Vorräte an Waffen und Munition. Zudem bemühe man sich, die Strasse instand zu setzen. Die Mitteilung verwies darauf, dass Angriffe auf Talsperren, Staudämme oder Atomkraftwerke wegen ihrer möglichen katastrophalen Folgen völkerrechtlich verboten seien.

  • 12.08 Uhr

    Selenskyj: Mehr Flugabwehrsysteme sind Priorität

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft nach massiven Luftangriffen Moskaus auf schnellere Unterstützung für sein Land. Die Ukraine arbeite weiter mit ihren Partnern zusammen, um auf die Angriffe zu reagieren, schrieb er in sozialen Medien. Die klare Priorität seien mehr Flugabwehrsysteme und -raketen sowie mehr Unterstützung für die ukrainischen Verteidiger. Jede Vereinbarung müsse schneller umgesetzt werden.

    Russland hat die Ukraine am Wochenende erneut mit Drohnen- und Raketenangriffen überzogen. Selenskyj beklagte Tote in Slowjansk im Osten der Ukraine und im Gebiet Tschernihiw im Norden. Schäden gebe es in sieben Regionen. Moskaus Militär habe mit mehr als 240 Drohnen und fünf ballistischen Raketen angegriffen, schrieb er.

    In dieser Woche setzten die russischen Streitkräfte demnach mehr als 1600 Angriffsdrohnen, etwa 1200 Gleitbomben und fast 70 Raketen und Marschflugkörper ein. Selenskyj warf Russland vor, hauptsächlich auf Infrastruktur zu zielen, die das alltägliche Leben aufrechterhalte.

    Die Ukraine verteidigt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion.

  • 6.54 Uhr

    Selenskyj spricht wieder mit Europäern über Friedensplan

    Nach intensiven Gesprächen der USA und der Ukraine über Eckdaten eines Friedensplans wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wieder mit seinen europäischen Verbündeten beraten. Der britische Premierminister Keir Starmer lädt für Montag nach London ein, wie die Nachrichtenagentur PA meldete. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird nach Angaben eines Sprechers an dem Treffen teilnehmen, ebenso Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

    Macron bestätigte das Treffen am Samstagabend auf der Plattform X nach einem Gespräch mit Selenskyj. «Die Europäer werden notwendigerweise eine tragende Säule der gerechten und dauerhaften Lösung sein, die wir gemeinsam aufbauen», schrieb er. Ungeachtet der jüngsten Friedensinitiativen attackierte Russland auch in der Nacht zu Sonntag die Ukraine.

  • 6.52 Uhr

    «Ein positiver Schritt»: Russland begrüsst neue US-Sicherheitsstrategie

    Russland lobt die neue Sicherheitsstrategie der USA als grossen Fortschritt für die gegenseitigen Beziehungen. «Die Änderung der nationalen Sicherheitsstrategie der USA durch die Regierung von Präsident Donald Trump, in der Russland nicht mehr als direkte Bedrohung erwähnt wird, ist ein positiver Schritt», sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Die Botschaft der Trump-Regierung für die russisch-amerikanischen Beziehungen unterscheide sich von den Ansätzen früherer Regierungen. Der Kreml werde die aktualisierte US-Strategie genau prüfen.

    Vor wenigen Tagen hatte das Weisse Haus seine neue Sicherheitsstrategie veröffentlicht. Obwohl die US-Regierung in dem Dokument ein Ende des Kriegs in der Ukraine als zentrales Interesse bezeichnet, finden sich kaum kritische Worte für Russland. Ein Ende der Feindseligkeiten sei notwendig, «um die europäischen Volkswirtschaften zu stabilisieren und eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Kriegs zu verhindern». Mit Russland müsse eine «strategische Stabilität» hergestellt werden.

    Kremlsprecher Dmitri Peskow.
    Kremlsprecher Dmitri Peskow.
    sda

    Demgegenüber beklagen die USA in der Strategie einen Verlust der Demokratie und Meinungsfreiheit in Europa und fordern eine Kurskorrektur. Zu Europas Problemen zählen nach Ansicht der US-Regierung unter anderem die Einwanderungspolitik, die «Zensur der freien Meinungsäusserung und die Unterdrückung der politischen Opposition, abstürzende Geburtenraten sowie der Verlust nationaler Identitäten und des Selbstvertrauens».

    Aus europäischen Staaten kam an der neuen Strategie umgehend scharfe Kritik. Bundesaussenminister Johann Wadephul sagte zu den kritischen Äusserungen zur Meinungsfreiheit, er glaube «nicht, dass irgendjemand uns dazu Ratschläge geben muss».

  • Sonntag, 7. Dezember, 6.47 Uhr

    Russland attackiert Ukraine weiter

    Ungeachtet der Gespräche über eine Friedenslösung hat Russland die Ukraine auch in der Nacht zu Sonntag mit massiven Angriffen aus der Luft überzogen. Im Kreis Krementschuk im zentralukrainischen Gebiet Poltawa wurden Militärgouverneur Wolodymyr Kohut zufolge mehrere Unternehmen des Energiesektors bei einem kombinierten Angriff mit Drohnen und Raketen attackiert.

    Direkte Treffer und herabstürzende Trümmer lösten demnach Brände aus, und technische Anlagen wurden beschädigt. Infolge des Angriffs gebe es an einigen Orten Ausfälle der Wärme- und Wasserversorgung. Auch der Bürgermeister der Industriestadt Krementschuk, Witalij Malezkyj, hatte in der Nacht von Unterbrechungen der Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung in einzelnen Stadtteilen nach dem russischen Angriff gesprochen.

    Der Luftwaffe zufolge setzte Russland bei in der Nacht 241 Kampfdrohnen, drei Hyperschallraketen vom Typ Kinschal und zwei ballistische Raketen ein. Es seien 65 Drohnentreffer an 14 Orten in der Ukraine festgestellt worden. Abgewehrt wurden demnach 175 Drohnen, zwei Kinschal-Raketen und zwei ballistische Raketen.

    Bereits in der Nacht auf Samstag hatte ein massiver russischer Luftangriff erneut das Energienetz der Ukraine getroffen. In mehreren Regionen wurden Verletzte und Notabschaltungen des Stroms gemeldet. Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Moskau erneut vor, die ukrainische zivile Infrastruktur zu attackieren. Ausgehend von der Zählung des US-Instituts CSIS dürfte es mit 653 Drohnen und 51 Raketen und Marschflugkörpern der bislang drittschwerste Luftangriff des Kriegs gewesen sein.

  • 23.23 Uhr

    Bis zu 16 Stunden Stromsperre für Menschen in der Ukraine

    Die Reparaturen am Energienetz der Ukraine nach einem massiven russischen Luftangriff werden dem Versorger Ukrenerho zufolge mehrere Wochen dauern. «Die Lage ist ziemlich schwierig. Wir sprechen tatsächlich nicht über Tage, sondern über Wochen, die eine Wiederherstellung braucht», sagte der Chef des Staatsunternehmens, Witalyj Sajtschenko, in der Dauernachrichtensendung des ukrainischen Fernsehens.

    Für die Menschen bedeute dies, dass die Stromsperren statt 4 bis 8 Stunden nun 12 bis 16 Stunden dauerten. Dies betreffe die meisten Landesteile, sagte Sajtschenko. Die Abschaltungen bedeuten meistens auch, dass es in den Wohnungen kein Wasser gibt.

    In der Nacht auf Samstag hatte ein massiver Luftangriff erneut das Energienetz der Ukraine getroffen. Ausgehend von der Zählung des US-Instituts CSIS dürfte es mit 653 Drohnen und 51 Raketen und Marschflugkörpern der bislang drittschwerste Luftangriff des Kriegs gewesen sein.

    Stromsperre in einem Hochhaus in der Innenstadt von Kiew.
    Stromsperre in einem Hochhaus in der Innenstadt von Kiew.
    Friedemann Kohler/dpa (Archivbild)
  • 22.12 Uhr

    Tanker der russischen Schattenflotten läuft vor Bulgarien auf Grund

    Die bulgarischen Seefahrtsbehörden haben Kontakt zur Besatzung des vor dem Schwarzmeerhafen Ahtopol gestrandeten Öltankers «Kairos» aufgenommen. Das Schiff wird der sogenannten Schattenflotte Russlands zugerechnet, mit der internationale Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg umgangen werden sollen. Der unter gambischer Flagge fahrende Tanker war in der vergangenen Woche nach einem mutmasslichen Angriff ukrainischer Seedrohnen nahe der türkischen Küste in Brand geraten. Er befand sich leer auf der Fahrt von Ägypten zum russischen Hafen Noworossijsk.

    Die EU verhängte im Juli Sanktionen gegen die «Kairos», gefolgt von Grossbritannien und auch der Schweiz. Am Freitag wurde der Tanker von einem türkischen Schiff in bulgarische Hoheitsgewässer geschleppt. Die Aktion wurde jedoch abrupt abgebrochen, der Tanker trieb manövrierunfähig über das Meer und lief schliesslich weniger als eine Seemeile vor der Küste auf Grund.

    The oil tanker Kairos stranded off near the Black Sea port of Ahtopol, Bulgaria, Saturday, Dec. 6, 2025, after an alleged Ukrainian drone attack. (AP Photo/ Zdravko Vassilev)
    The oil tanker Kairos stranded off near the Black Sea port of Ahtopol, Bulgaria, Saturday, Dec. 6, 2025, after an alleged Ukrainian drone attack. (AP Photo/ Zdravko Vassilev)
    KEYSTONE

    Der Einsatzleiter der bulgarischen Seefahrtsbehörde, Rumen Nikolow, sagte am Samstag, die Gründe für das Eindringen des Tankers in bulgarische Hoheitsgewässer müssten auf diplomatischem Wege geklärt werden. Der leere Tanker sei trotz des schlechten Wetters stabil, weder für die Besatzung noch für die Umwelt bestehe eine Gefahr. Alle zehn Besatzungsmitglieder seien wohlauf und verfügten über ausreichend Lebensmittel und Wasser für etwa drei Tage. «Sobald sich das Wetter beruhigt, wird das Schiff in Sicherheit geschleppt», kündigte er an.

    Der Leiter der Grenzpolizei, Anton Zlatanow, sagte dem Fernsehsender Nova, es sei Kontakt zur Besatzung hergestellt worden, die den Anweisungen Folge geleistet und geankert habe. Das Schiff befinde sich derzeit in stabiler Position vor Ahtopol. «Die Besatzung äusserte den Wunsch nach Evakuierung, diese muss jedoch so sicher wie möglich erfolgen», sagte Zlatanow. Der Tanker werde von Land aus überwacht.

  • 21.31 Uhr

    Stromausfall in russischer Stadt Belgorod nach Explosion

    Durch eine Explosion ist in Teilen der grenznahen russischen Grossstadt Belgorod der Strom ausgefallen. Ein Geschoss unbekannter Herkunft habe den Ausfall verursacht, schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram. Ein Mann sei verletzt worden. Auch ausserhalb der Stadt gebe es Probleme mit der Stromversorgung.

    Ein örtlicher Telegramkanal berichtete, wahrscheinlich sei eine fehlgeleitete russische Gleitbombe an einem Umspannwerk eingeschlagen. Zur Zeit der Explosion habe in der Stadt kein Raketenalarm geherrscht.

    Russische Kampfjets werfen dicht an der Frontlinie, aber noch im eigenen Luftraum Fliegerbomben ab, die dann über Dutzende Kilometer hinweg gelenkt in der Ukraine einschlagen. Allerdings ist das Stromnetz in Belgorod, 35 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt, auch schon von ukrainischen Drohnen attackiert worden.

    Die russische Grossstadt Belgorod liegt nah an der Grenze zur Ukraine.
    Die russische Grossstadt Belgorod liegt nah an der Grenze zur Ukraine.
    Vadim Ghirda/AP/dpa/Symbolbild
  • 19 Uhr

    Selenskyj sprach mit US-Vertretern über Friedensplan

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben telefonisch mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner über den Stand des Friedensplans für sein Land beraten. Auch die ukrainischen Vertreter Rustem Umjerow und Andrij Hnatow seien beteiligt gewesen, schrieb Selenskyj auf X. Die Ukrainer haben seit Donnerstag in Florida mit den Amerikanern verhandelt.

    «Wir (...) sind Eckpunkte durchgegangen, die ein Ende des Blutvergiessens sicherstellen können und die Gefahr einer neuen russischen Invasion eliminieren und das Risiko, dass Russland seine Versprechen nicht einhält, wie es in der Vergangenheit mehrmals passiert ist», schrieb Selenskyj. Dies klingt nach Sicherheitsgarantien, Details nannte er aber nicht.

    Die Ukraine werde weiter vertrauensvoll mit der US-Seite kooperieren, die ernsthaft einen Frieden zu erreichen versuche, erklärte der ukrainische Staatschef. Er dankte US-Präsident Donald Trump für dessen Engagement. Als nächsten Schritt erwarte er Umjerow und Hnatow zum persönlichen Bericht.

    Witkoff und das US-Aussenministerium hatten am Freitagabend (US-Ortszeit) mitgeteilt, dass sich die USA und die Ukraine über den Rahmen einer künftigen Sicherheitsstruktur und Fähigkeiten zur Abschreckung einig seien. Ein Ende des Krieges hänge vor allem davon ab, ob Moskau ein «ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden» zeige.

  • 14.43 Uhr

    Ukraine greift erneut Ölraffinerie in Russland an

    Die Ukraine hat erneut die russische Ölindustrie ins Visier genommen. Der Kiewer Generalstab bestätigte einen Angriff auf die Ölraffinerie in Rjasan, rund 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Es sei ein Treffer an einer Anlage festgestellt worden, schrieb der Generalstab in sozialen Medien. Die Raffinerie versorge die russischen Streitkräfte, hiess es zur Begründung des Angriffs.

    Der Gouverneur des Gebiets Rjasan, Pawel Malkow, schrieb bei Telegram lediglich, dass Trümmer auf das Gelände eines Industriebetriebs gefallen seien. Grössere Schäden und Verletzte gebe es nicht. Über dem Gebiet seien in der Nacht 29 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Ein mehrstöckiges Wohnhaus wurde demnach beschädigt, ein Brand auf dem Dach sei aber schnell gelöscht worden. In sozialen Medien kursierten dagegen nicht überprüfbare Videos und Fotos, die einen Brand auf dem Gelände der dortigen Ölraffinerie und einen Einschlag auf dem Dach eines Hochhauses zeigen sollen.

    Die Ukraine greift mit Drohnen in ihrem Abwehrkampf gegen Moskaus Angriffskrieg immer wieder auch Ziele in Russland an.
    Die Ukraine greift mit Drohnen in ihrem Abwehrkampf gegen Moskaus Angriffskrieg immer wieder auch Ziele in Russland an.
    Efrem Lukatsky/AP/dpa (Archivbild)

    Die Ölraffinerie in Rjasan gehört zum Konzern Rosneft und war erst Ende Oktober von einem ukrainischen Drohnenangriff getroffen worden. Die Ukraine verteidigt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion. Zuletzt setzte sie systematisch auf Gegenangriffe auf die russische Öl- und Gasindustrie. Damit will sie einerseits den Kraftstoffnachschub für das russische Militär stören und andererseits den für Moskaus Finanzierung des Angriffskriegs so wichtigen Wirtschaftszweig treffen.

    Russland hatte die Ukraine in der Nacht mit Drohnen- und Raketenangriffen überzogen. In mehreren Regionen wurden Verletzte und Notabschaltungen des Stroms gemeldet. Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Moskau erneut vor, die ukrainische zivile Infrastruktur zu attackieren.

  • 11.32 Uhr

    Russland greift Ukraine mit Raketen und Drohnen an

    Russland hat in der Nacht zum Samstag einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine gestartet. Dabei setzte das russische Militär laut der ukrainischen Luftwaffe 653 Drohnen und 51 Raketen ein. Der Angriff löste landesweit Luftalarm aus. Die ukrainischen Flugabwehr fing nach Angaben der Luftwaffe 585 Drohnen und 30 Raketen ab. 29 Ziele seien getroffen worden. Mindestens acht Menschen wurden laut dem Innenministerium verletzt, darunter drei in der Region Kiew.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in den sozialen Medien, das Hauptziel sei einmal mehr die Energieinfrastruktur des Landes gewesen. Russland wolle Millionen Ukrainern schaden und feuere am Nikolaustag Raketen auf friedliche Städte, sagte Selenskyj. Er forderte erneut Druck auf Russland.

    Das Hauptgebäude des Bahnhofs von Fastiw im Kiewer Umland sei niedergebrannt. «Aus militärischer Sicht war dieser Angriff sinnlos», so Selenskyj. In der Region Kiew seien Unternehmen und Wohnhäuser angegriffen worden. Ausserdem gab es demnach Attacken in den Gebieten Dnipropetrowsk im Osten, Tschernihiw im Norden, Saporischschja, Odessa und Mykolajiw im Süden sowie in den an Polen grenzenden Regionen Wolhynien und Lwiw (Lemberg).

    Wegen der russischen Luftangriffe auf die Ukraine liess Polen Kampfflugzeuge aufsteigen. Auch die Luftabwehrsysteme wurden in Bereitschaft versetzt, wie das Oberkommando der Streitkräfte auf der Plattform X meldete.

    Der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko schrieb bei Telegram von mindestens acht Verletzten in der Ukraine, jeweils drei davon in den Regionen Kiew und Dnipropetrowsk sowie zwei weitere in Lwiw (Lemberg) in der Westukraine.

    Das Verteidigungsministerium in Moskau sprach von einem Angriff auf den militärisch-industriellen Komplex der Ukraine sowie Energieanlagen - als Reaktion auf angebliche ukrainische Schläge gegen zivile Objekte in Russland.

  • Samstag, 6. Dezember, 8.53 Uhr

    Tschernobyl-Schutzhülle durch Kriegsschäden nicht mehr voll funktionsfähig

    Die Schutzhülle um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl braucht nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zeitnah eine umfassende Sanierung. Es seien nach einem Drohneneinschlag im Februar begrenzte vorläufige Reparaturen ausgeführt worden, eine zeitnahe und umfassende Wiederherstellung sei aber nötig, sagte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi der Mitteilung zufolge. Nur so sei eine langfristige nukleare Sicherheit gewährleistet.

    Demnach ergab die jüngste Sicherheitsbewertung eines IAEA-Teams, dass die Hülle nach dem Drohneneinschlag ihre primären Schutzfunktionen verloren hatte. Das schliesse auch ihre Eindämmungsfähigkeit ein.

    Die Behörde empfehle nun weitere Wiederherstellungs- und Schutzmassnahmen, darunter solche zur Kontrolle von Feuchtigkeit, ein aktualisiertes Programm zur Korrosionsüberwachung und eine Verbesserung des automatischen Überwachungssystems für den Sarkophag, der unmittelbar nach der Katastrophe über dem havarierten Reaktor errichtet worden war.

    Die Tschernobyl-Schutzhülle wurde bei einem Drohnenangriff am 14. Februar 2025 beschädigt.
    Die Tschernobyl-Schutzhülle wurde bei einem Drohnenangriff am 14. Februar 2025 beschädigt.
    Keystone

    Weitere vorläufige Reparaturen sollen der Behörde zufolge im kommenden Jahr durchgeführt werden, um die Eindämmungsfähigkeit der Hülle zu fördern.

    Im Februar hatte nach damaligen Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine russische Drohne die Schutzhülle des vor fast 40 Jahren havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl beschädigt. Erhöhte Strahlenwerte wurden danach nicht gemeldet. Der Kreml hatte einen russischen Angriff auf das AKW Tschernobyl dementiert.

    In dem seit knapp viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg kommt es immer wieder zu Zwischenfällen an den teilweise stillgelegten Atomkraftwerken in der Ukraine. Zuletzt war der Sarkophag über dem zerstörten Reaktorblock des Kernkraftwerks Tschernobyl nach Kiewer Angaben Anfang Oktober ohne Strom. Das abgeschaltete und seit März 2022 von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja war im Herbst rund einen Monat von der externen Stromversorgung getrennt.

  • 23.33 Uhr

    Berichte: USA und Ukraine sprechen noch einmal über Friedensplan

    Vertreter der USA und der Ukraine planen nach übereinstimmenden Berichten ihre Beratungen in Florida über einen Friedensplan fortzusetzen. In Kiew berichtete das Portal «Ukrajinska Prawda», der Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow und Generalstabschef Andrij Hnatow sollten am Freitagnachmittag (Ortszeit) erneut mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner sprechen. Das Portal berief sich auf das Umfeld der ukrainischen Delegation.

    Auch das US-Nachrichtenportal «Axios» berichtete unter Berufung auf amerikanische und ukrainische Regierungsbeamte, dass die Gespräche an diesem Freitag fortgesetzt würden.

    Witkoff als Sondergesandter von US-Präsident Donald Trump und Trumps Schwiegersohn Kushner hatten am Dienstag in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen und die US-Vorschläge für ein Kriegsende vorgestellt. Bereits am Donnerstag erstatteten sie in Florida der ukrainischen Delegation Bericht über dieses Treffen.

    Ukrainische Beamte Oleg Iwaschchenko, Leiter des Auslandsnachrichtendienstes, Andrii Hnatow, Chef des Generalstabs, Wadym Skibitskyi, stellvertretender Chef des Chefs des Verteidigungsnachrichtendienstes und Rustem Umerow, Sekretär für nationale Sicherheit, bei einem Treffen mit US-Vertretern. 
    Ukrainische Beamte Oleg Iwaschchenko, Leiter des Auslandsnachrichtendienstes, Andrii Hnatow, Chef des Generalstabs, Wadym Skibitskyi, stellvertretender Chef des Chefs des Verteidigungsnachrichtendienstes und Rustem Umerow, Sekretär für nationale Sicherheit, bei einem Treffen mit US-Vertretern. 
    Bild: Keystone
  • 15.52 Uhr

    Kreml wirft EU und Kiew fehlenden Verhandlungswillen vor

    Der Kreml gibt sich im Ukrainekrieg verhandlungsbereit und schiebt die Schuld für mangelnde Fortschritte bei den Gesprächen auf Brüssel und Kiew. Russland wolle Frieden und seine Ziele auf friedlichem Wege erreichen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. «Aber leider werden diese friedlichen Mittel und der Weg politischer Verhandlungen von den Europäern und den Ukrainern abgelehnt.» Eben darum habe Russlands Präsident Wladimir Putin den Befehl zum Beginn der «militärischen Spezialoperation» gegeben, sagte er.

    «Leider werden friedliche Mittel und der Weg politischer Verhandlungen von den Europäern und den Ukrainern abgelehnt»: Kremlsprecher Dmitri Peskow.
    «Leider werden friedliche Mittel und der Weg politischer Verhandlungen von den Europäern und den Ukrainern abgelehnt»: Kremlsprecher Dmitri Peskow.
    Ulf Mauder/dpa (Archivbild)

    Russland hatte als Kriegsziele stets den Verzicht der Ukraine auf einen Nato-Beitritt und den Schutz der russischsprachigen Minderheit im Nachbarland deklariert. Nach Beginn der Invasion erhob Putin aber auch Gebietsforderungen. So soll Kiew neben der bereits 2014 von Moskau annektierten Krim auch die ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk (Donbass) vollständig abtreten. Anspruch erhob Putin zuletzt aber auch auf «Neurussland». Unter dieser historischen Bezeichnung sind neben den teilweise von Moskau besetzten Gebieten Saporischschja und Cherson auch die Regionen Mykolajiw und Odessa zusammengefasst.

    Ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf neutralem Boden hat Putin mehrfach abgelehnt. Stattdessen empfing er zuletzt Anfang der Woche den Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn, Jared Kushner, im Kreml. Dem Vernehmen nach ist Russland dabei nicht von seinen Forderungen abgerückt, die einer Kapitulation der Ukraine nahekommen. Wenn Kiew auf die russischen Forderungen nicht eingehe, werde der Krieg fortgesetzt, betonte Peskow nun.

  • 13.33 Uhr

    Bilanz der gegenseitigen Luftangriffe

    Während international über Wege für ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs diskutiert wird, gehen die Kämpfe weiter. Ein Zwölfjähriger wurde nach Angaben von Militärgouverneur Wladyslaw Hajwanenko bei einem russischen Drohnenangriff im Kreis Synelnykowe im Gebiet Dnipropetrowsk getötet.

    Eine Frau und ein Mann seien ausserdem verletzt, ein Privathaus zerstört und eines beschädigt worden, schrieb er. Einen weiteren Verletzten gab es demnach im Kreis Nikopol, der mit Drohnen, Artillerie und einem Raketenwerfer beschossen wurde. Dabei traf es einen 70-Jährigen.

    Bei erneuten Attacken wurde zudem laut dem Versorger Ukrenergo die Energieinfrastruktur der Ukraine beschädigt. In den Regionen Charkiw, Sumy, Poltawa, Saporischschja, Dnipropetrowsk und Kirowohrad komme es zu Notabschaltungen des Stroms, heisst es. Geplante Abschaltungen gebe es im ganzen Land.

    Der Zivilschutzstab der russischen Region Krasnodar schrieb derweil bei Telegram, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff der Hafen in Temrjuk am Asowschen Meer nahe der Krim beschädigt worden sei. In der Grossstadt Sysran an der Wolga in der Region Samara bestätigte der Bürgermeister Sergej Wolodtschenkow einen ukrainischen Drohnenangriff.

    Update from Temryuk 🤩🔥

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    — MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 5. Dezember 2025 um 00:53

    Er sagte aber nichts zu eventuellen Schäden oder Verletzten. In sozialen Medien wurden nicht überprüfbare Videos veröffentlicht, die einen Brand der dortigen Erdölraffinerie zeigen sollen.

    In sozialen Medien kursierten ausserdem nicht überprüfbare Fotos und Videos, die die Folgen eines Drohneneinschlags in ein Geschäftszentrum in Grosny, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tschetschenien, zeigen sollen. Der staatliche russische Sender RT (früher Russia Today) schrieb unter Berufung auf russische Sicherheitsorgane, dass eine ukrainische Drohne eingeschlagen sei.

    Drones struck one of Kadyrov‘s prestige objects in Grozny, Chechnya, in Russia. The highrise in Grozny City is burning. The building is pictured on the 500 Ruble bill note.

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    — (((Tendar))) (@tendar.bsky.social) 5. Dezember 2025 um 07:05

    Der Luftfahrtbehörde Rosawiazija zufolge waren an mehreren Flughäfen in Russland vorübergehend keine Starts und Landungen möglich. Dazu kommt es immer wieder im Zusammenhang mit ukrainischen Drohnenangriffen. Beschränkungen gab es demnach unter anderem in Grosny, Samara und dem Schwarzmeerkurort Sotschi.

  • 13 Uhr

    Putin und Modi wollen Handel vertiefen

    Der russische Präsident Wladimir Putin und der indische Premierminister Narendra Modi haben eine Ausweitung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen ihren beiden Ländern vereinbart.

    Gemeinsam habe man ein Programm ausgearbeitet, das zur Diversifizierung der bilateralen Geschäftsbeziehungen beitragen und das jährliche Handelsvolumen bis 2030 auf 100 Milliarden Dollar steigern solle, verkündeten Putin und Modi nach Gesprächen in Neu-Delhi. Beide betonten auch die engen Beziehungen im Energiebereich.

    Der 23. Indien-Russland-Gipfel, für den Putin anreiste, fällt in eine heikle geopolitische Phase, in der die USA auf ein Friedensabkommen drängen, das Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden soll.

    Modi bemüht sich darum, trotz Differenzen sowohl zu Russland als auch zu den USA gute Beziehungen aufrechtzuerhalten. Der indische Premierminister begrüsste Putin gestern am Flughafen von Neu-Delhi mit einer innigen Umarmung und einem festen Händedruck.

    Putin arrived in India. PM Modi greeted him by the plane and gave Putin a hug.

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    — Anton Gerashchenko (@antongerashchenko.bsky.social) 4. Dezember 2025 um 15:36

    Der bilaterale Handel zwischen den beiden Ländern belief sich im letzten Steuerjahr, das im März endete, auf 68,7 Milliarden Dollar. Vor allem profitiert davon Russland, Indien will sein grosses Defizit durch die Förderung von Exporten ausgleichen.

    «Um dieses wichtige Ziel zu erreichen, wurde ein Programm für die Entwicklung der russisch-indischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit bis 2030 vereinbart», sagte Putin.

    Er erklärte, es werde an einem Freihandelsabkommen zwischen Indien und der Eurasischen Wirtschaftsunion gearbeitet, einem von Moskau dominierten Zusammenschluss mehrerer ehemaliger sowjetischer Staaten. Dies könnte zur Steigerung des Handels beitragen.

    Auch Modi betonte, dass beide Länder auf einen baldigen Abschluss eines solchen Freihandelsabkommens hinarbeiten würden. Er kündigte ausserdem an, dass Indien in Kürze mit der Ausstellung kostenloser elektronischer Visa für russische Touristen und Gruppen, die das Land besuchen, beginnen werde.

    Putin arrived in India. PM Modi greeted him by the plane and gave Putin a hug.

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    — Anton Gerashchenko (@antongerashchenko.bsky.social) 4. Dezember 2025 um 15:36

    Der indische Staatschef erklärte zudem, dass die Energiesicherheit seit langem die Beziehungen zwischen Indien und Russland präge und die zivile nukleare Zusammenarbeit bereits seit Jahrzehnten bestehe.

    «Russland ist ein zuverlässiger Lieferant von Energieressourcen und allem, was für die Entwicklung des indischen Energiesektors notwendig ist», sagte Putin. «Wir sind bereit, auch weiterhin die ununterbrochene Versorgung der schnell wachsenden indischen Wirtschaft mit Brennstoffen zu gewährleisten.»

  • 12.30 Uhr

    Russland will 2025 60'000 Drohnen abgefangen haben

    Das russische Militär hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche 1120 Drohnen abgewehrt. Das teilte das Verteidigungsministerium auf seinem Telegram-Kanal mit.

    Alle offiziell vom Ministerium vermeldeten Abschüsse zusammengerechnet summieren sich seit Jahresbeginn auf mehr als 60'000 abgeschossene ukrainische Drohnen, berichtete die staatliche Moskauer Nachrichtenagentur Tass.

    Da das russische Militär die Zahl der seit Kriegsbeginn 2022 abgewehrten Drohnen mit gut 100'000 angibt, wurden in diesem Jahr mehr unbemannte Flugkörper abgeschossen als in all den vorherigen Kriegsjahren zusammen.

    Unabhängig lassen sich die Zahlenangaben des Verteidigungsministeriums nicht überprüfen. Beide Kriegsparteien haben in der Vergangenheit ihre eigenen Erfolge überhöht und die des Gegners gesenkt. Das russische Militär meldet so regelmässig den Abschuss ukrainischer Drohnen, ohne über Einschläge und Schäden zu berichten.

    ❗️🇺🇦Ukraine hit a record number of 🇷🇺Russian oil refineries in November, – Bloomberg The Ukrainian Armed Forces struck Russian oil refineries at least 14 times during the month – more than ever before.

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    — 🪖MilitaryNewsUA🇺🇦 (@militarynewsua.bsky.social) 2. Dezember 2025 um 09:00

    Die Ukraine hat im laufenden Jahr ihre Angriffe auf das russische Hinterland deutlich ausgebaut. Vor allem Objekte der Öl- und Gasindustrie sind ins Visier geraten. Damit will Kiew einerseits die Treibstoffversorgung russischer Truppen unterbrechen, andererseits die Kriegsfinanzierung für Moskau erschweren.

  • 12 Uhr

    Drohnen-Alarm bei Selenskyj-Abflug in Dublin

    Die irischen Streitkräfte haben nach Berichten über Störungsversuche durch militärisch anmutende Drohnen beim Anflug der Maschine von Wolodymyr Selenskyj von einem «sicheren und erfolgreichen» Besuch des ukrainischen Präsidenten gesprochen.

    «Einzelheiten mutmasslicher Vorfälle» würden nicht kommentiert, teilten die Defence Forces der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Portal «TheJournal» und die «Irish Times» hatten unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, dass während der Anreise Selenskyjs am 2. Dezember Drohnen in die Flugverbotszone eingedrungen sein sollen.

    🇮🇪🇺🇦President Zelenskyy and First Lady of Ukraine, Olena Zelenska arrived on an official visit to Dublin, Ireland

    [image or embed]

    — 24Hours Ukraine (@24hoursukraine.bsky.social) 2. Dezember 2025 um 12:57

    Diese seien von einem Schiff der irischen Navy entdeckt worden, hätten ihre Lichter angehabt und gross und militärisch ausgesehen. Selenskyjs Regierungsflieger sei zu dem Zeitpunkt allerdings schon an dem Bereich vorbeigeflogen, in dem die Drohnen aufgetaucht seien.

    Störungsversuche durch Drohnen hatten zuletzt in Europa für viel Aufsehen gesorgt. Mehrere Flughäfen in Nordeuropa, darunter Kopenhagen, mussten beispielsweise den Betrieb zeitweise einstellen, weil Drohnen unbekannter Herkunft im Sicherheitsbereich aufgetaucht waren. Die dänische Regierung sprach von einem «hybriden Angriff», der Russland zugeordnet wird. 

    Die irischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten die von der Polizei verantwortete Sicherheitsoperation beim Besuch des ukrainischen Präsidenten in Dublin erfolgreich unterstützt. Selenskyj hatte sich mit Regierungschef Micheál Martin und der neuen Präsidentin Catherine Connolly getroffen sowie im Parlament gesprochen.

  • 10 Uhr

    «Dickköpfige Dummheit»: Russen verspotten Kanzler Merz

    Russland reagiert mit Spott auf das laut Medien in einer vertraulichen Telefonkonferenz europäischer Spitzenpolitiker geäusserte Misstrauen von Bundeskanzler Friedrich Merz gegenüber den US-Unterhändlern im Ukraine-Krieg.

    «Lieber Merz, Sie sind nicht einmal im Spiel», schrieb der russische Chefunterhändler Kirill Dmitrijew auf der Plattform X. «Sie haben sich durch Kriegstreiberei, die Torpedierung des Friedens, unrealistische Vorschläge, den Selbstmord der westlichen Zivilisation, Migration und dickköpfige Dummheit selbst disqualifiziert», fügte er hinzu.

    Dimitrijew regierte auf einen «Spiegel»-Bericht über die Mitschrift einer Krisenschalte, an der auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnahm. Danach soll Merz zu Selenskyj über die US-Unterhändler gesagt haben: «Sie spielen Spielchen, sowohl mit euch als auch mit uns.»

    Ein Regierungssprecher in Berlin teilte mit: «Ich bitte um Verständnis, dass wir einzelne Medienberichte nicht kommentieren. Darüber hinaus können wir grundsätzlich über vertrauliche Gespräche nicht berichten.»

    Der Sprecher verwies auf Merz' Äusserungen in der Pressekonferenz mit Polens Ministerpräsident Donald Tusk am 1. Dezember. Merz hatte dabei unter anderem auf ein gemeinsames Telefonat mit Selenskyj, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dem britischen Premier Keir Starmer und anderen europäischen Partnern Bezug genommen und gesagt, man halte die transatlantische Gemeinschaft «so gut wir nur können zusammen».

    Die russische Führung macht für den von Kremlchef Wladimir Putin Anfang 2022 befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine den Westen verantwortlich. Putin hatte zuletzt mehrfach behauptet, dass der Westen die Ukraine als Mittel benutze, um gegen Russland Krieg zu führen.

    Dmitrijew ist Putins Unterhändler bei den Gesprächen mit Washington. Dmitrijew, der in den USA studiert hat, gilt als geschickter Diplomat, der vor allem auf wirtschaftliche Anreize gegenüber der Administration von US-Präsident Donald Trump setzt.

  • 9.22 Uhr

    Treffen von ukrainischen und US-Vertretern ist offenbar vorbei

    Die jüngsten Gespräche in den USA für ein Ende des Ukraine-Kriegs zwischen Vertretern aus Kiew und aus Washington sind einem Medienbericht zufolge zu Ende gegangen. Das meldete der ukrainische Rundfunksender Suspilne unter Berufung auf Quellen in der Delegation Kiews.

    Für die Ukraine führten demnach der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, und Generalstabschef Andrij Hnatow die Gespräche am Donnerstag in Miami im US-Bundesstaat Florida.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Abend in einer Videobotschaft gesagt, dass die Delegation in den USA sich derzeit darum bemühe, zu erfahren, was genau bei dem jüngsten Treffen in Moskau zwischen Kremlchef Wladimir Putin und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner besprochen worden sei. Witkoff hatte am Dienstag bei seinem sechsten Treffen mit Putin den Stand der US-Überlegungen für einen Frieden in dem seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg erläutert.

    Zuvor hatte am vergangenen Wochenende ein Team um Umjerow in Florida mit US-Aussenminister Marco Rubio, Witkoff und Kushner über mögliche Schritte zur Beendigung des Kriegs beraten.

  • 5.20 Uhr

    Chinesischem Drohnenhersteller DJI droht Verkaufsverbot für neue Modelle in den USA

    Der chinesische Drohnenhersteller DJI hat vom US-Kongress und der amerikanischen Regierung einen zügigen Abschluss einer Sicherheitsüberprüfung oder eine Verlängerung der Prüfungsfrist bis zum 23. Dezember gefordert. Andernfalls droht dem weltgrössten Drohnenhersteller die Aufnahme in die sogenannte «Covered List» der US-Kommunikationsbehörde FCC, was einem Verkaufsverbot für neue Modelle in den USA gleichkäme. Auf dieser Liste werden Unternehmen geführt, die mutmasslich mit dem chinesischen Militär zusammenarbeiten.

    In Wallisellen ZH kommt eine Drohne des chinesischen Herstellers DJI bei der Behandlung einer Gebäudefassade zum Einsatz. (7. Oktober 2024) 
    In Wallisellen ZH kommt eine Drohne des chinesischen Herstellers DJI bei der Behandlung einer Gebäudefassade zum Einsatz. (7. Oktober 2024) 
    Bild: Keystone/Gaetan Bally
  • 4.40 Uhr

    Nato passt Kommandostruktur an

    Die Nato passt angesichts der aktuellen Bedrohungslage ihre militärischen Kommandostrukturen an. Wie der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa ankündigte, wird die Zuständigkeit für die Verteidigungsplanungen für Dänemark, Schweden und Finnland vom operativen Hauptquartier im niederländischen Brunssum an das in Norfolk in den USA übertragen. Das JFC Norfolk kümmert sich bereits heute um den Atlantik, die Arktis, Grönland, Island, Norwegen und Grossbritannien.

    «Angesichts der weltweiten Koordinierung unserer Gegner ist es unerlässlich, den euro-atlantischen Raum so gut wie möglich zu stärken und unsere Präsenz im hohen Norden zu festigen», sagte General Alexus G. Grynkewich im strategischen Nato-Hauptquartier im belgischen Mons. Mit dem Umbau werde dies erreicht. Norfolk bilde die strategische Brücke zwischen Nordamerika und Europa und verteidige weit mehr als nur die Seewege.

    Nato-General Alexus G. Grynkewich. (Archivbild)
    Nato-General Alexus G. Grynkewich. (Archivbild)
    Bild: Keystone/EPA/Olivier Matthys
  • Freitag, 5. Dezember 2025, 4.30 Uhr

    Putin besucht Indiens Premierminister Modi

    Indiens Premierminister Narendra Modi und der russische Präsident Wladimir Putin sprechen an diesem Freitag über den Ausbau der Beziehungen zwischen ihren Ländern. Der Kremlchef war am Donnerstagabend zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Neu-Delhi eingetroffen.

    Indiens Premierminister Narendra Modi (l.) und der russische Präsident Wladimir Putin am Donnerstagabend in Delhi.
    Indiens Premierminister Narendra Modi (l.) und der russische Präsident Wladimir Putin am Donnerstagabend in Delhi.
    Bild: Keystone/EPA/Alexander Kazakov/Sputnik/Kremlin Pool

    Es ist Putins erster Besuch im bevölkerungsreichsten Land der Erde seit der russischen Invasion in die Ukraine vor mehr als dreieinhalb Jahren.

    Für den indischen Premierminister sei Putins Besuch ein Balanceakt, schreibt die «Neue Zürcher Zeitung»: Einerseits wolle Modi zeigen, dass Indien sich von der Kritik des Westens nicht beeindrucken lässt und an der Freundschaft mit Russland festhält. Andererseits wolle er aber «vermeiden, während der laufenden Freihandelsgespräche mit den USA und der EU seine wichtigsten Handelspartner vor den Kopf zu stossen», schrieb die Zeitung.

    Für Modi gehe es um ein Signal an die USA, dass sich Indien nicht einschüchtern lässt, schreibt SRF. US-Präsident Donald Trump will Indien zwingen, kein russisches Öl mehr zu kaufen, weil damit der Ukraine-Krieg indirekt mitfinanziert werde. Deshalb fügte Trump dem 25 Prozent Zoll für Indien einen Strafzoll von weiteren 25 Prozent hinzu. Auf indische Exporte in die USA sind also 50 Prozent Zoll fällig.

  • 23.23 Uhr

    Selenskyj will neuen Kanzleichef bestellen

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben Gespräche mit möglichen Kandidaten für die Nachfolge seines im Zuge eines Korruptionsskandals zurückgetretenen Bürochefs Andrij Jermak geführt. Es sei besprochen worden, wie die Präsidialkanzlei künftig arbeiten und auch mit anderen Behörden kooperieren solle, sagte er in seiner Videobotschaft. «In allernächster Zeit gibt es eine Entscheidung bezüglich des neuen Bürochefs», kündigte er an.

  • 21.09 Uhr

    Kiew meldet Zerstörung russischen Kampfflugzeugs

    Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat nach eigenen Angaben auf der von Moskau seit 2014 annektierten Halbinsel Krim einen russischen Kampfjet vom Typ MiG-29 zerstört. Das Flugzeug sei in der Nacht zum Donnerstag auf dem Militärflugplatz Katscha attackiert worden, teilte die Behörde auf Telegram mit. Das dort veröffentlichte Video legt nahe, dass die Maschine von einer Drohne getroffen wurde.

    Die MiG-29 wurde noch zu Sowjetzeiten entwickelt und in grosser Stückzahl gebaut. Russland nutzt die Flugzeuge intensiv auch in seinem inzwischen fast vier Jahre währenden Krieg gegen die Ukraine.

  • 20.36 Uhr

    Russisches Geld: Deutschlands Bundeskanzler Merz sucht Lösung mit Belgien

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sucht in der Frage der Bereitstellung festgesetzter russische Gelder für die Unterstützung der Ukraine eine Lösung mit Belgien. Merz sagte nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten in Berlin, er nehme die Bedenken der belgischen Regierung ernst. «Die Punkte sind wichtig und darüber müssen wir sprechen und ich werde sie versuchen, auszuräumen.» Es müsse zu einer gemeinsamen Haltung der Staats- und Regierungschefs in der Europäischen Union kommen und insbesondere Einvernehmen mit Belgien hergestellt werden.

    Merz reist am Freitagabend nach Belgien, um im privaten Rahmen mit dem belgischen Ministerpräsidenten Bart De Wever und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu sprechen. Der Kanzler sagte mit Blick auf den belgischen Regierungschef: «Ich möchte ihn nicht überreden. Ich möchte ihn überzeugen, dass der Weg, den wir hier vorschlagen, richtig ist. Und wenn wir diesen Weg gehen, dann gehen wir ihn, um der Ukraine zu helfen.» Merz hatte wegen des Treffens in Belgien eine Norwegen-Reise verschoben.

  • 6.20 Uhr

    Ukrainische Kinder sollen in Lager in Nordkorea verschleppt worden sein

    Mindestens zwei ukrainische Kinder, die im Osten der Ukraine von russischen Streitkräften verschleppt wurden, sollen gewaltsam in ein Lager nach Nordkorea gebracht worden sein. Das berichtete Kateryna Rashevska, Rechtsexpertin am Regional Center for Human Rights in Kiew, am 3. Dezember vor einem Unterausschuss des US-Kongresses.

    «Der zwölfjährige Misha aus dem besetzten Donbass und die 16-jährige Liza aus dem besetzten Simferopol wurden in das Songdowon-Lager nach Nordkorea ausgeschafft – 9000 Kilometer von ihrer Heimat entfernt», sagte Rashevska, wie die ukrainische Online-Zeitung «Kyiv Independent» berichtete. «Dort wurden sie angeleitet, <japanische Militaristen zu vernichten>, und trafen koreanische Veteranen, die 1968 das US-Marine­schiff Pueblo angriffen und dabei neun amerikanische Soldaten töteten oder verletzten.»

    Rashevska sprach zu Beginn einer Anhörung des Bewilligungsausschusses des US-Senats zur massenhaften Verschleppung ukrainischer Kinder durch Russland. Seit Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine hat Nordkorea seine Zusammenarbeit mit Moskau deutlich ausgeweitet – unter anderem durch Waffenlieferungen und die Entsendung nordkoreanischer Soldaten zur Unterstützung des russischen Angriffskrieges. Ende 2024 schickte Pjöngjang etwa 11'000 bis 12'000 Soldaten nach Russland, um den ukrainischen Vormarsch im Gebiet Kursk zurückzudrängen.

    Nach Angaben der ukrainischen Datenbank «Kinder des Krieges» wurden seit Februar 2022 mindestens 19'546 ukrainische Kinder aus besetzten Gebieten nach Russland oder in russisch kontrollierte Gebiete verschleppt, schreibt die Zeitung. Während Schätzungen zufolge Tausende von ihnen zwangsweise von russischen Familien adoptiert wurden, landen andere – darunter auch Waisen, deren Eltern von russischen Truppen getötet wurden – in russischen Militarisierungs- und Umerziehungslagern, hiess es weiter.

  • 4.18 Uhr

    Medien: Heute nächste Gespräche zwischen Ukraine und USA

    Nach dem Treffen von US-Vertretern mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau wird Medienberichten zufolge heute eine ukrainische Delegation in den USA erwartet. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, wollen die Delegation in Florida treffen, wie unter anderem die «New York Times» und der Sender CBS News unter Berufung auf das Weisse Haus berichteten.

    Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits neue Gespräche mit US-Vertretern in Aussicht gestellt. «Wir bereiten Treffen in den Vereinigten Staaten vor», sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. In den kommenden Tagen erwarte die Ukraine Neuigkeiten dazu. Ihm zufolge soll wieder eine Gruppe um den Sekretär des nationalen Sicherheitsrats Rustem Umjerow und Generalstabschef Andrij Hnatow die Gespräche mit den USA fortsetzen.

    Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (.) und der US-Sondergesandte Steve Witkoff vor ihrem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin am 2. Dezember 2025 in Moskau. 
    Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (.) und der US-Sondergesandte Steve Witkoff vor ihrem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin am 2. Dezember 2025 in Moskau. 
    Bild: Keystone/EPA/Alexander Kazakov/Sputnik/Kremlin Pool

    Am Dienstag hatte Witkoff bei seinem sechsten Treffen mit Putin den Stand der US-Überlegungen für einen Frieden im Ukraine-Krieg erläutert. Kushner hatte ihn dabei erstmals im Kreml begleitet. Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte nach dem fünfstündigen Treffen, es sei noch kein Kompromiss gefunden worden. Trump sagte am Mittwoch, Putin hätte ein «sehr gutes Treffen» mit Witkoff und Kushner gehabt. Wozu das führe, könne er nicht sagen. Die US-Vertreter hätten den Eindruck gehabt, dass Putin einen Deal wolle.

    Zuvor hatte am vergangenen Wochenende bereits ein Team um Umjerow in Florida mit US-Aussenminister Marco Rubio, Witkoff und Kushner über Wege für ein Ende des russischen Angriffskriegs beraten. Beide Seiten sprachen danach von Fortschritten – Rubio betonte aber auch, es gebe «noch viel zu tun».

    US-Aussenminister Marco Rubio (l.) und der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, am 30. November 2025 in Florida.
    US-Aussenminister Marco Rubio (l.) und der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, am 30. November 2025 in Florida.
    Bild: Keystone/AP Photo/Terry Renna
  • Donnerstag, 4. Dezember 2025, 0.10 Uhr

    Behörden: Toter in Russland, Verletzte in Ukraine

    Während in verschiedenen Formaten über einen Plan für ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs beraten wird, gehen die Kämpfe weiter. In der russischen Region Belgorod wurde nach Angaben des Gebietsgouverneurs Wjatscheslaw Gladkow ein Mann im Dorf Gora-Podol durch ukrainischen Beschuss getötet.

    Auch Russland setzt seine Attacken in dem vor mehr als dreieinhalb Jahren von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg fort. Bei einem russischen Raketenangriff auf Krywyj Rih, die Geburtsstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wurde am Abend nach Behördenangaben eine Frau verletzt. Insgesamt gab es demnach vier Verletzte infolge russischer Angriffe über den ganzen Tag.

    Zerstörung nach einem russischen Angriff auf Krywyj Rih. (Archivbild)
    Zerstörung nach einem russischen Angriff auf Krywyj Rih. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Ukrainian Emergency Service via AP

    In Slowjansk im Gebiet Donezk seien acht Menschen bei einem russischen Angriff verletzt worden, schrieb der Gouverneur des Gebiets, Wadym Filaschkin, bei Telegram. Moskaus Militär habe über den Tag neun Bomben bei Attacken auf die Stadt eingesetzt. Eine davon sei in ein Hochhaus eingeschlagen.

  • 22.13 Uhr

    Selenskyj: «Wir bereiten Treffen in den USA vor»

    Nach dem Treffen von US-Vertretern mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj neue Gespräche der ukrainischen Delegation mit US-Vertretern in Aussicht gestellt. «Wir bereiten Treffen in den Vereinigten Staaten vor», sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. 

    Fortsetzen soll die Gespräche mit Vertretern von US-Präsident Donald Trump demnach wieder eine Gruppe um den Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow und Generalstabschef Andrij Hnatow.

    Derzeit laufe alles recht erfolgreich, sagte er mit Blick auf Verhandlungen in Genf und Florida über einen US-Plan für ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs. Er forderte abermals Druck auf Russland. Von der Kombination konstruktiver Diplomatie und Druck auf den Aggressor hänge alles ab, sagte Selenskyj.

    Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte bei seinem sechsten Treffen mit Putin den Stand der US-Überlegungen für einen Frieden im Ukraine-Krieg erläutert. Erstmals wurde er im Kreml von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner begleitet. Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte nach dem fünfstündigen Treffen, es sei noch kein Kompromiss gefunden worden. 

  • 19.06 Uhr

    Ukrainische Drohnen treffen Öldepots in Russland

    Bei nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine sind nach offiziellen Angaben in zwei russischen Regionen Treibstofflager getroffen worden. Den Einschlag und Brand einer Anlage im Gebiet Tambow bestätigte der Gouverneur der Region, Jewgeni Perwyschew bei Telegram. Sicherheitsorgane und Rettungskräfte seien schnell vor Ort gewesen. «Es wurden alle nötigen Kräfte und Mittel eingesetzt», schrieb er, ohne Details zum Ort und Ausmass der Schäden bekannt zu geben.

    Nach Angaben des Telegramkanals Exilenova Plus wurde ein Treibstofflager in der Ortschaft Dmitrijewka, etwa 50 Kilometer nordwestlich der Gebietshauptstadt Tambow getroffen. Die dort veröffentlichten Bilder und Videos zeigen ein Grossfeuer in der Anlage.

    Der Kiewer Generalstab bestätigte am Abend einen Angriff auf das Treibstofflager Dmitrijewka. Es sei getroffen und ein Brand festgestellt worden, schrieb der Generalstab bei Facebook. Mehrere Tanks brannten demnach. Das Objekt werde zur Versorgung der russischen Streitkräfte genutzt, hiess es zur Begründung. Ausserdem bestätigte der Generalstab einen Angriff auf ein Treibstofflager im Kreis Liwny in der Region Orjol am Vortag.

    Auch in der benachbarten Region Woronesch westlich von Tambow traf es ein Öldepot. «In einem der Landkreise wurden durch den Absturz einer abgeschossenen Drohne einige Treibstoffreservoirs geringfügig beschädigt», schrieb Gouverneur Alexander Gussew. Seinen Angaben nach ist dadurch kein Feuer ausgebrochen. Auch habe es durch die Drohnenangriffe keine Verletzten gegeben, schrieb er.

    Die Ukraine greift mit Drohnen in ihrem Abwehrkampf gegen Moskaus Angriffskrieg immer wieder auch Ziele in Russland an. (Archivbild)
    Die Ukraine greift mit Drohnen in ihrem Abwehrkampf gegen Moskaus Angriffskrieg immer wieder auch Ziele in Russland an. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP/Efrem Lukatsky
  • 17.45 Uhr

    London: Putin-Aussagen «noch mehr Kreml-Geschwätz»

    Die britische Regierung hat die Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Kriegsbereitschaft seines Landes als «noch mehr Kreml-Geschwätz» eingestuft. Putins Äusserungen am Dienstag seien nur weitere Rhetorik darüber, dass Europa angeblich Krieg führen wolle, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur PA zufolge. «Das ist ebenso gefährlich wie falsch.»

    Putin hatte am Dienstag erklärt, Russland sei bereit, die Europäer an Verhandlungen über ein Ende des Krieges in der Ukraine zu beteiligen. Dazu müssten sie aber die Realitäten auf dem Schlachtfeld in der Ukraine anerkennen. «Wir haben nicht vor, mit Europa zu kämpfen, das habe ich schon 100 Mal gesagt. Aber wenn Europa wiederum kämpfen will und anfängt, dann sind wir dazu sofort bereit», sagte Putin.

    Der britische Premierminister Keir Starmer sagte im Parlament: «Wir alle wissen, dass Putin hier der Aggressor ist.» Der russische Präsident wolle nicht an den Verhandlungstisch kommen und keine Einigung erzielen. Der Regierungssprecher sagte im Anschluss, die europäischen Nationen stünden geschlossen hinter dem Recht der Ukraine auf Selbstverteidigung. Zudem sei die Nato bereit, auf jegliche Bedrohungen mit Einigkeit und Stärke zu reagieren.

    «Wir alle wissen, dass Putin hier der Aggressor ist»: Premierminister Keir Starmer.
    «Wir alle wissen, dass Putin hier der Aggressor ist»: Premierminister Keir Starmer.
    Bild: Keystone/Pool AP/Frank Augstein
  • 17.24 Uhr

    Kreml besteht auf Geheimhaltung bei Ukraine-Gesprächen

    Der Kreml besteht auf Geheimhaltung von Details der Gespräche mit den USA über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges. «Je stiller diese Gespräche geführt werden, desto produktiver sind sie», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach einem langen Treffen von Präsident Wladimir Putin mit US-Unterhändlern in Moskau.

    «An dieses Prinzip werden wir uns halten, und wir hoffen, dass unsere amerikanischen Gegenüber sich auch an dieses Prinzip halten», sagte er der Nachrichtenagentur Tass zufolge. Zwar brachte das Gespräch am Dienstagabend keine Einigung, Peskow wollte dies aber nicht als Ablehnung des US-Friedensplans verstanden wissen. «Wir sind bereit, uns so oft zu treffen, wie nötig, um eine Friedensregelung zu erreichen», sagte er. Auch ein weiteres Telefonat Putins mit US-Präsident Donald Trump könne jederzeit organisiert werden.

    Der russische Präsident Wladimir Putin (l) und Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
    Der russische Präsident Wladimir Putin (l) und Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
    Grigory Sysoyev/Pool Sputnik Kremlin/dpa (Archivbild)

    Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte bei seinem sechsten Treffen mit Putin den Stand der US-Überlegungen für einen Frieden erläutert. Erstmals wurde er im Kreml von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner begleitet. Auch Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte nach dem fünfstündigen Treffen, es sei noch kein Kompromiss gefunden worden. «Einige der amerikanischen Vorschläge scheinen mehr oder weniger annehmbar, aber man muss über sie beraten», sagte er Tass zufolge. Andere Formulierungen seien für Moskau nicht annehmbar. Ein Knackpunkt scheint demnach die verlangte Abtretung ukrainischer Gebiete zu sein. Putin fordert den ganzen Donbass, obwohl seine Armee nicht alle Teile des Gebiets kontrolliert. Kiew lehnt die Preisgabe ab.

    Als diplomatischen Punktgewinn verbucht der Kreml, dass Witkoff und Kushner nach dem Treffen im Kreml nicht mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sprachen, sondern zu Trump in die USA flogen. «Sie haben uns versprochen, nach Hause nach Washington zurückzukehren», sagte Uschakow. Moskau legt grossen Wert auf den direkten Kontakt mit den USA; die Ukraine wird nicht als Gesprächspartner anerkannt.

  • 4.43 Uhr

    EU will komplett auf Gas aus Russland verzichten

    Die EU will bis spätestens Ende 2027 vollkommen unabhängig von Erdgas aus Russland sein und jegliche Importe stoppen. Das sieht eine in Brüssel erzielte Einigung zwischen Vertretern der Regierungen der Mitgliedstaaten und des Europaparlaments vor.

    Demnach soll die Einfuhr von russischem Gas über Pipelines auf Grundlage von langfristigen Verträgen bis spätestens 1. November 2027 komplett eingestellt werden. Ausnahmen sind für Binnenländer vorgesehen, die nach Abschluss kurzfristiger Verträge noch zwei Monate länger Erdgas aus Russland beziehen dürfen. Ein Verbot für den Import von russischem Flüssigerdgas (LNG) soll im Einklang mit dem 19. Sanktionspaket der EU schon ab Januar 2027 gelten.

    Die beiden Erdgas-Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 landen im deutschen Lubmin an der Ostseeküste an. (Archivbild)
    Die beiden Erdgas-Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 landen im deutschen Lubmin an der Ostseeküste an. (Archivbild)
    Bild: Keystone/EPA/Hannibal Hanschke

    Einer Analyse der EU-Kommission würde der Komplettverzicht auf russisches Gas kein Risiko für die Versorgungssicherheit bedeuten. Auf dem Weltmarkt gebe es genügend andere Anbieter, heisst es aus Brüssel. Verbraucherinnen und Verbraucher müssten sich demnach keine grossen Sorgen über steigende Gaspreise machen.

    Auch nach knapp vier Jahren Krieg erwirtschaftet Russland mit Energielieferungen in die EU weiterhin Milliardengewinne. So führten EU-Staaten nach offiziellen Zahlen im Jahr 2024 immer noch 52 Milliarden Kubikmeter Gas aus Russland ein, was rund einem Fünftel aller Einfuhren entsprach. Hinzu kamen 13 Millionen Tonnen Rohöl und mehr als 2800 Tonnen Uran in angereicherter Form oder als Kernbrennstoff.

  • Mittwoch, 3. Dezember 2025, 4.30 Uhr

    Kriegsende nicht näher

    Russland und die USA sind einem Kriegsende in der Ukraine bei einem langen Treffen im Kreml anscheinend nicht näher gekommen. Doch der Dialog soll nach Moskauer Angaben fortgesetzt werden. Präsident Wladimir Putin sprach mehr als fünf Stunden mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner. Man sei nach dem Treffen nicht weiter von einem Frieden entfernt, aber auch nicht näher an einer Lösung des Konflikts, berichtete Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow. Es gebe noch viel Arbeit. So gebe es noch keinen Kompromiss zur Frage der von Russland geforderten Abtretung ukrainischer Gebiete.

    Mehr dazu hier.

    Fünf Stunden dauerte das Gespräch von Kremlchef Wladimir Putin (3.v.r.) mit den US-Abgesandten – keine Diplomaten oder Politiker, sondern ein ehemaliger Immobilienhändler (Witkoff, 2.v.l.) und ein Trump-Familienmitglied (Kushner, 3.v.l.).
    Fünf Stunden dauerte das Gespräch von Kremlchef Wladimir Putin (3.v.r.) mit den US-Abgesandten – keine Diplomaten oder Politiker, sondern ein ehemaliger Immobilienhändler (Witkoff, 2.v.l.) und ein Trump-Familienmitglied (Kushner, 3.v.l.).
    Bild: Keystone/EPA/Kristina Kormilitsina/Sputnik/Kremlin Pool
  • 23.06 Uhr

    Putins Treffen mit Witkoff im Kreml endet nach fünf Stunden

    Das Treffen von Kremlchef Wladimir Putin mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner ist in Moskau nach etwa fünf Stunden zu Ende gegangen. Das meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass aus dem Kreml. Dort warteten zahlreiche Reporter noch auf Äusserungen von russischer Seite. Im sozialen Netzwerk X nannte der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew die Verhandlungen produktiv und fügte das Emoji einer Friedenstaube hinzu.

    Witkoff sei aus dem Kreml in die US-Botschaft in Moskau gefahren, berichteten russische Medien. Der Sondergesandte Witkoff und Kushner als Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump sollten im Kreml den derzeitigen Stand des amerikanischen Friedensplans vortragen. Die genauen Inhalte sind öffentlich nicht bekannt.

  • 18.21 Uhr

    Putin droht mit stärkeren Angriffen auf ukrainische Häfen

    Nach Angriffen auf russische Tanker und Schiffe, die russisch kontrollierte Häfen anliefern, hat Russlands Präsident Wladimir Putin der Ukraine mit harten Reaktionen gedroht. «Wir weiten unsere Angriffe auf Hafenanlagen und Schiffe, die ukrainische Häfen anlaufen, aus», kündigte der Kremlchef vor Journalisten in Moskau an. Als äusserste Massnahme drohte er damit, die Ukraine vom Meer abzuschneiden.

    Brennender Tanker vor der türkischen Küste.
    Brennender Tanker vor der türkischen Küste.
    Bild: Keystone

    Putin bezeichnete die Angriffe in neutralen Gewässern als Piraterie und lastete sie direkt den ukrainischen Streitkräften an. «Wenn sich das fortsetzt, dann ziehen wir Gegenmassnahmen in Betracht gegen Schiffe aus Ländern, die der Ukraine bei diesen Akten der Piraterie helfen», sagte Putin.

  • 18.15 Uhr

    Treffen Putins mit US-Unterhändlern hat begonnen

    In Moskau hat ein Treffen von Kremlchef Wladimir Putin mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff begonnen. Putin empfing Witkoff am Dienstag in der russischen Hauptstadt. Zur US-Delegation gehörte auch Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte zuvor, die Gespräche würden so lange dauern wie nötig. Nur Witkoff, Kushner und ein Dolmetscher von amerikanischer Seite würden daran teilnehmen.

    Witkoff wollte Putin einen Entwurf für einen Plan überreichen, von dem Washington hofft, dass er den fast vierjährigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden kann. Der ursprüngliche Plan war von amerikanischen, ukrainischen und europäischen Vertretern in der Schweiz überarbeitet worden.

    Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist erneut zu Gesprächen über eine mögliche Beendigung des Ukraine-Kriegs in Moskau. (Archivbild)
    Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist erneut zu Gesprächen über eine mögliche Beendigung des Ukraine-Kriegs in Moskau. (Archivbild)
    Bild: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

    Am vergangenen Wochenende hatte eine ukrainische Delegation mit US-Vertretern in Florida über den Plan beraten. US-Aussenminister Marco Rubio erklärte im Anschluss, das Treffen sei «produktiv» gewesen, doch sei weitere Arbeit nötig.

  • 15.29 Uhr

    Selenskyj und USA sollen 20-Punkte-Plan ausgearbeitet haben

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht von Fortschritten bei einer möglichen Friedenslösung: In Dublin sagte er, die USA und die Ukraine hätten eine gemeinsam überarbeitete Roadmap mit nun 20 Punkten erarbeitet.

    Die ursprüngliche US-Vorlage sei in Genf von 28 auf 20 Punkte reduziert und zuletzt in Florida «finalisiert» worden – einzelne Details müssten jedoch weiter ausgearbeitet werden. Selenskyj bezeichnete den Moment als «schwierig, aber zugleich hoffnungsvoll» und sieht derzeit «so grosse Chancen wie lange nicht», den Krieg zu beenden.

  • 15.26 Uhr

    Hier spazieren Whitkoff und Kushner durch Moskau

    In Moskau sorgt ein neues Video für Aufsehen: Darin sind Jared Kushner und Steven Whitkoff beim Spaziergang durch die russische Hauptstadt zu sehen. Laut kremlnahen Kanälen sollen die beiden – begleitet von Kirill Dmitriev – kurz zuvor in einem Restaurant gegessen haben und nun unmittelbar vor Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin stehen.

  • 14.55 Uhr

    Pentagon spricht nicht mehr mit deutschem Verteidigungsministerium

    Die Zusammenarbeit zwischen den Verteidigungsministerien der USA und Deutschlands ist ins Stocken geraten: Laut einem Bericht des «Atlantic» bleiben Anfragen aus Berlin mittlerweile unbeantwortet. General Christian Freuding sagt, der Austausch mit seinen US-Gegenübern sei früher «rund um die Uhr» gelaufen – jetzt sei der Kontakt abrupt abgebrochen.

    Hintergrund ist offenbar die zunehmend angespannte Abstimmung zur Ukraine-Unterstützung.

  • 14.21 Uhr

    Kiew dementiert russische Eroberung von Pokrowsk

    Der ukrainische Generalstab widerspricht der von Russland behaupteten Einnahme wichtiger ukrainischer Städte - darunter die strategisch wichtige Bergarbeiterstadt Pokrowsk.

    «Die Einheiten der Streitkräfte der Ukraine setzen die Verteidigungsoperation an den schwierigen Frontabschnitten fort, darunter Pokrowsk, Wowtschansk, Kupjansk», teilte der Stab in sozialen Netzwerken mit. Der Kreml versuche ein weiteres Mal, mit Videos von Flaggenhissungen die Teilnehmer der Gespräche über ein Ende des Krieges zu beeinflussen.

    In Pokrowsk, im Gebiet Donezk, kontrollieren ukrainische Truppen demnach weiter den nördlichen Teil der Stadt. Die Frontlinie verlaufe entlang der Eisenbahnlinie. Die Gruppe russischer Soldaten, die «in einem der Stadtteile» eine russische Flagge zeigten, sei bereits vernichtet worden. Für die Versorgung der Einheiten im Bereich von Pokrowsk und der Nachbarstadt Myrnohrad seien zudem zusätzliche Nachschublinien organisiert worden.

  • 08.51 Uhr

    Ukraine greift erneut russische Ölindustrie an

    Die Ukraine hat erneut die russische Ölindustrie ins Visier genommen. Bei einem Drohnenangriff im Kreis Liwny sei Feuer in Objekten des Kraftstoff- und Energiekomplexes ausgebrochen.

    Das schrieb Gouverneur Andrej Klytschkow bei Telegram. Verletzte gab es demnach nicht.

    In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Videos, die das Feuer nach dem Angriff zeigen sollen. Das Internetportal «Astra» schrieb, dass Einwohnern zufolge ein Erdöllager attackiert worden sei.

    Russland überzieht die Ukraine seit mehr als dreieinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift die Ukraine immer wieder auch Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmass der Schäden in Russland steht aber in keinem Verhältnis zu den vom russischen Militär angerichteten Zerstörungen in der Ukraine. Mit seinen vermehrten Angriffen auf die Ölindustrie will Kiew einerseits die Treibstoffversorgung für die russische Armee stören und andererseits den für Moskau so wichtigen Wirtschaftszweig treffen.

  • Dienstag, 2. Dezember 2025, 3.22 Uhr

    USA halten Rubios Teilnahme an Nato-Treffen für unnötig

    Trotz der laufenden Verhandlungen über eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg hält die US-Regierung eine Teilnahme von Aussenminister Marco Rubio an einem lange geplanten Nato-Treffen nicht für nötig. «Es wäre völlig unrealistisch, ihn bei jedem Treffen zu erwarten», entgegnete ein Sprecher des Aussenministeriums auf die Frage der Deutschen Presse-Agentur, warum Rubio nicht zu dem Termin in Brüssel anreise. Der Minister habe bereits an Dutzenden Treffen mit Nato-Verbündeten teilgenommen, hiess es aus Washington.

    Zuvor hatte der stellvertretende US-Aussenminister Christopher Landau mitgeteilt, er werde an den Beratungen in der belgischen Hauptstadt teilnehmen und sei auf dem Weg dorthin. Bei der Zusammenkunft soll es am Mittwoch unter anderem um die weitere Unterstützung der Ukraine gehen. Rubio hingegen nimmt nach Angaben seines Ministeriums am Dienstag an – nicht näher erläuterten – Treffen im Weissen Haus teil. Am Vortag sprach er mit seinem deutschen Kollegen Johann Wadephul über die Bemühungen um Frieden in der Ukraine, wie das US-Aussenministerium knapp mitteilte.

    Dass ein US-Aussenminister nicht persönlich an einem formellen Nato-Aussenministertreffen teilnimmt, ist höchst ungewöhnlich. So schrieb die langjährige frühere Nato-Sprecherin Oana Lungescu (2010-2023) nach dem Bekanntwerden erster Gerüchte über eine Absage im sozialen Netzwerk X, sie könne sich an nichts Vergleichbares in der jüngeren Geschichte erinnern. «Das würde das falsche Signal senden, gerade jetzt, wo sich Amerika noch enger mit europäischen Verbündeten zur Ukraine koordinieren sollte», kommentierte sie.

    Als ein möglicher Hintergrund gilt in Brüssel, dass zumindest Teile der US-Regierung die Nato offensichtlich als Hindernis für einen erfolgreichen Abschluss der jüngsten Initiative von Präsident Donald Trump für ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sehen. So enthielt der jüngst bekanntgewordene Entwurf für einen 28-Punkte-Friedensplan unter anderem eine Passage, nach der die Nato auf die Aufnahme weiterer Mitglieder komplett verzichten soll.

  • 21.51 Uhr

    Russland bestückt Shahed-Drohnen mit Raketen

    Russische Shahed-Drohnen können ukrainischen Angaben zufolge nun Raketen abfeuern. Die russischen Streitkräfte haben damit begonnen Luft-Luft-Raketen vom Typ R-60 auf Shahed-Drohnen zu montieren, mit denen sie bereits seit Kriegsbeginn Ziele in der Ukraine angreifen.

    Der Militärexperte Sergej Beskrestnow schreibt zu der neuen Modifikation mit R-60-Raketen auf seinem Telegram-Kanal: «Diese Kombination ist für die Zerstörung von Hubschraubern und Flugzeugen bestimmt, die Shaheds jagen.» Bilder auf X sollen eine Shahed-Drohne mit aufmontierter R-60 zeigen, die von ukrainischen Streitkräften abgeschossen werden konnte.

  • 21.02 Uhr

    Moskau erklärt Pokrowsk für erobert

    Das russische Militär hat dem Kreml zufolge die seit etwa einem Jahr umkämpfte ukrainische Bergarbeiterstadt Pokrowsk im Donezker Gebiet vollständig eingenommen. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sei die Eroberung von Pokrowsk gemeldet worden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Journalisten.

    Aus Kiew gab es zunächst keine Bestätigung. Ebenso sei die Stadt Wowtschansk in der benachbarten Region Charkiw eingenommen worden. Unabhängig lassen sich die Angaben nicht prüfen, allerdings hatte auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei seinem Besuch in Paris gesagt, dass die Intensität der Kämpfe um Pokrowsk und auch im Charkiwer Gebiet hoch sei.

    Beobachter verbinden die russische Erfolgsmeldung mit dem am Dienstag erwarteten Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau. Der Kreml wolle so dem Unterhändler aus Washington vor Gesprächen über einen Friedensplan militärische Fortschritte präsentieren.

    Zerstörte Häuser in Pokrowsk in der Region Donezk.
    Zerstörte Häuser in Pokrowsk in der Region Donezk.
    Bild: Keystone
  • 17.35 Uhr

    Gespräche in den USA: Ukrainischer Chefunterhändler spricht von «bedeutendem Fortschritt»

    Nach den Gesprächen zwischen Unterhändlern der Ukraine und der USA über ein mögliches Abkommen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs hat sich der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow positiv geäussert. «Wir haben bedeutenden Fortschritt erreicht, einige Fragen bedürfen jedoch weiterer Feinabstimmung», erklärte Umerow am Montag in Online-Netzwerken.

    Umerow, der den nationalen Sicherheitsrat der Ukraine leitet und bis Juli Verteidigungsminister des Landes war, hatte den ersten Teil der Gespräche am Sonntag als «produktiv und erfolgreich» bezeichnet. In ukrainischen Verhandlungskreisen war zuvor von «nicht einfachen» Verhandlungen die Rede gewesen. Kompliziert seien insbesondere Formulierungen «in Bezug auf Gebiete».

    Auf US-Seite hatten an den Gesprächen der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff sowie Aussenminister Marco Rubio und Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner teilgenommen.

    Grundlage der Verhandlungen war der vor anderthalb Wochen vorgestellte US-Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Dieser war in seiner ursprünglichen Fassung weithin als äusserst vorteilhaft für Russland beurteilt worden. Später wurde er dann bei Gesprächen im schweizerischen Genf unter Beteiligung europäischer Staats- und Regierungschefs zugunsten der Ukraine überarbeitet.

  • 4.30 Uhr

    Kriege lassen bei Waffenbauern die Kassen klingeln

    Angesichts zahlreicher Kriege und Konflikte in der Welt hat die internationale Rüstungsindustrie einen neuen Umsatzrekord verzeichnet. Die 100 grössten Waffenproduzenten der Erde steigerten ihre Gesamteinnahmen aus dem Verkauf von Rüstungsgütern und Militärdienstleistungen im Jahr 2024 um währungsbereinigte 5,9 Prozent, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri in einem neuen Bericht mitteilte. Sie erreichten zusammen einen Umsatz von rund 679 Milliarden US-Dollar, der höchste je verzeichnete Wert. Absoluter Branchenprimus bleiben demnach die USA.

    Mehr dazu hier.

    Ein vom US-Rüstungskonzern Northrop Grumman hergestellter B-2-Bomber der US Air Force. (Archivbild)
    Ein vom US-Rüstungskonzern Northrop Grumman hergestellter B-2-Bomber der US Air Force. (Archivbild)
    Keystone/AP Photo/U.S. Air Force photo, Staff Sgt. Bennie J. Davis III
  • Montag, 1. Dezember 2025, 2.52 Uhr

    Trump sieht «gute Chance» auf Deal bei Ukraine-Verhandlungen

    US-Präsident Donald Trump gibt sich nach Gesprächen zwischen Vertretern der Ukraine und seiner Regierung über Wege zur Beendigung des Ukraine-Kriegs optimistisch. An Bord der Präsidentenmaschine Air Force One verwies er zwar auf «schwierige kleine Probleme» der Ukrainer und nannte als Beispiel den «nicht hilfreichen» Korruptionsskandal in dem Land. Die Nachfrage einer Journalistin, ob das die Friedensgespräche behindere, bejahte er allerdings nicht und führte vielmehr kurz darauf aus: «Ich denke, es gibt eine gute Chance, dass wir einen Deal machen können».

    Einmal mehr gab sich Trump dabei auch überzeugt, dass sowohl Russland als auch die Ukraine ein Ende des Krieges wollten. Der US-Präsident bestätigte, dass sich sein Sondergesandter Steve Witkoff diese Woche mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau treffen soll. Ein genaues Datum für das Treffen nannte er aber nicht.

    Zuvor hatten Witkoff, Aussenminister Marco Rubio und andere US-Regierungsvertreter an diesem Sonntag im Bundesstaat Florida eine ukrainische Delegation getroffen, um Fragen zu einem möglichen Friedensplan zu besprechen. Vor kurzem war ein erster 28-Punkte-Plan der USA für ein Kriegsende bekanntgeworden, der vielfach als «russische Wunschliste» kritisiert wurde. Europäer und Ukrainer verhandelten den Abkommensentwurf später mit US-Vertretern nach, mehrere Punkte blieben aber strittig.

    US-Aussenminister Marco Rubio (l.), und der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, am Sonntag in Florida. 
    US-Aussenminister Marco Rubio (l.), und der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, am Sonntag in Florida. 
    Bild: Keystone/AP Photo/Terry Renna
  • 22.03 Uhr

    Rubio nach Ukraine-Gesprächen: «Es bleibt noch viel zu tun»

    US-Aussenminister Marco Rubio sieht bei den Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine noch viel Arbeit vor den Unterhändlern. Es sei eine «sehr produktive und nützliche Sitzung» gewesen, in der aus seiner Sicher «weitere Fortschritte» erzielt worden seien, sagte er nach mehrstündigen Gesprächen mit Vertretern der Ukraine im US-Bundesstaat Florida, wie in von Journalisten über soziale Medien verbreiteten Videos zu hören ist. Gleichzeitig betonte Rubio aber auch, «es bleibt noch viel zu tun».

    Die Angelegenheit sei kompliziert. Es gebe viele Aspekte, die in Bewegung seien. Ausserdem müsse noch eine weitere Partei einbezogen werden. Rubio bekräftigte, dass das in den kommenden Tagen geschehe, wenn der Sondergesandte von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, zu Besuch in Moskau sei.

    Der ukrainische Delegationsleiter Rustem Umjerow nannte das Treffen «produktiv und erfolgreich». «Wir sprachen über die Zukunft der Ukraine, über alles, was für die Ukraine und das ukrainische Volk wichtig ist», sagte er nach Angaben ukrainischer Medien. «Die USA unterstützen uns dabei sehr.» Details zu den Gesprächsinhalten nannten weder er noch Rubio.

  • 20 Uhr

    Russische Drohnen sollen Streumunition nahe Kiew abgeworfen haben

    Bei einem Drohnenangriff auf die Stadt Wyschhorod nahe Kiew soll das russische Militär Streumunition eingesetzt haben. Drei Drohnen hätten gestern Streumunition über der Stadt abgeworfen und danach Häuser angegriffen, teilen die ukrainischen Streitkräfte in sozialen Medien mit. Nach Angaben des Gouverneurs der Region Kiew, Mykola Kalaschnyk, wurde bei dem Angriff auf Wyschhorod ein 47-jähriger Mann getötet. 19 Weitere Menschen seien verletzt worden, darunter vier Kinder.

  • 19.06 Uhr

    Selenskyj telefoniert mit Rutte und von der Leyen

    Mit Blick auf die aktuellen Bemühungen um eine Friedenslösung für die Ukraine hat deren Präsident Wolodymyr Selenskyj mit den Spitzen der EU-Kommission und der Nato gesprochen. «Ich habe mit Mark Rutte telefoniert, und wir werden unser Gespräch in den kommenden Tagen fortsetzen», berichtete Selenskyj auf der Plattform X von seiner Unterredung mit dem Nato-Generalsekretär. «Dies sind wichtige Tage, und vieles kann sich ändern.» Die Ukraine und ihre Partner führten enge Koordinierungen durch, «und es sind unsere gemeinsamen Massnahmen und geteilten Positionen, die sich als effektive erweisen werden».

    Mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erörterte Selenskyj die aktuelle diplomatische Lage. «Wir arbeiten weiterhin eng mit der Europäischen Kommission zusammen, und ich bin dankbar für die Unterstützung», schrieb Selenskyj. Neben der Einigkeit in wichtigen Fragen hob Selenskyj auch von der Leyens Verständnis für die Notwendigkeit hervor, die Widerstandsfähigkeit der Ukraine angesichts der ständigen russischen Angriffe auf Infrastruktur und Energieversorgung zu stärken.

  • Sonntag, 30. November, 2025 17.22 Uhr

    USA und Ukraine beraten über Friedensplan

    Vertreter der USA und der Ukraine haben im US-Bundesstaat Florida Gespräche über Wege für ein Ende des russischen Angriffskriegs aufgenommen. Das teilte der ukrainische Delegationsleiter Rustem Umjerow auf Telegram mit. «Wir haben klare Vorgaben erhalten - die Interessen der Ukraine zu wahren, einen substanziellen Dialog zu sichern und auf Grundlage der in Genf erzielten Fortschritte voranzugehen», schrieb er.

    Für die US-Seite nahmen Aussenminister Marco Rubio, der Sondergesandte von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen teil. Nach offiziell unbestätigten Berichten von US-Medien wurde der Golfklub Shell Bay als Tagungsort gewählt.

    Rubio betonte vor Ort, es gehe nicht nur darum, einen Krieg zu beenden. In Videos von anwesenden Journalisten, die in US-Medien und sozialen Netzwerken verbreitet wurden, ist zu hören, wie der US-Aussenminister das wirtschaftliche Potenzial der Ukraine hervorhebt. «Die Ukraine hat enorme Chancen auf echten Wohlstand.»

    Allein durch ein Kriegsende sei dies allerdings nicht zu erreichen. «Es geht also nicht nur um Friedensabkommen.» Es gehe darum, einen Weg zu schaffen, der Souveränität, Unabhängigkeit und Wohlstand der Ukraine garantiere. Ausserdem solle sichergestellt werden, dass die Ukraine nie wieder einen Krieg führen müsse, sagte Rubio.

  • 23.20 Uhr

    Russische Kampfjets lösten offenbar Luftabwehr-Alarm in Polen aus

    Russische Kampfjets haben einem Medienbericht zufolge am Freitag einen Alarm der Luftverteidigung in Polen ausgelöst. Vier Kampfjets vom Typ MiG-31 seien in Richtung der russischen Westgrenze geflogen, berichtete die «Bild am Sonntag» laut Vorabmeldung und berief sich auf Informationen aus Nato-Kreisen. Polnische Streitkräfte sowie in Polen stationierte Bundeswehr-Einheiten hätten ihre Luftverteidigungssysteme daraufhin in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

    Zwei deutsche Patriot-Luftabwehrsysteme am Flughafen in Rzeszow, über den ein Grossteil der westlichen Militärhilfe für die Ukraine läuft, wurden dem Bericht zufolge aktiviert, Soldaten der deutschen Luftwaffe waren demnach an der Reaktion beteiligt. Wie die «Bild am Sonntag» unter Berufung auf Nato-Angaben berichtete, kehrten die russischen Jets später wieder um.

    Vier russische MiG-31 haben sich einem Medienbericht zufolge dem polnischen Luftraum genähert.
    Vier russische MiG-31 haben sich einem Medienbericht zufolge dem polnischen Luftraum genähert.
    Bild: Keystone/AP/Alexander Zemlianichenko

    Ein Sprecher der Luftwaffe sagte der Zeitung: «Es gab am Freitag Aktivitäten im russischen Luftraum, die in Polen eingesetzten Flugabwehrkräfte haben eine Reaktion gezeigt. Darunter auch die beiden Patriot-Systeme der Luftwaffe.»

    Polen ist ein entschiedener Unterstützer der Ukraine bei der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg und ein wichtiges Drehkreuz für Hilfs- und Waffenlieferungen in die Ukraine. Das EU- und Nato-Mitgliedsland hat Grenzen zur Ukraine, zu Russlands Verbündetem Belarus und zur russischen Exklave Kaliningrad. Auch EU- und Nato-Länder wie Estland oder Rumänien meldeten bereits das Eindringen russischer Drohnen oder Militärflugzeuge in ihren Luftraum.

  • 20.43 Uhr

    Rubio und Witkoff treffen am Sonntag ukrainische Delegation

    US-Aussenminister Marco Rubio und der Sondergesandte Steve Witkoff treffen sich am Sonntag mit einem Verhandlungsteam der Ukraine, um über den Plan für ein Ende des Krieges mit Russland zu beraten. Wie ein Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump mitteilte, findet das Treffen im Bundesstaat Florida statt. Auch Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner nimmt demnach daran teil.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor die Abreise der ukrainischen Delegation bekanntgegeben. Sie wird demnach vom Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, geleitet. Selenskyjs bisheriger Präsidialamtschef Andrij Jermak ist infolge seines Rücktritts wegen Korruptionsvorwürfen nicht dabei.

    Der US-Aussenminister Marco Rubio und der Sonderbeauftragte Steve Witkoff treffen in Florida auf eine ukrainische Verhandlungsdelegation. (Archivbild)
    Der US-Aussenminister Marco Rubio und der Sonderbeauftragte Steve Witkoff treffen in Florida auf eine ukrainische Verhandlungsdelegation. (Archivbild)
    Bild: Keystone

    Jermak war der Leiter der ukrainischen Delegation bei den Gesprächen über den von den USA vorgelegten Ukraine-Plan am Sonntag vergangener Woche in Genf. Die ursprüngliche Fassung dieses Plans war weithin als äusserst vorteilhaft für Russland beurteilt worden. So sollte die Ukraine nicht nur die von Russland besetzten Gebiete im Osten des Landes abtreten, sondern auch noch nicht eroberte Regionen. Zudem sollte die Ukraine auf eine Nato-Mitgliedschaft verzichten und ihre Streitkräfte stark verkleinern.

  • 19.56 Uhr

    Selenskyj: Verhandlungsteam mit Umjerow unterwegs in die USA

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sein Verhandlungsteam in die USA zu Gesprächen über ein Ende des russischen Angriffskrieges entsandt. Das Team mit Delegationsleiter Rustem Umjerow solle am Abend amerikanischer Zeit in den USA ankommen, sagte er in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Selenskyj erklärte, «es ist durchaus realistisch, in den nächsten Tagen die Schritte zu finalisieren, um zu bestimmen, wie der Krieg würdig beendet werden kann». Es müssten rasch und substanziell die notwendigen Schritte ausgearbeitet werden.

    Dazu habe er dem Team die Richtlinien mitgegeben, um gemäss der ukrainischen Prioritäten verhandeln zu lassen, sagte Selenskyj. Er ernannte nach dem Rücktritt seines Bürochefs Andrij Jermak per Dekret Umjerow, den Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine und Ex-Verteidigungsminister, zum neuen Verhandlungsführer.

    «Die Ukraine arbeitet weiterhin auf möglichst konstruktive Weise mit den Vereinigten Staaten zusammen», teilte Selenskyj weiter mit. Es gehe um einen würdigen Frieden. Er hatte einen 28-Punkte-Plan von US-Präsident Donald Trump bei Verhandlungen in Genf mit europäischen und amerikanischen Vertretern überarbeiten lassen. In den USA geht es um noch strittige Punkte. Die Verhandlungen hatte zunächst Jermak als Selenskyjs rechte Hand geführt; er trat allerdings am Freitag zurück, nachdem Korruptionsermittler seine Wohnräume durchsucht hatten. Selenskyj hatte deshalb die Verhandlungsdelegation per Dekret neu gefasst. Auch Umjerows Name fiel schon im Zusammenhang mit den Korruptionsermittlungen, er wies aber jede Beteiligung zurück.

    Umjerow teilte mit, dass er in den USA um die nächsten Schritte für einen gerechten und dauerhaften Frieden ringen wolle. Er hatte in diesem Jahr auch schon mehrfach mit russischen Vertretern in Istanbul verhandelt, Ergebnisse waren unter anderem Austausche von Gefangenen und getöteten Soldaten. Er soll später erneut Gespräche mit der russischen Seite führen.

  • 18.49 Uhr

    Moldau: Russlands Drohnen verletzen Luftraum

    Nach massiven russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine hat in der benachbarten Republik Moldau Präsidentin Maia Sandu eine Verletzung auch des Luftraums ihres Landes beklagt. «Auf dem Weg, Zivilisten zu töten, haben russische Drohnen wieder moldauischen Luftraum verletzt und seine vorübergehende Schliessung erzwungen», teilte Sandu bei X mit. Laut moldauischen Medien waren diesmal zeitweilig auch keine Starts und Landungen auf dem Flughafen der Hauptstadt Chisinau möglich. Es kam demnach zu Verzögerungen und einer Umleitung ins benachbarte Rumänien.

    Moldau meldet vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs immer wieder Luftraumverletzungen. Erst am Dienstag hatte die moldauische Polizei ein Foto von einer Drohne veröffentlicht.

    «Wir verurteilten die Attacken und stehen an der Seite der Ukraine», teilte Sandu weiter mit. Es habe einen zehnstündigen Angriff auf die Ukraine gegeben. Das sei keine Sprache eines Landes, das behaupte, über einen Frieden zu verhandeln, sagte sie mit Blick auf die geplanten Gespräche. Russische Vertreter erwarten eine US-Delegation in der ersten Wochenhälfte in Moskau, um über eine Beendigung des seit fast vier Jahren andauernden Krieges gegen die Ukraine zu verhandeln.

    Russland überzieht die Ukraine jede Nacht mit Drohnen- und Raketenangriffen, dabei kommt es immer wieder zu einem Eindringen in den Luftraum anderer Staaten. In der von Moldau abtrünnigen, russlandfreundlichen Region Transnistrien hat Moskau auch eigene Truppen stationiert.

  • 18.08 Uhr

    Macron empfängt Selenskyj am Montag in Paris

    Inmitten schwieriger Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine empfängt Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Montag in Paris.

    Die beiden Staatschefs wollten sich über die Bedingungen für einen dauerhaften und gerechten Frieden und den dazu vorliegenden amerikanischen Plan austauschen, teilte der Élysée-Palast mit. Ausserdem gehe es um die militärischen Garantien, mit der die in der sogenannten Koalition der Willigen vereinten Unterstützerländer der Ukraine eine Friedenslösung absichern wollen.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) kommt mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris zusammen. (Archivbild)
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) kommt mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris zusammen. (Archivbild)
    Bild: Keystone/EPA Pool/AP/Yoan Valat
  • 17.25 Uhr

    Über 600'000 Menschen in der Ukraine ohne Strom

    Die nächtlichen russischen Raketen- und Drohnenangriffe in der Ukraine haben nach örtlichen Angaben mehr als 600'000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Mehr als 500'000 Kunden in Kiew sowie mehr als 100'000 weitere in der Region Kiew und knapp 8000 in der nordöstlichen Region Charkiw hätten keinen Strom, teilte das ukrainische Energieministerium mit. Die russischen Angriffe hatten demnach am Freitagabend begonnen und wurden die Nacht über fortgesetzt.

    Zuvor hatten die ukrainischen Behörden mitgeteilt, dass es bei nächtlichen russischen Angriffen auf die Hauptstadt Kiew mindestens einen Toten sowie ein Dutzend Verletzte gegeben habe. Demnach wurden Wohngebäude in mehreren Stadtvierteln beschossen. «Der westliche Teil der Hauptstadt hat keinen Strom», erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. An der Wiederherstellung der Stromversorgung werde gearbeitet.

    Aus Russland wurde wiederum ein Drohnenangriff auf ein grosses Ölterminal in der Nähe des Hafens Noworossijsk im Süden des Landes gemeldet. Ein «terroristischer Angriff durch unbemannte Boote» habe «schwere Schäden» an dem Terminal angerichtet, teilte das Unternehmen Caspian Pipeline Consortium (CPC) mit. Demnach wurde eine der drei Anlegestellen getroffen. Der Betrieb des Terminals sei daher unterbrochen worden, die Öltanker vor Ort würden umgeleitet. Vom Personal von CPC und seiner Vertragspartner sei niemand verletzt worden, teilte das Unternehmen weiter mit.

    Russland nimmt immer wieder die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier.
    Russland nimmt immer wieder die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier.
    Yevhen Titov/AP/dpa
  • 15.32 Uhr

    Sicherheitskreise: Ukraine hinter Explosionen an Bord zweier Öltanker im Schwarzen Meer

    Die Ukraine ist nach Angaben aus Kiewer Sicherheitskreisen für Explosionen auf zwei Öltankern im Schwarzen Meer verantwortlich. «Modernisierte Marinedrohnen» vom Typ Sea Baby hätten die beiden Schiffe «erfolgreich ins Visier genommen», hiess es aus dem ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU.

    Um den Angriff zu belegen, zeigte ein SBU-Vertreter AFP ein Video, auf dem nach seinen Angaben Marinedrohnen zu sehen waren, die in Richtung zweier Schiffe gleiteten und dort Explosionen auslösten.

    Auf den unter der Flagge Gambias fahrenden Schiffen «Virat» und «Kairos» war am Freitag im Schwarzen Meer vor der türkischen Küste Feuer ausgebrochen, insgesamt 45 Besatzungsmitglieder wurden nach türkischen Behördenangaben in Sicherheit gebracht. Die «Kairos» war demnach leer und auf den Weg in Richtung des russischen Schwarzmeerhafens Noworossijsk. Am Samstag erklärte der ukrainische Geheimdienstvertreter, die «Virat» sei ebenfalls leer auf dem Weg nach Noworossijsk gewesen. Demnach sollten beide Schiffe dort mit Mineralölprodukten befüllt werden.

    Die angegriffenen Schiffe waren nach ukrainischer Einschätzung Teil der sogenannten russischen Schattenflotte. Diese exportiert unter Umgehung internationaler Sanktionen russisches Erdöl.

    Zum Zeitpunkt des Angriffs waren beide Schiffe nicht mit Erdöl beladen.
    Zum Zeitpunkt des Angriffs waren beide Schiffe nicht mit Erdöl beladen.
    Bild: Keystone/EPA/Turkish Directorate General for Maritime Affairs
  • Samstag, 29. November, 7.35 Uhr

    Luftangriffe auf Kiew – Einschläge in Wohnhäusern

    Bei einer weiteren nächtlichen Attacke auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind russische Raketen und Kamikaze-Drohnen in der Millionenmetropole eingeschlagen. Kurz nach Mitternacht und am späteren Morgen wurden Explosionen gemeldet. Es gebe mindestens ein Todesopfer und elf Verletzte, darunter ein Kind, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf örtliche Behörden.

    Mehrere Wohngebäude in verschiedenen Stadtbezirken wurden beschädigt. Auch in anderen Landesteilen wurde den Berichten zufolge Raketenalarm ausgelöst.

  • 20.50 Uhr

    Putin empfängt Witkoff kommende Woche

    Kremlchef Wladimir Putin will den US-Sondergesandten Steve Witkoff kommende Woche zu Gesprächen über den von Washington vorgelegten und inzwischen abgeänderten Plan für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine empfangen. Witkoff werde in der ersten Wochenhälfte in Moskau erwartet, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Freitag unter Berufung auf Putins Sprecher Dmitri Peskow.

    Der US-Gesandte Witkoff trifft sich wieder mit Putin. (Archivbild)
    Der US-Gesandte Witkoff trifft sich wieder mit Putin. (Archivbild)
    Bild: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

    Dieser versprach, das genaue Datum des Treffens rechtzeitig nachzureichen. Für den kommenden Donnerstag und Freitag ist laut dem Kreml ein Staatsbesuch Putins in Indien geplant, wo er Gespräche mit Premierminister Narendra Modi führen will.

  • 18.31 Uhr

    Tote nach ukrainischem Beschuss

    In der russischen Region Belgorod ist nach Behördenangaben eine Frau bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden. Bei dem Einschlag in ein Privathaus im Dorf Dragunskoje sei ausserdem ein Fünfjähriger verletzt worden, schrieb der Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram. Es gebe mehrere Brände.

  • 17.23 Uhr

    Weitere Entlassungen könnten bevorstehen

    Folgen dem heute im Zusammenhang mit Korruptionsermittlungen zurückgetretenen Leiter des Präsidentenbüros Andrij Jermak weitere Rücktritte und Neuernennungen innerhalb der ukrainischen Regierung?

    Die auf den Krieg in der Ukraine spezialisierte Medienplattfrom Noelreports berichtet unter Berufung auf Quellen in der Ukraine von weiteren Wechseln, die bevorstehen würden. So stünde die Entlassung von Oleksii Kuleba, Vize-Premierminister für den Wiederaufbau der Ukraine und Minister für die Entwicklung von Gemeinden und Territorien, bevor. Es sei auch auf regionaler Ebene mit einer Umstrukturierung zu rechnen.

    Ausserdem solle Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko Jermaks Posten übernehmen. Als neuer Ministerpräsident würde demnach Mychajlo Fedorow übernehmen. Fedorow ist bereits stellvertretender Ministerpräsident sowie Minister für digitale Transformation.

  • 16.43 Uhr

    Andrij Jermak tritt per sofort zurück

    Der ukrainische Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, tritt per sofort zurück. Das teilt das Büro von Wolodymyr Selenskyj mit. 

  • 8.35 Uhr

    Korruptionsbehörden: Durchsuchung bei Selenskyjs Bürochef

    Die Anti-Korruptionsbehörden der Ukraine haben am Morgen über eine Durchsuchung bei dem Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, informiert. Die Massnahmen gegen den Kanzleichef von Präsident Wolodymyr Selenskyj seien Teil laufender Ermittlungen, teilten das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) in Kiew mit. Details sollten später folgen. Das Land, das sich seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg wehrt, wird von einem Schmiergeldskandal erschüttert, der bis in die Staatsführung reicht.

    Selenskyjs Bürochef Andrij Jermak steht im Fokus der Ermittler. (Archivbild)
    Selenskyjs Bürochef Andrij Jermak steht im Fokus der Ermittler. (Archivbild)
    Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa

    Jermak gilt nicht nur als rechte Hand Selenskyjs, er ist einer der einflussreichsten Männer in dem Land und wird immer wieder als Strippenzieher und graue Eminenz bezeichnet. Er ist auch die zentrale Figur bei den laufenden Verhandlungen mit den US-Amerikanern um ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

    Jermak führt das ukrainische Verhandlungsteam bei den Friedensgesprächen, seine Ernennung als Delegationsleiter vorige Woche hatte Erstaunen bei politischen Beobachtern in Kiew ausgelöst, weil er wie Selenskyj im Zuge des Korruptionsskandals in Erklärungsnot geraten war.

  • 8.06 Uhr

    Kreml: Orbán trifft Putin heute in Moskau

    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán wird heute in Moskau den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge die Reisepläne Orbáns, der mit Putin über Energielieferungen und den Krieg in der Ukraine sprechen wolle. Putin und Orbán haben auch während des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine immer wieder direkte Gespräche geführt, was in der EU Kritik auslöste.

    Bereits seit Tagen hatte es Spekulationen über einen Orbán-Besuch in Moskau gegeben. Putin selbst antwortete noch am Donnerstag nicht direkt auf die Frage eines Reporters, ob Orbán am Freitag anreisen werde. Er sagte nur, dass Moskau sich immer freue, wenn Einladungen angenommen würden. Orbán hatte am Donnerstag angekündigt, mit Russland Gespräche über Öl- und Gaslieferungen führen zu wollen.

    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán und der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen in Moskau im Juli 2024.
    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán und der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen in Moskau im Juli 2024.
    Keystone

    Orbán hatte Putin zuletzt im Juli 2024 im Kreml besucht – wenige Tage nach seiner ersten Reise nach Kiew seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Den Aufenthalt in Russland inszenierte er als Friedensmission. Budapest hatte damals turnusgemäss die EU-Ratspräsidentschaft inne. Die EU betonte jedoch, dass Orbán nicht in ihrem Namen spreche. Der ungarische Ministerpräsident verfolgt eine feindselige Politik gegenüber der Ukraine, die an sein Land grenzt. In mehreren Äusserungen bestritt er, dass die Ukraine ein souveräner Staat sei.

    US-Präsident Donald Trump hatte im Oktober in einem Telefongespräch mit Putin die ungarische Hauptstadt Budapest als Ort eines Gipfeltreffens der beiden Staatschefs vorgeschlagen. Wegen Moskaus fehlender Verhandlungsbereitschaft zeigte Trump sich aber enttäuscht, sagte den Gipfel wieder ab und verhängte schmerzhafte Sanktionen gegen die grossen russischen Ölexporteure Rosneft und Lukoil.

  • 4.45 Uhr

    Russland-Risiko: Pfister will für Armee Mehrwertsteuer erhöhen

    Verteidigungsminister Martin Pfister will laut Tamedia die Mehrwertsteuer zugunsten der Sicherheit erhöhen und damit die Armee möglichst schnell besser auf hybride Kriegsführung ausrichten. Er habe dazu am Mittwoch seine wichtigsten Führungskräfte ins Bundesratszimmer eingeladen, darunter Armeechef Thomas Süssli und den Leiter des Nachrichtendienstes, Serge Bavaud. Pfister habe sich auf Einschätzungen gestützt, wonach Russland 2028 oder 2029 einen weiteren Angriff in Europa starten könnte. Die Mehrwertsteuererhöhung wäre frühestens 2028 möglich und würde eine Volksabstimmung erfordern.

    Verteidigungsminister Martin Pfister mit einer Drohne des Aufklärungsdrohnensystems 15 (ADS-15). (Archivbild)
    Verteidigungsminister Martin Pfister mit einer Drohne des Aufklärungsdrohnensystems 15 (ADS-15). (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 4.30 Uhr

    Costa: USA werden nicht für EU und Nato sprechen

    Die USA haben der EU nach Angaben von Ratspräsident Antónia Costa zugesagt, in Verhandlungen mit Russland zu einem Frieden in der Ukraine nicht über EU- oder Nato-Belange zu sprechen. «Die Vereinigten Staaten und die Ukrainer haben ein neues Arbeitspapier erarbeitet», sagte Costa der deutschen Wirtschaftszeitung «Handelsblatt». «In diesem neuen Plan sind alle Punkte, die die Europäische Union betreffen, gestrichen. Alles, was die Nato betrifft, ist auch gestrichen.»

    Ein erster, 28 Punkte umfassender Plan, den Medien vergangene Woche veröffentlichten, hatte neben vielen Zugeständnissen der Ukraine auch Festlegungen für die Politik von EU und Nato vorgesehen. Zwar nannte die US-Führung von Präsident Donald Trump dies ihren Plan. Anhand der Vorgeschichte ist aber klar, dass viele russische Positionen eingeflossen sind. In Gesprächen zwischen den USA und der Ukraine wurde der Plan überarbeitet, auch die europäischen Staaten trugen in mehreren Runden zu Änderungen bei.

    Die USA haben nicht über EU-Belange zu entscheiden, sagt EU-Ratspräsident Costa. (Archivbild)
    Die USA haben nicht über EU-Belange zu entscheiden, sagt EU-Ratspräsident Costa. (Archivbild)
    Bild: Keystone/dpa/Johannes Neudecker

    Über die europäische Sicherheitsordnung könne nur die Nato entscheiden, sagte Costa – wie zuvor Nato-Generalsekretär Mark Rutte. «Es gibt keinen Grund, diese Diskussion ausserhalb der Nato zu führen.» Zudem gebe es spezifische Fragen für die Europäische Union. «Nur die EU kann über Sanktionen, EU-Beitritte, und eingefrorene Vermögenswerte verhandeln, denn all das sind EU-Entscheidungen», sagte Costa.

    Trumps erster Plan hatte vorgesehen, dass die in der EU blockierten russischen Staatsvermögen unter US-Aufsicht zum Wiederaufbau der Ukraine genutzt werden sollen. Dies hätte die europäischen Staaten ihres grössten Hebels gegenüber Moskau beraubt.

  • Freitag, 28. November 2025, 5.04 Uhr

    Verdacht auf «verfassungsfeindliche Sabotage» in Deutschland

    Die Staatsanwaltschaft in der Rostock im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ermittelt im Fall eines Brandes im Rostocker Überseehafen wegen des Verdachts der «verfassungsfeindlichen Sabotage». Bei dem Feuer am 14. Mai brannte ein 150 Meter langes Förderband der Firma Euroports, die Getreide umschlägt. Fast hätten die Flammen auf ein Getreidesilo übergegriffen. Nach Behördenangaben entstand ein Schaden in Höhe von mehr als vier Millionen Euro. Nach Informationen des «Spiegels» beschäftigt der Vorfall auch das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Verfassungsschutz. In ihrem ersten gemeinsamen Lagebild zu «hybriden Bedrohungen» erwähnen die Behörden den Brand. Zwar können die Spionageexperten ihn nicht eindeutig Russland zuschreiben. Doch der Ort macht sie hellhörig: Der Überseehafen diene «als Umschlagplatz für Im- und Export von ukrainischem Getreide», heisst es in dem vertraulichen Papier.

    Der Überseehafen in Rostock. (Archivbild)
    Der Überseehafen in Rostock. (Archivbild)
    Bild: IMAGO/imagebroker
  • 20.45 Uhr

    Selenskyj deutet Spitzentreffen an

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für kommende Woche ein Spitzentreffen in den Gesprächen über ein Ende des Krieges angedeutet. «Nächste Woche stehen nicht nur für unsere Delegation, sondern auch für mich wichtige Verhandlungen an, und wir bereiten einen soliden Boden für diese Verhandlungen vor», sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.

    Details nannte der ukrainische Staatschef nicht. Allerdings steht nach Verhandlungen der USA und der Ukraine über einen Friedensplan im Raum, dass Selenskyj ein weiteres Mal US-Präsident Donald Trump treffen könnte. Zuletzt signalisierten beide Seiten, dass es eine weitgehend gemeinsame Position gibt. Es gebe nur noch kleine Unterschiede, hiess es – wobei es sein kann, dass sich dahinter die zentrale Frage verbirgt, wie mit den russisch besetzten Gebieten der Ukraine umgegangen werden soll.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (r.) bei seinem letzten Treffen mit US-Präsident Donald Trump am 17. Oktober 2025 in Washington. 
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (r.) bei seinem letzten Treffen mit US-Präsident Donald Trump am 17. Oktober 2025 in Washington. 
    Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire/Andrew Leyden

    Kremlchef Wladimir Putin hat bekräftigt, dass es keine Einigung geben wird, wenn die ukrainische Armee nicht ihre letzten Stellungen in den Gebieten Donezk und Luhansk im Donbass räumt. Die Ukraine lehnt dies bislang ab und will juristisch nicht auf besetztes Gebiet verzichten.

    Selenskyj sagte: «Der russische Krieg dauert an, und wir alle hören, dass Russland die Bemühungen der wichtigsten Mächte der Welt ignoriert, den Krieg wirklich zu beenden mit einem dauerhaften Frieden.» Ob es Frieden geben werde, hänge aber nicht von den Drohungen Russlands ab.

  • 18.39 Uhr

    Staatsanwaltschaft: Fünf ukrainische Kriegsgefangene getötet

    In der Südukraine sind nach ukrainischen Angaben fünf Kriegsgefangene von russischen Soldaten erschossen worden. Der Vorfall habe sich am Morgen am Frontabschnitt bei der Stadt Huljajpole ereignet, teilte die Staatsanwaltschaft in Kiew mit. Ermittlungen wegen vorsätzlichen Mordes und eines verübten Kriegsverbrechens seien von der Staatsanwaltschaft des Gebiets Saporischschja eingeleitet worden.

    Nach Einschätzung von Experten der Vereinten Nationen haben russische Truppen bereits mehrere Dutzend kriegsgefangene ukrainische Soldaten getötet. In geringerem Umfang werden derartige Kriegsverbrechen auch der ukrainischen Seite angelastet. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen eine russische Invasion.

  • 17.41 Uhr

    Putin nimmt US-Unterhändler Witkoff in Schutz

    Nach einem Telefonat von US-Unterhändler Steve Witkoff mit Kremlberater Juri Uschakow hat der russische Präsident Wladimir Putin den Amerikaner gegen Kritik in Schutz genommen. «Er ist ein amerikanischer Bürger und verteidigt die Position seines Präsidenten und seines Landes», sagte der Staatschef Journalisten in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek.

    Witkoff wurde nach der Veröffentlichung eines Mitschnitts des Telefonats in der Ukraine und im Westen eine zu grosse Nähe zur russischen Seite vorgeworfen. In dem Gespräch ging es um die laufenden Verhandlungen für ein Ende des Krieges in der Ukraine. Putin liess offen, ob der Mitschnitt, in dem der US-Amerikaner seinem aussenpolitischen Berater Uschakow Ratschläge für einen Anruf bei Trump erteilt, echt war oder nicht.

    Der US-Gesandte Witkoff riet dem Kreml, wie man am besten mit seinem Boss Donald Trump redet. (Archivbild)
    Der US-Gesandte Witkoff riet dem Kreml, wie man am besten mit seinem Boss Donald Trump redet. (Archivbild)
    Bild: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

    Zur Kritik an Witkoff meinte der Kremlchef, es wäre verwunderlich, wenn dieser erst am Telefon Uschakow mit Schimpfworten belegt und danach in Moskau versucht hätte, seine Verhandlungsposition zu verbessern.

    Die Gespräche seien dennoch nicht einfach. «Wir führen diesen Dialog ohne Beschimpfungen und Anspucken, wie intelligente Menschen und jeder verteidigt seine Positionen», erklärte Putin. Witkoff sei nicht von Trump allein, sondern von der US-Führung mit den Verhandlungen beauftragt worden.

  • 17.09 Uhr

    Putin: Kann Angriff auf Europa schriftlich ausschliessen

    Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach eigenen Worten bereit, den Verzicht auf einen Angriff gegen Europa im Zuge diplomatischer Verhandlungen schriftlich festzuhalten. Es sei eine «Lüge» und «völliger Blödsinn» zu behaupten, dass Russland vorhabe, Europa zu überfallen, sagte Putin. «Für uns klingt das lächerlich. Die Wahrheit ist, dass wir das nie vorhatten, aber wenn sie es von uns hören wollen, na gut, dann fixieren wir das. Keine Frage», so Putin auf einer Pressekonferenz zum Abschluss seines Besuchs in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek.

    Der russische Präsident Wladimir Putin. 
    Der russische Präsident Wladimir Putin. 
    Bild: sda

    Putin hat Anschuldigungen von deutschen und anderen europäischen Politikern, Russland wolle nach der Ukraine auch andere Länder Europas überfallen, wiederholt zurückgewiesen. Seine Beteuerungen werden aber vor allem seit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine im Westen immer wieder in Zweifel gezogen. Auch vor dem Überfall auf die Ukraine hatte er behauptet, dass Russland das nicht vorhabe.

  • 15.38 Uhr

    Putin: US-Delegation nächste Woche in Russland erwartet

    Kremlchef Wladimir Putin hat Pläne für Verhandlungen mit US-Vertretern kommende Woche in Russland bestätigt. Die Delegation werde in der ersten Hälfte der kommenden Woche erwartet.

    Das sagte Putin in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek zum Abschluss seines Besuchs dort. Auf russischer Seite würden Vertreter des Aussenministeriums und der Präsidialverwaltung an den Verhandlungen teilnehmen.

    Der US-Gesandte Witkoff (l.) traf Wladimir Putin bereits mehrfach.
    Der US-Gesandte Witkoff (l.) traf Wladimir Putin bereits mehrfach.
    Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa (Archivbild)

    Namentlich nannte Putin seine Berater Wladimir Medinski und Juri Uschakow. Es gehe um einen sehr grossen Komplex an Fragen, der behandelt werden müsse. Jede Frage habe eine Schlüsselbedeutung, betonte er. Nach Kremlangaben wird der Berater von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, kommende Woche in Moskau erwartet.

    Putin hatte sich selbst mehrfach mit Witkoff getroffen. Er bekräftigte zudem seine Bereitschaft zu Gesprächen über Trumps 28-Punkte-Papier für eine Beendigung des Krieges. Dies könne eine Grundlage für einen späteren Friedensvertrag sein, sagte er. Putin machte erneut deutlich, dass er vor einem Waffenstillstand die Kontrolle über den gesamten Donbass haben wolle.

  • 14.35 Uhr

    Nord-Stream-Verdächtiger an Deutschland ausgeliefert

    Nach mehr als drei Monaten Untersuchungshaft hat Italien den mutmasslichen Drahtzieher der Anschläge auf die Nord-Stream-Gasleitungen 2022 in der Ostsee an Deutschland ausgeliefert.

    Der 49 Jahre alte Ukrainer wurde der deutschen Polizei übergeben, wie aus deutschen Justizkreisen verlautete. Er wird in Kürze in Karlsruhe erwartet, wo die Bundesanwaltschaft ihren Sitz hat.

  • 14.15 Uhr

    Europas höchster Militär fordert mehr Kooperation

    Der höchste militärische EU-Repräsentant und Generaldirektor des EU-Militärstabes, Generalleutnant Michiel van der Laan, hat eine engere Zusammenarbeit der europäischen Rüstungsindustrie gefordert.

    «Mein Ziel ist es als Soldat, dass wir weniger unterschiedliche Systeme kriegen, damit die Zusammenarbeit einfach besser wird», sagte der Niederländer am Rande eines Treffens der militärischen Befehlshaber der Europäischen Union in Ulm.

    Mehrere Waffensysteme mit verschiedener Logistik und Munition seien nicht hilfreich. Damit die unterschiedlichen Truppen der Länder besser zusammenarbeiten können, müsse auch die europäische Verteidigungsindustrie mehr zusammenarbeiten – statt miteinander zu konkurrieren, so von der Laan weiter.

    Der Generalleutnant ist als höchster militärischer Repräsentant in Brüssel der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas unterstellt. Seine EU-Kommandanten sind losgelöst von der Nato, die EU-Militärstruktur ist deutlich kleiner. Zuständig sind die Länder-Kommandanten unter anderem für Einsätze ausserhalb der EU, etwa in Bosnien.

    Sie treffen sich einmal im Jahr. Kernthemen des diesjährigen Treffens mit rund 40 Teilnehmern waren unter anderem Missionen der nächsten Jahre und aktuelle Operationen.

    In Ulm liegt mit dem sogenannten Multinationalen Kommando Operative Führung eines der Hauptquartiere. In Paris, Rom, dem spanischen Rota, der Stadt Larissa in Griechenland und Krakau gibt es weitere «Headquarter». Die Kommandos helfen im Fall einer Krise dabei, etwa Luftwaffen- oder Landeinsätze zu koordinieren.

  • 13.04 Uhr

    Russland schliesst polnisches Generalkonsulat

    In der angespannten Beziehung zwischen Warschau und Moskau schliesst nun auch Russland das polnische Generalkonsulat in Irkutsk. Russland habe beschlossen, seine Zustimmung zum Betrieb der Auslandsvertretung zum 30. Dezember zurückzunehmen und den polnischen Botschafter darüber informiert, teilte das Moskauer Aussenministerium mit.

    Das sei eine Reaktion auf die Schliessung des russischen Generalkonsulats in Gdansk. Dies sei unter einem «absurden Vorwand» ein «offen feindlicher, haltloser Schritt» der polnischen Führung, hiess es weiter in der Mitteilung. Moskaus Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa hatte bereits eine solche Reaktion angekündigt.

    Ein Sprecher des polnischen Aussenministeriums sagte der Nachrichtenagentur PAP, man habe diesen Schritt erwartet. Die Aufgaben des Konsulats in Irkutsk werde ab dem neuen Jahr die Konsularabteilung der polnischen Botschaft in Moskau übernehmen.

    Polen hatte in der vergangenen Woche als Reaktion auf einen Sprengstoffanschlag auf eine strategisch wichtige Bahnstrecke die Genehmigung für das russische Generalkonsulat in Gdansk zurückgezogen. Die polnische Regierung beschuldigt russische Geheimdienste, hinter einem Sprengstoffanschlag auf die in die Ukraine führende Bahnstrecke von Warschau nach Lublin zu stecken.

    Trump's 28 point "peace plan" screws over Poland and all of Eastern Europe. Russia wants Eastern Europe weakened for their next attack.

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    — Jake Broe (@realjakebroe.bsky.social) 24. November 2025 um 05:18

    In der Nähe der Ortschaft Mika rund hundert Kilometer südöstlich von Warschau waren bei einer Explosion die Gleise zerstört worden. Weil ein Zugführer die Beschädigung bemerkte und meldete, wurde niemand verletzt.

  • 12.10 Uhr

    Anschlag auf Krimbrücke: Achtmal Lebenslang

    Drei Jahre nach der Explosion auf einer Brücke zur Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind alle acht Angeklagten im Prozess um den Sprengstoffanschlag zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

    Sie wurden von einem russischen Militärgericht des Terrors und illegalen Umgangs mit Sprengstoffen schuldig gesprochen, wie die russische Staatsagentur Tass aus dem Gerichtssaal in der Stadt Rostow am Don berichtete.

    Feuer auf der Krim-Brücke am 8. Oktober 2022.
    Feuer auf der Krim-Brücke am 8. Oktober 2022.
    KEYSTONE

    Den Anschlag im Oktober 2022 hatte der ukrainische Geheimdienst SBU nach eigenen Angaben organisiert, um den Nachschub des russischen Militärs zu behindern. Fünf Menschen starben bei der Explosion.

    Das Gericht entsprach den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Die Beschuldigten sollen dem SBU geholfen haben, den Anschlag auszuführen. Sie wiesen die Anschuldigungen zurück. Laut Tass sprach das Gericht den Hinterbliebenen der Opfer auf Kosten der verurteilten Geschäftsleute auch sieben Milliarden Rubel – also 72 Millionen Franken – Schmerzensgeld zu.

    Beseitigung der Schäden am 20. Oktober 2022.
    Beseitigung der Schäden am 20. Oktober 2022.
    KEYSTONE

    Moskau nutzt die bereits 2014 annektierte Krim als wichtige Route für die Versorgung seiner Truppen in seinem Krieg gegen die Ukraine. Kiew hatte die Zerstörung der Brücke immer wieder als eines seiner Ziele im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg bezeichnet.

    Die Angeklagten, darunter sechs Unternehmer, ein Landwirt und ein Fernfahrer, bestritten in der Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihre Schuld. Sie seien zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen, erklärten ihre Anwälte.

    Reparaturarbeiten im November 2022.
    Reparaturarbeiten im November 2022.
    KEYSTONE

    Der Sprengstoff wurde nach Angaben der Ermittler damals über Umwege nach Russland geschmuggelt, als Folienrollen deklariert und entsprechend getarnt in einen Lastkraftwagen verladen. Die Angeklagten beteuerten vor Gericht, nichts von der tödlichen Fracht gewusst zu haben.

    Nach Angaben von SBU-Chef Wassyl Maljuk hat der Geheimdienst die meisten der Angeklagten damals ohne deren Wissen genutzt. Die Explosion tötete den Lkw-Fahrer und vier Insassen eines auf der Nebenspur fahrenden Autos. Ein Brückenabschnitt stürzte ein, die Verbindung war über Monate eingeschränkt.

    Kremlchef Wladimir Putin, der den Krieg gegen die Ukraine acht Monate zuvor befohlen hatte, kündigte daraufhin Vergeltung an. Im Jahr 2023 gab es einen weiteren Angriff auf die Brücke. Auch damals gab es erhebliche Schäden. Völlig zum Einsturz bringen konnte die Ukraine die Brücke aber nicht.

  • 11.16 Uhr

    Mirage-2000-Pilot mit 98 Prozent Erfolgsquote

    Ein ukrainischer Pilot behauptet, er habe mit seiner Mirage 2000 beim Abfangen des Gegners eine Quote von 98 Prozent. «Früher bin ich die Su-27 geflogen. Jetzt bin ich Pilot der Mirage 2000. Meine Eindrücke von dem neuen Flugzeug sind sehr gut», sagt der Anonymus dem ukrainischen «Defence Blog».

    🇫🇷🇺🇦French-supplied Mirage 2000 in Ukrainian service, seen here splashing a Russian air target with an R.550 Magic AAM. -OSINTtechnical

    [image or embed]

    — 24Hours Ukraine (@24hoursukraine.bsky.social) 26. November 2025 um 16:20

    Weil Kiews Luftwaffe im Visier steht, muss der Pilot immer wieder den Flugplatz wechseln. «Das ist bereits unser dritter in dieser Woche. Der Feind versucht ständig, unsere Ausrüstung zu zerstören.» Was ihm und seinen Kameraden zum Glück fehle, seien mehr Mirage-Jets und Waffen mit grösserer Reichweite.

    Seine Ausbildung hat er im Ausland gemacht: «Ich wurde in Frankreich zusammen mit französischen Kampfpiloten ausgebildet. Etwa sechs Monate lang lernten wir, ein zweisitziges Trainingsflugzeug zu fliegen und Waffen zu benutzen. Dann wechselten wir zu den einsitzigen Flugzeugen – genau das, in dem ich jetzt sitze.»

  • 10.30 Uhr

    Merkel stellt klar: «Wir alle haben nicht vermocht, diesen Krieg zu verhindern»

    Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat klargestellt, dass sie Polen und den baltischen Staaten keine Mitschuld am Angriff Russlands auf die Ukraine gibt.

    Das seien «Fake News», eine Passage ihrer Autobiografie «Freiheit» sei «in einen falschen Kontext» gesetzt worden, sagte Merkel in der Sendung «phoenix persönlich». In der Passage hiess es, die baltischen Staaten und Polen hätten 2021 ein von Merkel vorgeschlagenes Dialogformat mit Russland abgelehnt.

    Doch damit sei «keine Schuldzuweisung verbunden». «Dieser Krieg ist ausgebrochen, er hat unsere Welt verändert, das ist eine Aggression der russischen Förderation, der russischen Republik, Wladimir Putins», sagte Merkel nun. «Wir alle haben nicht vermocht – alle, ich, alle anderen haben nicht vermocht, diesen Krieg zu verhindern.» Das sei der Sachverhalt.

    Angela Merkel und Wladimir Putin (Mitte) im Januar 2020 in Berlin.
    Angela Merkel und Wladimir Putin (Mitte) im Januar 2020 in Berlin.
    KEYSTONE

    Zur Aussage des früheren deutschen Aussenministers Sigmar Gabriel in der ARD-Sendung «Maischberger», mit Merkel hätte es keinen Krieg in der Ukraine gegeben, sagte die ehemalige Bundeskanzlerin: «Das ist vollkommen spekulativ.»

    Sie glaube, dass die Corona-Pandemie einen grossen Einfluss gehabt habe, weil bislang übliche Gesprächsformate in sich zusammengebrochen seien. Sie habe nicht regelmässig mit Putin sprechen können.

    «Und das ist im Umgang mit nicht demokratisch regierten Ländern noch schwieriger, als wenn man schon unter gleich organisierten Ländern so wenig miteinander redet.» Ihr sei aber schon seit «vielen, vielen Jahren» klar gewesen, dass von Putin ausgehend eine ernsthafte Gefahr bestanden habe.

  • 6.20 Uhr

    Russland: 24 Jahre Haft für angebliche Zusammenarbeit mit Kiew

    Ein russisches Militärgericht hat einen Mann nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes FSB wegen angeblicher Kooperation mit der Ukraine zu 24 Jahren Haft verurteilt.

    Er soll Drohnen gebaut und in der Region Moskau aufsteigen lassen haben, um Schwachstellen der Flugabwehr aufzuspüren, wie der FSB mitteilt. Der Mann habe 2023 auf eigene Initiative die Zusammenarbeit mit einer in Russland verbotenen Terrororganisation und einem Vertreter des ukrainischen Geheimdienstes aufgenommen, hiess es in der FSB-Mitteilung.

    Er soll auch den Auftrag bekommen haben, das Luftfahrzeug einer «hochrangigen Person» des russischen Staates zu sprengen. Vorgeworfen wurden dem Mann aus Rostow am Don im Süden Russlands demnach Landesverrat und Beteiligung an einer terroristischen Organisation. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

    In Kiew werden Drohnen für den Einsatz an der Front hergestellt. (Archivbild)
    In Kiew werden Drohnen für den Einsatz an der Front hergestellt. (Archivbild)
    Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire
  • 5.15 Uhr

    Polen bestellt neue U-Boote

    Polen will drei neue U-Boote von Schweden bestellen. «Das schwedische Angebot war das einzige, das alle Anforderungen unserer Marine erfüllte», sagte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz.

    Es handele sich um drei U-Boote vom Typ Saab A26 Blekinge. Der Vertrag soll laut Kosiniak-Kamysz bis Ende des Jahres unterzeichnet werden. Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson betonte, sein Land und Polen seien hinsichtlich der Herausforderungen für die europäische Sicherheit einer Meinung.

    Gemeinsam werde man grössere Verantwortung für die Sicherheit in der Ostsee übernehmen, erklärte er auf X.

  • Donnerstag, 27. November 2025, 4.30 Uhr

    Frankreich plant neuen freiwilligen Wehrdienst

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will am heutigen Donnerstag seine Pläne für einen neuen freiwilligen Wehrdienst vorstellen.

    Angesichts der geopolitischen Lage und zunehmenden Bedrohungen sei der ursprünglich geplante nationale Pflichtdienst nicht mehr angemessen, heisst es im Elysée. Stattdessen sollten mehr junge Menschen zu einer freiwilligen militärischen Ausbildung herangezogen werden.

    Der neue Dienst soll jungen Männern und Frauen offenstehen. Medienberichten zufolge soll er zehn Monate dauern. Frankreich stehe mit Deutschland bei dem Thema im Austausch, heisst es. Im Unterschied zu Deutschland gebe es in Frankreich derzeit keine Probleme bei der Rekrutierung.