UkraineSelenskyj vereinbart Rüstungskooperation mit Aserbaidschan
SDA
25.4.2026 - 15:06
ARCHIV – Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, steht in der Residenz vor der Verleihung des Ewald-von-Kleist-Preis. Foto: Sven Hoppe/dpa
Keystone
Die Ukraine und Aserbaidschan haben bei einem Besuch von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Baku eine engere militärtechnische Zusammenarbeit vereinbart. Sechs Dokumente seien unterzeichnet worden, teilte Selenskyj nach einem Treffen mit dem aserbaidschanischen Staatschef Ilham Aliyev auf dem Portal X mit. «Der Schlüssel liegt im Rüstungskomplex – wir werden unsere Zusammenarbeit ausbauen und vertiefen», schrieb er.
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25.04.2026, 15:06
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Details nannte Selenskyj nicht. Er traf aber zu Beginn des Besuchs mit seinen Spezialisten zusammen, die auch in Aserbaidschan die ukrainische Erfahrung im Drohnenkrieg vorstellten. Gestützt auf Erfolge bei der Abwehr russischer oder iranischer Drohnen hat Selenskyj bereits militärische Kooperationen mit mehreren Staaten am Persischen Golf und Nahen Osten vereinbart, die vom Iran beschossen worden sind.
Das von Aliyev autoritär beherrschte Aserbaidschan hat die Ukraine im russischen Angriffskrieg immer unterstützt und ist ein wichtiger Öllieferant. Bislang macht das jährliche Handelsvolumen etwa 500 Millionen US-Dollar (425 Millionen Euro) aus. Aliyev sagte, es solle weiter steigen. Gestützt auf seinen Ölreichtum, tritt Aserbaidschan am Kaspischen Meer als eine von wenigen früheren Sowjetrepubliken selbstbewusst gegenüber der früheren Vormacht Moskau auf.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt