UkraineSelenskyj warnt vor neuem schweren russischen Angriff
SDA
29.5.2026 - 16:47
ARCHIV – Ein Feuerwehrmann löscht das Feuer auf einem Marktplatz der Stadt, der von russischen Raketen während eines Luftangriffs getroffen wurde. (zu dpa: «Selenskyj warnt vor neuem schweren russischen Angriff») Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem neuen schweren russischen Angriff gewarnt. Es gebe entsprechende Informationen über eine bevorstehende massive Attacke, schrieb er auf seinen Kanälen in den sozialen Netzwerken.
Keystone-SDA
29.05.2026, 16:47
SDA
Erst am Wochenende hatte das russische Militär die Ukraine und insbesondere deren Hauptstadt Kiew mit einem Grossangriff überzogen und dabei auch die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. Moskau selbst hatte weitere Angriffe auf Kiew angekündigt.
Laut Selenskyj zeugt die Zerstörungstaktik Russlands davon, dass Moskau weiter rein auf eine militärische Lösung des Konflikts setzt. In dem Zusammenhang rief er westliche Partner einmal mehr zur Lieferung von Flugabwehrwaffen, speziell gegen ballistische Raketen, auf.
Kiew erwartet weiteren Schritt Richtung EU
Selenskyj sprach auch mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker über Russlands Vorbereitungen. Bei dem Telefonat sei es ausserdem um die EU-Integration der Ukraine gegangen. «Wir erwarten, dass schon im Juni das erste Cluster eröffnet werden wird», schrieb Selenskyj bei Telegram. Das sei gerecht, die Ukrainer hätten es verdient, führte er aus.
«Österreich unterstützt die Öffnung des Cluster im Rahmen des klar leistungsbasierten Prinzips. Insofern ist für uns auch klar, dass es keine Abkürzung oder Überholspur auf dem Weg in die EU gibt», sagte die aussenpolitische Sprecherin von Stocker.
Der Prozess der Beitrittsverhandlungen ist in sechs Themenbereiche mit insgesamt 32 Abschnitten eingeteilt, die auch Cluster beziehungsweise Kapitel genannt werden. Eröffnet und geschlossen werden können sie nur durch einstimmige Entscheidungen der Mitgliedstaaten.
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O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
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Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
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